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ts66
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Mag ich Mag ich nicht

1

26.07.2013 - 09:11 Uhr
ts66

Die nächsten beiden Irgendwasmitmedienstudenten! Wunderbar!

Interpolation
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Mag ich Mag ich nicht

1

26.07.2013 - 09:42 Uhr
Interpolation

Sicher sollten Glück und Zufriedenheit Politikziele sein.

Aber die Begriffe sind so schwammig definiert, das man sie mit nahezu allem behaften könnte.

Woran sollen wir das messen? Wie macht Bhutan denn das? Und sind die Leute in diesem Königreich (!) wirklich glücklicher als anderswo?

ts66
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26.07.2013 - 09:55 Uhr
ts66

Interpolation sagte:
Woran sollen wir das messen? Wie macht Bhutan denn das? Und sind die Leute in diesem Königreich (!) wirklich glücklicher als anderswo?


Buthan hat eine hohe Arbeitslosigkeit, einen niedrigen Lebensstandard, kann kaum die eigene Bevölkerung ernähren und der Staat gibt fast doppelt so viel aus, wie er einnimmt. Das Land hängt am Tropf von Indien.

Abhängigkeit und Unselbstständigkeit ist sicher der Königsweg auf dem Weg zum Glück. und Nachhaltigkeit schreibt man auch anders.

Warum kommt Buthan vor in einem Text über Glück? Haben sich die Autorin oder die Protagonisten denn nicht mit dem Thema auseinandergesetzt?

Interpolation
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Mag ich Mag ich nicht

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26.07.2013 - 09:59 Uhr
Interpolation

ts66 sagte: Warum kommt Buthan vor in einem Text über Glück? Haben sich die Autorin oder die Protagonisten denn nicht mit dem Thema auseinandergesetzt?


Die haben eben dieses Ministerium.

Ich würde nun versuchen herauszufinden, was das genau tut und inwiefern es das Leben der Menschen wirklich verbessert.

Wenn man arm aber glücklich ist, ist man durchaus besser dran als reich und depressiv.

Du hast aber recht, ich wage das für Bhutan mal zu bezweifeln!

ts66
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26.07.2013 - 10:16 Uhr
ts66

Interpolation sagte:
ts66 sagte: Warum kommt Buthan vor in einem Text über Glück? Haben sich die Autorin oder die Protagonisten denn nicht mit dem Thema auseinandergesetzt?


Die haben eben dieses Ministerium.

Ich würde nun versuchen herauszufinden, was das genau tut und inwiefern es das Leben der Menschen wirklich verbessert.


Ganz ohne Sachkenntnis: Ich vermute mal, das Glücksministerium tut so viel für das Glück der Menschen, wie sich das Wahrheitsministerium um die Wahrheit und das Verbraucherschutzministerium um due Verbraucher kümmert.

Interpolation sagte:
Wenn man arm aber glücklich ist, ist man durchaus besser dran als reich und depressiv.

Du hast aber recht, ich wage das für Bhutan mal zu bezweifeln!


Glücklich sein und arm muss kein Widerspruch sein. Aber bin ich wirklich glücklich, wenn ich morgen vielleicht plötzlich nur noch halb so viel Reis auf dem Teller habe, obwohl es heute auch nur ausreichend ist. Bin ich glücklich, wenn ich den Gedanken ans Morgen einfach ignoriere?

Ich halte das für eine schrecklich naive Vorstellung.

Mit den viel reicheren, aber unglücklichen Menschen, die ich kenne, möchte ich aber auch nicht teilen. :-)

Gluecksminister
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Mag ich Mag ich nicht

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26.07.2013 - 10:37 Uhr
Gluecksminister

ts66 sagte:
Die nächsten beiden Irgendwasmitmedienstudenten! Wunderbar!


Hi ts66, "irgendwasmitmedien" stimmt nur bedingt, wir studieren Kommunikationsdesign, das bedeutet, dass wir multimedial durch Design kommunizieren. Film, Foto, Illu, Editorial und Typografie ist alles vertreten und man kann individuell seine Schwerpunkte setzen. Im Masterstudiengang haben wir uns auf Markenmanagement, Kampagnenführung und Designprozesse spezialisiert.

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26.07.2013 - 10:44 Uhr
Gluecksminister

Interpolation sagte:

Aber die Begriffe sind so schwammig definiert, das man sie mit nahezu allem behaften könnte.

Woran sollen wir das messen? Wie macht Bhutan denn das? Und sind die Leute in diesem Königreich (!) wirklich glücklicher als anderswo?


Das Wort Glück ist in der Tat schwammig und im Deutschen leider mehrdeutig. Wir konzentrieren uns hier nicht auf das kurzfristige, zufällige Glück, sondern auf das generelle, die Lebenszufriedenheit und /-qualität, deshalb ist im Namen unseres Ministeriums das "Wohlbefinden" noch mit dabei.

Wir sagen nur, dass wir uns ein Beispiel an Bhutan nehmen, den Fokus mal wieder neu zu setzen. Uns nicht immer nur auf wirtschaftliches Wachstum zu konzentrieren, sondern wieder andere – die wichtigen – Werte in den Mittelpunkt zu rücken: Unser aller (Glück und) Wohlbefinden.
Dass man das System Bhutans nicht 1:1 auf Deutschland adaptieren kann, ist völlig klar – wir möchten wie im Artikel beschrieben, in erster Linie zum Diskutieren anregen. Wie wäre es, wenn es solch ein Ministerium gäbe? Was müsste sich ändern? Welche Aufgaben würde es übernehmen? Was macht uns glücklich und was brauchen wir für ein gutes Leben?

In Bhutan gibt es alle 2 Jahre eine große Volksumfrage zur generellen Lebensumfrage. Diese ist sehr ausführlich und genau (ab dem 01.08. läuft "What happiness is" in deutschen Kinos an, ein Dokumentarfilm über diese Glücksumfrage dort!), anhand dieser Antworten berät die Happiness Commission die Regierung und unterzieht politische Entscheidungen einer Art Glückscheck, ob sie auch mit dem Wohlbefinden der Bevölkerung kompatibel sind oder ob sie adaptiert werden müssen.
Und diesen Ansatz finden wir eben interessant! Wieder mehr Wert auf die Meinungen der Bürger legen, miteinbeziehen und eben nicht immer nur nach dem BIP, sondern vielleicht auch mal nach einem sogenannten BNG (Bruttonationalglück) handeln. ;)

ts66
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Mag ich Mag ich nicht

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26.07.2013 - 13:41 Uhr
ts66

Gluecksminister sagte:
ts66 sagte:
Die nächsten beiden Irgendwasmitmedienstudenten! Wunderbar!


Hi ts66, "irgendwasmitmedien" stimmt nur bedingt, wir studieren Kommunikationsdesign, das bedeutet, dass wir multimedial durch Design kommunizieren. Film, Foto, Illu, Editorial und Typografie ist alles vertreten und man kann individuell seine Schwerpunkte setzen. Im Masterstudiengang haben wir uns auf Markenmanagement, Kampagnenführung und Designprozesse spezialisiert.


Der Archetyp des Irgendwasmitmedien schlechthin also. Und so wirkt auch das alles auch sehr oberflächlich.

Interpolation
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Mag ich Mag ich nicht

1

26.07.2013 - 16:05 Uhr
Interpolation

Gluecksminister sagte: Hi ts66, "irgendwasmitmedien" stimmt nur bedingt, wir studieren Kommunikationsdesign, das bedeutet, dass wir multimedial durch Design kommunizieren. Film, Foto, Illu, Editorial und Typografie ist alles vertreten und man kann individuell seine Schwerpunkte setzen. Im Masterstudiengang haben wir uns auf Markenmanagement, Kampagnenführung und Designprozesse spezialisiert.


Naja, ist denke ich das, was @ts66 meinte...

Und worin besteht nun die Bedingung? Das ist exakt das, was sich eine Lena-18-irgendwas-mit-medien-Abiturientin so vorstellt.

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Mag ich Mag ich nicht

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26.07.2013 - 16:13 Uhr
Interpolation

@ts66
Ich glaube, es gibt hier keine Korrelation, allenfalls eine Bedingung des Minimums. D.h. unterhalb einer bestimmten Armutsgrenze, z.B. wenn es konsequent am Nötigsten fehlt, kann man nicht oder nur sehr schwer wirklich glücklich sein.

Ansonsten hat das aber nicht viel miteinander zu tun!

Glück und Zufriedenheit sind reine Gewohnheitssache! Es sind Gefühle.

Ich fühle mich zufrieden, wenn ich mir vorgenommen habe, im Garten Gemüse zu pflanzen oder zu ernten und es gut geklappt hat. Ich bin glücklich, wenn ich verliebt bin und es hat mit der Beziehung dann geklappt.

Gewöhne ich mich an diese Zustände, sind andere Dinge nötig, um Glück und Zufriedenheit zu empfinden.

Der Arbeitslose Busfahrer freut sich sicher über einen neuen Job, aber nach einiger Zeit gehen ihm die Schulkinder und penetrant riechenden Fahrgäste auch wieder auf die Nerven.

Das kann man bis zu einem gewissen Grad nach unten oder nach oben treiben.

Und hier ist die Krux des Reichen: der Grenznutzen des Geldes ist irgendwann gegen 0. Das heißt, wenn er 100.000 Euro mehr hat, ist das für sein Leben kein Unterschied, wohingegen das für viele Leute wohl alles zum Positiven umkrempeln könnte.

Er hat sich aber daran gewöhnt und damit nichts Realistisches mehr, wonach er streben kann.

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