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octopussy
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Mag ich Mag ich nicht

0

18.03.2013 - 19:26 Uhr
octopussy

sie sieht aber auch scheissegut aus auf dem Bild. Der Look steht ihr. Viel besser als das blonde Mädchendings. Wobei sie als Marilyn Monroe auch überzeugt hat.

Und ja: so Ethnolook is doch nicht neu? Wenn sie jetzt echte Indianerkleidung als Mode tragen würde, dann wäre das nicht OK, aber so kann man es eben doch auch als gutes Zitat ansehen. Hm.

the-wrong-girl
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Mag ich Mag ich nicht

1

18.03.2013 - 20:01 Uhr
the-wrong-girl

bin unsicher. vielleicht die haare weglassen?

merkwürdig aber, dass frau hopkins sich dagegen ausspricht und im gleichen moment von rasse spricht.

Merete
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Mag ich Mag ich nicht

1

18.03.2013 - 21:43 Uhr
Merete

Sabine Resch kann die Vehemenz, mit der sich die amerikanischen Ureinwohner gegen eine Vereinnahmung durch Modedesigner wehren, nicht nachvollziehen: „Es kommt immer wieder vor, dass in der Mode gemusterte Stoffe, die bestimmten Ethnien zugeordnet werden, entdeckt und verwendet werden. Ich finde, das tut den ethnischen Gruppen letztendlich gut, dass sie dadurch wahrgenommen werden und möglicherweise auch davon dann leben können. Im Prinzip sei die Vereinnahmung der indianischen Ästhetik nichts anderes als das, was man jedes Jahr auf dem Oktoberfest erlebe: Auch dort dürften die Leute im Prinzip nicht mit den schlecht nachgemachten trachtenähnlichen Klamotten herumlaufen, wenn es nach den Ansichten von Trachtenerhaltungs-Vereinen gehe. Aber kein Mensch fragt die Vereinstrachtler nach ihrer Meinung, bevor er sich eine Billig-Lederhose aus dem Discounter anzieht.

Ja nee, natürlich kann sie sich das nicht vorstellen, hat sie wohl auch keine Lust zu mit dieser "Mode darf alles Attitüde".
Im Gegensatz zu den Bayern, Franken oder anderen Trachtenträgern wurde an den Indianern ein Genozid verübt. Bis heute leiden große teile der indigenen Bevölkerung der USA unter diesen Folgen. Wirtschaftliche Vorteile von der Verwendung von Mustern und Attributen haben nur die Konzerne, da die indianischen Stämme kein Copyright oder ähnliches haben. Ja, die dürfen sich in den USA darüber aufregen. Und ja, man kann in den USA auch diskutieren, in welchem Ausmaß Empörung angebracht ist und ab wann es an Hysterie grenzt. Wenn "Rassismus!" geschrieben wird, wenn Kinder sich als Indianer verkleiden, dann kann man sich nur an den Kopp packen. Aus Sicht einer deutschen Modetussi ist die Kritik an der Kritik nur eine blöde, herablassende Haltung. "Sollen die Indianer doch dankbar sein, dass wir ihre Kultur für eine weitere Runde Modezirkus verwursten."
Die Auseinandersetung mit diesen Kulturen geht über das Klauen von Symbolen und Mustern nicht hinaus. Sonst wüssten die Modehersteller vieleicht, dass manche Muster und Kleidungsstücke wie die Federkrone heilige Symbole sind, die mit Riten und Taboos verbunden sind. Und der Vergleich mit der Kunst hinkt, da die meisten Künstler, wenn sie mit der Verwendung von religiösen Symbolen provozieren (Piss Jesus zum Beispiel) dies nach einer Auseinandersetung mit dem Thema machen und dies zumeist auch in der eigenen Kultur unternehmen und nicht an anderen Kulturen, von denen sie keine Ahnung haben. Und Mode ist nicht Kunst. Mode ist Kommerz. Sich die Freiheit der Kunst rauszunehmen ist da schon eine ganz eitle Überschätzung. Eine Kultur als Requisitenkasten für die eigene Fantasielosigkeit zu verwenden und somit auf Folklore zu reduzieren und sich überd ie Kritik daran aufzuregen ist einfach nur dumm.

the-wrong-girl
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-2

18.03.2013 - 21:46 Uhr
the-wrong-girl

bin mir jetzt sicher.
danke @merete.

Merete
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Mag ich Mag ich nicht

0

18.03.2013 - 21:50 Uhr
Merete

und die diskussion um red-face oder black-face in modemagazinen entzündet sich ja auch daran, dass es zig nicht-weiße models gibt - diese werden aber nicht gebucht. statt dessen werden weiße models auf ethnisch geschminkt, um ethnisch angehauchte mode an exotischen orten zu fotografien. die echte bevölkerung ist dann hintergrunddeko. schöne kolonialistische tradition. farbige models werden für werbeanzeigen oder fotostrecken so weit mit bildbearbeitungsprogrammen aufgehellt, bis sie kaukasisch aussehen. in ländern wie den usa fällt dies natürlich besonders auf und bietet anlass zu diskussionen, die hier einfach nicht (oder noch nicht?) geführt werden.

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Mag ich Mag ich nicht

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18.03.2013 - 21:58 Uhr
Merete

the-wrong-girl sagte:
bin unsicher. vielleicht die haare weglassen?

merkwürdig aber, dass frau hopkins sich dagegen ausspricht und im gleichen moment von rasse spricht.

übersetzungsproblem, für das es eigentlich keine lösung gibt - "race" hat in den usa anderen konnotationen als bei uns der rassenbegriff.

the-wrong-girl
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Mag ich Mag ich nicht

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18.03.2013 - 22:02 Uhr
the-wrong-girl

hm war mir da nicht sicher. mit der usa kenn ich mich nicht aus. großbritannien ist der begriff höchstproblematisch. wird auch in der soziologie so gesehen und ich meinte das war mehr oder weniger nationen/sprachübergreifend.

Merete
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Mag ich Mag ich nicht

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18.03.2013 - 22:10 Uhr
Merete

the-wrong-girl sagte:
hm war mir da nicht sicher. mit der usa kenn ich mich nicht aus. großbritannien ist der begriff höchstproblematisch. wird auch in der soziologie so gesehen und ich meinte das war mehr oder weniger nationen/sprachübergreifend.

ich meinte es auch eher im sinne als dass es noch aktiver im sprachgebrauch ist ohne sofort im sinne von rassenlehre benutzt zu werden. bei formularen kann es auftauchen - dann schreibt man caucasian oder african american oder was auch immer rein.

the-wrong-girl
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Mag ich Mag ich nicht

0

18.03.2013 - 22:14 Uhr
the-wrong-girl

ok das mag sein. aber ich muss mich da trotzdem wundern, dass eine anwältin für stammesangelegenheiten gebraucht. v.a. in dem zusammenhang, wo sie etwas anderes als rassistisch empfindet.

suburbankid
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Mag ich Mag ich nicht

3

19.03.2013 - 08:14 Uhr
suburbankid

hipster, hipster, hipster. und dann - bämm - kesha.

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