Neue Magazin-Texte:
Meldung



Hier kannst du die Netiquette lesen.

Um kommentieren zu können, musst du eingeloggt sein.

Alle Kommentare anzeigen

MojoMenges2
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

4

12.02.2013 - 10:56 Uhr
MojoMenges2

afrirali sagte:
schöner text hierzu:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/de...


Der Artikel ist interessant, der letzte Absatz vor allem hat es in sich:

Die ganze Passage ist nicht nur deswegen so traurig, weil man Mitleid bekommt mit dem armen Mädchen, das die Mutter anscheinend zu einer widerlichen kleinen Streberin erziehen will, während der Junge schon gemerkt hat, dass es ein Recht auf Widerstand gibt. Es ist auch deswegen so schrecklich, weil sich gerade in diesem kleinen Ausschnitt so deutlich offenbart, dass, was Hanna Rosin für das Neue hält, in Wirklichkeit das uralte Geschlechterverhältnis ist. Während die Mädchen streben, üben sich die Jungen im Widerspruch. Während sich die Frauen anpassen, gehen die Männer angeln und träumen dabei. Während die Frauen die Gebrauchsanweisungen der Gesellschaft auswendig lernen, ignorieren die Jungen sie, was, wie wir gelernt haben, immer die Voraussetzung für das Neue ist. Und genau davon, vom Erfinden, Entdecken, Erschaffen, spricht Hanna Rosin aber nie.

Mädchen, möchte man da rufen: Vergesst Hanna Rosin! Geht angeln, geht spielen, damit fängt es an.

izzy_bizzy
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.02.2013 - 11:50 Uhr
izzy_bizzy

Mehr Männer in Lehrerberufen würde das "Problem" lösen.

JoergAuch
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

12.02.2013 - 12:16 Uhr
JoergAuch

Wahr, aber nicht neu. Dass heutige Schulen eigentlich Schulen für Mädchen sind, die auch von Jungen besucht werden dürfen (die Schulen, nicht notwendigerweise auch die Mädchen), ist doch eine Binsenweisheit.

chrinamu
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

12.02.2013 - 12:29 Uhr
chrinamu

@MojoMenges2:

Schönes Zitat! und das Perfide ist ja, dass deswegen die Mädchen, die in der Schule so viel mehr Erfolg haben, später dann gute und fleißige Assistentinnen werden. Die träumenden Jungs werden dann Chefs...

MojoMenges2
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

3

12.02.2013 - 13:08 Uhr
MojoMenges2

chrinamu sagte:
@MojoMenges2:

Schönes Zitat! und das Perfide ist ja, dass deswegen die Mädchen, die in der Schule so viel mehr Erfolg haben, später dann gute und fleißige Assistentinnen werden. Die träumenden Jungs werden dann Chefs...


Zum Beispiel ...

Also, mein Gefühl sagt mir nunmal ständig, dass wir bei der Gender-Debatte noch nicht am berühmten "Springenden Punkt" angelangt sind - weder im öffentlichen Raum, im Politischen, noch in der Forschung. Die Denkweise ist noch zu eindimensional. D.h. wir reduzieren das Thema auf die Macht- und Ressourcenverteilung, was natürlich Forderungen nach z.B. gesetzlichen Quoten, Sanktionen und gesellschaftlichen Schutzmechanismen für Frauen in Gang setzt. Aber das sind nunmal die Normallösungen in einer patriarchalen Welt. Frauenrechtler würden sicher sagen: "Jawohl! Die Männer mit ihren eigenen Waffen schlagen!"

Das eigentliche Ziel (wie ich es definieren würde), nämlich die Herstellung einer Geschlechtergerechtigkeit, eines Geschlechterkonsenses, der für beide Geschlechter (und allen Variationen von Geschlecht) die größtmögliche Entwicklungs- und Entfaltungsfreiheit erzeugt, wird dabei m.E. von den allermeisten überhaupt nicht ernsthaft verfolgt. Es geht um Macht. Um Besitzstände. Um Gerechtigkeit. Die gute, alte sozialistische Denke ....

... ich glaube, damit ändern wir kein System, wir tauschen im Wesentlichen nur die Köpfe aus.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit ;-)

ts66
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.02.2013 - 14:16 Uhr
ts66

MojoMenges2 sagte:

Das eigentliche Ziel (wie ich es definieren würde), nämlich die Herstellung einer Geschlechtergerechtigkeit, eines Geschlechterkonsenses, der für beide Geschlechter (und allen Variationen von Geschlecht) die größtmögliche Entwicklungs- und Entfaltungsfreiheit erzeugt, wird dabei m.E. von den allermeisten überhaupt nicht ernsthaft verfolgt. Es geht um Macht. Um Besitzstände. Um Gerechtigkeit. Die gute, alte sozialistische Denke ....

... ich glaube, damit ändern wir kein System, wir tauschen im Wesentlichen nur die Köpfe aus.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit ;-)


Manche Beiträge verharren so sehr im umbestimmten, dass sie kaum als Diskussionsgrundlage taugen. Was sollemn denn Gesclhechtergerechtigkeit und Geschlechterkonsens deiner Meinung nach aussehen? Und was soll denn an an Besitzständen oder Machtstreben sozialistisch sein? Das gibt es in allen Gesellschaftsformen...

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.02.2013 - 14:36 Uhr
ts66

chrinamu sagte:
@MojoMenges2:

Schönes Zitat! und das Perfide ist ja, dass deswegen die Mädchen, die in der Schule so viel mehr Erfolg haben, später dann gute und fleißige Assistentinnen werden. Die träumenden Jungs werden dann Chefs...


Diese Theorie habe ich ja auch schon länger. Das ist so ähnlich, wie mit den "gut ausgebildeten Fachkräften" in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Letztlich stecken dahinter dann nämlich Ausbildungen, die konsequent am Arbeitsmarkt vorbei entwickelt sind. Mit den entsprechenden Konsequenzen.

Letztlich kommt es halt weniger auf den Abschluss oder die Noten an, sondern darauf, was man kann.

jurette_
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

-2

12.02.2013 - 15:34 Uhr
jurette_

ts66 sagte:
melancholieunduebermut sagte: "auch jungen sind vom sexismus betroffen mimimi" kommentar in 3-....2-.....1-....Ist auch voll gemein dass die versuchen einem das Opfermonopol wegzunehmen!



Steht doch schon im text, oder?

ts66
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

1

12.02.2013 - 20:00 Uhr
ts66

jurette_ sagte:
ts66 sagte:
melancholieunduebermut sagte: "auch jungen sind vom sexismus betroffen mimimi" kommentar in 3-....2-.....1-....Ist auch voll gemein dass die versuchen einem das Opfermonopol wegzunehmen!



Steht doch schon im text, oder?


Was?

rabidrabbit
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

16.02.2013 - 12:38 Uhr
rabidrabbit

MojoMenges2 sagte:
afrirali sagte:
schöner text hierzu:

[link=http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/de...
]http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/de...

Der Artikel ist interessant, der letzte Absatz vor allem hat es in sich:

Die ganze Passage ist nicht nur deswegen so traurig, weil man Mitleid bekommt mit dem armen Mädchen, das die Mutter anscheinend zu einer widerlichen kleinen Streberin erziehen will, während der Junge schon gemerkt hat, dass es ein Recht auf Widerstand gibt. Es ist auch deswegen so schrecklich, weil sich gerade in diesem kleinen Ausschnitt so deutlich offenbart, dass, was Hanna Rosin für das Neue hält, in Wirklichkeit das uralte Geschlechterverhältnis ist. Während die Mädchen streben, üben sich die Jungen im Widerspruch. Während sich die Frauen anpassen, gehen die Männer angeln und träumen dabei. Während die Frauen die Gebrauchsanweisungen der Gesellschaft auswendig lernen, ignorieren die Jungen sie, was, wie wir gelernt haben, immer die Voraussetzung für das Neue ist. Und genau davon, vom Erfinden, Entdecken, Erschaffen, spricht Hanna Rosin aber nie.

Mädchen, möchte man da rufen: Vergesst Hanna Rosin! Geht angeln, geht spielen, damit fängt es an.


Bester Kommentar zu dem ganzen "Ende der Männer"-Gedöns der letzten Zeit. Auf den Punkt.

Zurück Seite 1 2

Alle Kommentare anzeigen

Süddeutsche Zeitung

Dieser Text stammt aus der Süddeutschen Zeitung. Teste Deutschlands große Tageszeitung jetzt zwei Wochen kostenlos und unverbindlich: hier klicken!