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strikingback
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Mag ich Mag ich nicht

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23.02.2013 - 15:59 Uhr
strikingback

Naja, die letzte "Bewegung" is schon ne Weile her, immerhin warn beim Bildungsstreik 2009 so an die 300.000 Leute auf der Straße, das waren mehr als nach Fukushima. Im Winter des Jahres 2009 dann nochmal so an die 100.000 und ausgehend von Österreich überall Uni-besetzungen.

Gebracht hats nicht wirklich was (Überraschung!), also die Unis sind nach wie vor unterfinanziert, Bologna-Prozess ist genauso übel wie eh und jeh, nur hat die damalige Studi-generation eben mittlerweile ihren Abschluss und die Schüler und Schülerinnen von damals dürften durch diese Erfahrung etwas ernüchtert worden sein, schon in jungen Jahren, was aber nicht das Schlechteste sein muss. Aktuell gibts positive Entwicklungen in Bayern, die fast 7 Jahre nach den legendären Autobahn- und Bahnhofbesetzungen in Hessen (2006) nun auch bald endlich wieder kostenfrei studieren können. Schon krass, dass das so lange gedauert hat. Einige von 2009 (und davor) hats wohl auch zu den Piraten verschlagen. Rot-Grün führt Gemeinschaftsschulen ein (BaWü) und schafft das Sitzenbleiben ab (Nidersachsen), na immerhin.

Besetzungen kommen in Hessen anscheinend gerade wieder etwas in Mode, einerseits bzgl. IVI, andererseits in Marburg neulich wegen der studentischen Wohnungsnot.

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_47618965

Ansonsten sollte man sich daran erinnern, das heute wie damals (68) immer nur eine Minderheit aktiv was gemacht hat, die Unterschicht an der Uni weiterhin unterrepräsentiert ist (über 80% an den Unis rekrutiert sich aus Ober- und Mittelschicht), demzufolge sich die Kids der Oberschicht ganz bestimmt nicht beschweren (worüber auch?) und der Rest aus der Mittelschicht will selbst nach oben oder studiert Lehramt, Informatik oder BWL.

Studium a la Bolognese heißt in so fern, nicht aufmucken und schnell durchziehen, sonst müsste man ja noch längere Zeit an diesem grauenhaften Ort verweilen, zu dem "die deutsche Hochschule" mutiert ist, sei es nun FH oder Uni. Danach werden Kinder in die Welt gesetzt und von morgens bis abends das Hamsterrad bedient, da bleibt keine Zeit mehr für politisches Engagement, die sog. "Wutbürger" sind ja anscheinend mehrheitlich auch eher ältere Semester jenseits der 50.

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