20.03.2013 - 15:51 Uhr

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Mit jetzt.de Geld verdienen

Text: michax in Tagebuchschreiber (1125)

Ich hatte es mir schwieriger vorgestellt. Aber es hat wirklich geklappt. Klappt immer noch. Meine Texte, die ich einst für die freie Verwendung und Verbreitung in dieser Community geschrieben habe, lassen sich auch verkaufen.


An anderer Stelle habe ich ja bereits einen Lobgesang auf die neuen Möglichkeiten des Selbstverlegens gesungen. Es ist aber nicht nur generell eine gute Zeit für kreative Menschen, sondern auch ganz konkret für die fleißigen Schreiber unserer Community. Probiert es einfach aus. Erstellt aus Euren liebsten Texten ein eBook und stellt es bei Amazon zum Verkauf. Was könnt Ihr verlieren?


Eine großartige Besonderheit an eBooks ist ja, dass es keine Normen mehr gibt. Man kann auch mal ein kürzeres Buch erstellen, vielleicht nur eine Kurzgeschichte oder eben eine Sammlung von einigen Tagebuch-Texten. Ich habe mir einige meiner alten Texte rausgesucht, mir ein schönes Cover erstellen und den Text von Freiwilligen in meinem Blog gegenlesen lassen. Viel mehr war nicht notwendig. Einige Texte sind dann noch rausgeflogen. Ich hab einen weiteren geschrieben, um das eBook auch als Werbung für meinen Roman „Soap“ nutzen zu können. Und fertig war das eBook „Irgendwas ist immer“.






Der Clou war nun, dass man bei Amazon mit einem eBook am sogenannten „Select-Programm“ teilnehmen kann. Das ermöglicht es einem, sein eBook für einige Tage kostenlos anzubieten. Wenn man das macht und es auf entsprechenden Kostenlose-eBooks-für-alle-Seiten anbietet (hier gibt es eine Liste solcher Seiten), dann passiert Erstaunliches: In meinem Fall wurde „Irgendwas ist immer“ innerhalb von vier Tagen mehr als 6000 Mal kostenlos runtergeladen! Ja, 6000 Mal! Natürlich lesen die das nicht alle, aber dafür war das Buch nun in diversen Charts und Listen auf Amazon präsent. So präsent, dass es sich seitdem innerhalb von drei Wochen mehr als 200 mal verkauft hat und zudem 70 mal verliehen wurde. Für beides bekommt man bares Geld. In meinem Fall - ich biete das eBook für nur 1,11 Euro an - bekomme ich pro Verkauf 38 Cent. Und pro Leihe mindestens 1,50 Euro - denn die Bezahlung für die Leihe erfolgt unabhängig vom Verkaufspreis für alle Bücher gleich.


Soll heißen: Ich hab nebenbei fast 200 Euro verdient. Mit alten Texten von jetzt.de. Und auch wenn die guten Verkäufe der ersten Wochen etwas nachlassen, kommen jeden Tag weitere Verkäufe hinzu. Man kann natürlich nicht garantieren, dass das mit jedem eBook klappen würde, aber wie ich schon sagte: Was kann man verlieren? Also auf! 



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21 Kommentare
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querspieler
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Mag ich Mag ich nicht

2

20.03.2013 - 16:06 Uhr
querspieler

Interessant! Und danke, dass du deine Erfahrungen damit so offen teilst.

michax
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Mag ich Mag ich nicht

0

20.03.2013 - 16:27 Uhr
michax

querspieler sagte:
Interessant! Und danke, dass du deine Erfahrungen damit so offen teilst.


Warum auch nicht? Bei den Tagebuchtexten habe ich hier sicher intimere Sachen geteilt. :)

Wer übrigens noch mehr über dieses eBook oder auch meinen anderen Erfahrungen mit dem Selbstverlegen wissen will, findet haufenweise Berichte und Zahlen in meinem Blog: http://michaelmeisheit.de

unangepasste
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21.03.2013 - 06:20 Uhr
unangepasste

Ich verfolge das schon länger gespannt.
Was ich mich aber frage: Ich habe ja sämtliche Rechte an jetzt.de-Texten verloren, sobald ich sie einstelle, und kann sie meines Wissens auch durch Löschen nie zurückbekommen.
Wie hast du das geregelt? Nicht, dass mir meine alten Texte alle so viel wert wären, Geld verdienen wie du kann ich damit sicher nicht, aber es gibt doch den ein oder anderen, bei dem ich mir die Rechte manchmal zurück wünschen würde.

JoergAuch
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21.03.2013 - 08:38 Uhr
JoergAuch

unangepasste sagte:
Ich verfolge das schon länger gespannt.
Was ich mich aber frage: Ich habe ja sämtliche Rechte an jetzt.de-Texten verloren, sobald ich sie einstelle, und kann sie meines Wissens auch durch Löschen nie zurückbekommen.

Das stimmt nicht. Du hast nur sowas wie eine Lizenz an jetzt.de gegeben. Das Urheberrecht liegt nach wie vor bei dir.

speerspitze
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21.03.2013 - 09:01 Uhr
speerspitze

amazon unterstütze ich nicht. die zahlen keine steuern in d-land, nutzen aber gleichzeitig hier sämtliche infrastruktur, ohne sich an deren finanzierung und instandhaltung zu beteiligen.

trotzdem, dir weiterhin viel erfolg mit dem elektronischen buch. 200 euro ist ja immerhin was. ca. 40 päckchen ziggis.

michax
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21.03.2013 - 09:57 Uhr
michax

JoergAuch sagte:
unangepasste sagte:
Ich verfolge das schon länger gespannt.
Was ich mich aber frage: Ich habe ja sämtliche Rechte an jetzt.de-Texten verloren, sobald ich sie einstelle, und kann sie meines Wissens auch durch Löschen nie zurückbekommen.

Das stimmt nicht. Du hast nur sowas wie eine Lizenz an jetzt.de gegeben. Das Urheberrecht liegt nach wie vor bei dir.


Genau. Du hast keine Rechte "weggeben", sondern nur jetzt.de bzw. dem Süddeutschen Zeitungsverlag das Recht eingeräumt, mit Deinen Texten mehr oder weniger zu machen, was sie wollen. Also rein theoretisch könnten sie zeitgleich auch so ein Büchlein herausgeben. Machen sie aber nicht. Bisher zumindest. :) Du hast trotzdem noch alle Rechte an allen Texten, weil nirgendwo steht, dass sie sie EXKLUSIV haben!

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21.03.2013 - 10:01 Uhr
michax

speerspitze sagte:
amazon unterstütze ich nicht. die zahlen keine steuern in d-land, nutzen aber gleichzeitig hier sämtliche infrastruktur, ohne sich an deren finanzierung und instandhaltung zu beteiligen.

trotzdem, dir weiterhin viel erfolg mit dem elektronischen buch. 200 euro ist ja immerhin was. ca. 40 päckchen ziggis.


Amazon macht mich tatsächlich auch nicht in allen Punkten glücklich. Ich hab dazu mal ausführlich gebloggt, falls es Dich interessiert: http://michaelmeisheit.de/2013/02/27/ama...

pitz
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21.03.2013 - 11:31 Uhr
pitz

Wieviel Zeit hast Du denn aufgewendet, um das eBook zusammenzustellen und zu verwalten?

michax
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21.03.2013 - 12:09 Uhr
michax

pitz sagte:
Wieviel Zeit hast Du denn aufgewendet, um das eBook zusammenzustellen und zu verwalten?


Kann man schwer genau beziffern, weil es ja auch viele kleine Aktivitäten zwischendurch gab. Aber richtig Arbeit habe ich mir vielleicht an zwei bis drei Wochen abends damit gemacht. Texte alle noch mal lesen, auswählen, überarbeiten. Dann die Testleserunde organisieren (dabei gab es dann viel Mail- und andere Kleinarbeit). Und dann natürlich der technische Schritt, ein vernünftiges eBook draus zu machen. Cover, Layout, Online-stellen. Ein richtig guter Stundenlohn ist es sicher noch nicht, aber gerade gestern wurden auch wieder zehn Bücher verkauft ...

pitz
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21.03.2013 - 12:11 Uhr
pitz

Hm, danke!

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