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francinefrancoise
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Mag ich Mag ich nicht

1

21.12.2012 - 19:15 Uhr
francinefrancoise

tja, ja, damit haben die energiekonzerne jursitisch wohl recht. was hier gemacht wurde, war eine rechtswidrige enteignung.

die energiewende insgesamt scheint derzeit noch eine farce. vor allem unsozial wird sie gehandhabt. via EEG subventionieren beispielsweise geringverdiener und hartz-4-empfänger den gut situierten eigenheimbesitzern die solaranlage auf dem dach.

dämmung mit styropor entpuppt sich bei hausbränden als hochgefährlicher brandbeschleuniger. die zu thermoskannen umfunktionierten häuser neigen zur schimmelbildung im inneren.

hochsee-windparks stehen still, weil der netzausbau nicht vorankommt. erneuerbare energien, aber bitte keine stomleitungen vor meiner haustüre!

etc...etc..alles mit zu heißer nadel gestrickt.

und: ich glaube noch nicht wirklich daran, dass sich ein hochentwickeltes industrieland, exportweltmeister, mittels windrädchen sicher mit elektrischer energie versorgen lässt.

vielleicht kommt es ja nochmal so weit, dass nicht die ein- oder andere laufzeit für manches atomkraftwerk doch nochmal verlängert wird? kohle- und gaskraftwerke können ja aufgrund ihres co-austoßes ebenfalls keine wirkliche alternative sein.

Mandelbrote
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1

22.12.2012 - 01:52 Uhr
Mandelbrote

Und alle im Takt:
KERN
FU
SION

Danke. Woran es wohl liegt, dass dieser feuchte Traum von einem Kraftwerk die Öffentlichkeit nicht interessiert?

miNority
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22.12.2012 - 13:08 Uhr
miNority

Mhh.
Dazu hätte ich Fragen:
- Der Atomausstieg ist ja auch verlängert worden.
Kann man nicht begründen, dass dies eine Fehlentscheidung war, die wiederrufen werden MUSS und aus welcher man keine Rechte mehr beziehen kann?
- In Sachen Entlagerung bzw. Transport zu diesem zahlt der Staat kräftig mit.
Wäre es nicht möglich Druck auf die Firmen auszuüben, indem man droht diese "indirekten Subventionen" zu streichen?
- Kleine Frage an die Physikerin Angela Merkel: Hat sie denn tatsächlich nach Fukushima nochmal alle alten Bücher aus der Studienzeit durchgeguckt und erst dann festgestellt, dass Atomenergie nicht länger tragbar ist?
- @Mandelbrot: Zur Kernfusion: Soweit ich mich erinnere, wird ein Projekt (ZERN o.ä.) stark von Deutschland unterstützt.
Aber es gab immer ein Problem dabei, tatsächlich Energie zu gewinnen - wurde das jetzt schon gelöst?
Sonst würde es mich wenig wundern, wenn da nichts weiter berichtet wird.
Du hast aber schon recht, das wäre schon fast zu schön um wahr zu sein, da bei Kernfusion nach der Auswaschung quasi kein radioaktiver Müll entsteht.

Obiges sind alles Fragen, ich will auf keinen Fall behaupten, dass ich mich auskenne.
Sind aber alles Aspekte, die mir höchst fragwürdig vorkommen.
Ich habe ziemlich Schwierigkeiten damit, dass die Regierung an Firmen zahlen soll, die Müll produziert haben und denen bei der Entsorgung eben dieses Mülls stark geholfen wurde.

LazyMosquito
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22.12.2012 - 18:47 Uhr
LazyMosquito

fuckoff atomausstieg
energiekonzerne zerschlagen

aufklaerungsfantasie
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22.12.2012 - 20:12 Uhr
aufklaerungsfantasie

LazyMosquito sagte:
fuckoff atomausstieg
energiekonzerne zerschlagen


also wie jetzt. fuckoff atomausstieg, oder energiekonzerne zerschlagen? entweder das eine, ODER das andere. das widerspricht sich an dieser stelle ein wenig.

ansonsten finde ich die vorherrschende derzeitige öffentliche meinung über die energiekonzerne ein wenig manipuliert, billig und teils auch grundlegend falsch. im internet surfen, kochen und waschen und ggf. warmwasser wollen doch auch alle. und das möglichst billig. dass es nicht die großen energiekonzerne waren, die vorwiegendend den strom immer teuer machten, sieht man ja jetzt im zuge der energiewende. großkonzerne nehmen immer weniger ein, da die grosshandelspreise für deren produzierten strom sinken, die preise für den endverbraucher steigen aber stetig, aufgrund immer höherer steuern und wegen des EEG.

drolli
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23.12.2012 - 02:12 Uhr
drolli

Mandelbrote sagte:
Und alle im Takt:
KERN
FU
SION

Danke. Woran es wohl liegt, dass dieser feuchte Traum von einem Kraftwerk die Öffentlichkeit nicht interessiert?


Ahem. Ich bin Physiker und mich interessiert er auch nicht.

Als ich 12 Jahre als war fand ich die Idee der Kernfusion ja toll, aber wenn wir soviel Geld wie fuer die Entwicklung noetig ist, in Solid-state (solarzellen) und batterie/speicherentwicklung stecken hat das mehr Effekt.

Es gibt bei der Kernfusion leider ein paar schwer zu loesende Probleme. Und genau die Kombination dieser Probleme ist der Grund warum seit 50 Jahren der Durchbrich in der Kernfusion immer in 20 Jahren Abstand angekuendigt wird.

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-1

23.12.2012 - 02:24 Uhr
drolli

francinefrancoise sagte:
tja, ja, damit haben die energiekonzerne jursitisch wohl recht. was hier gemacht wurde, war eine rechtswidrige enteignung.

die energiewende insgesamt scheint derzeit noch eine farce. vor allem unsozial wird sie gehandhabt. via EEG subventionieren beispielsweise geringverdiener und hartz-4-empfänger den gut situierten eigenheimbesitzern die solaranlage auf dem dach.


weswegen von vornherein im EEG eine Anpassung vorgesehen war. Schoen dass schwarz-gelb die Verschlafen hat. Schwarz wegen der Bauern, die Solaranlagen besitzen und Gelb wegen der besserverdienenden.

dämmung mit styropor entpuppt sich bei hausbränden als hochgefährlicher brandbeschleuniger. die zu thermoskannen umfunktionierten häuser neigen zur schimmelbildung im inneren.


Bei schlechtt umgebauten Haeusern mag das sein. Die zur Schaustellung deiner Unkenntniss zum Thema waere nicht noetig gewesen. Ein ernsthafter Planer fuer einen Umbau wird die Luftfeuchte beruecksichtigen - welche uebrigens ueberhaupt nichts mit styropor zu tun haben sollte. Das abdichten sollte unabhaengig sein.

hochsee-windparks stehen still, weil der netzausbau nicht vorankommt. erneuerbare energien, aber bitte keine stomleitungen vor meiner haustüre!

etc...etc..alles mit zu heißer nadel gestrickt.


Hauptsaechlich weil schwarz-gelb ja den Konzernen zueliebe einmal hin und her wackeln musste damit sich auch ja keiner auf die Investitionen verlassen kann. Haette man gemuetlich dne Plan von rot-grune durchgezogen ohne die Investoren zu verunsichern, waere das schon weiter.

und: ich glaube noch nicht wirklich daran, dass sich ein hochentwickeltes industrieland, exportweltmeister, mittels windrädchen sicher mit elektrischer energie versorgen lässt.


Nein, aber mittels windraedchen, solarstrom, wasserkraft, gaskraftwerken und schnellem abschalten unoetiger verbraucher. Und mittels eines funktionierenden Marktes (aka "Kapazitaetsmarkt"). Und ganz wichtig: hohe strafen fuer das benuetzen der Notreserve (wie sollen sich gaskraftwerke lohnen wenn das nicht gegeben ist - siehe letzter Winter).

vielleicht kommt es ja nochmal so weit, dass nicht die ein- oder andere laufzeit für manches atomkraftwerk doch nochmal verlängert wird? kohle- und gaskraftwerke können ja aufgrund ihres co-austoßes ebenfalls keine wirkliche alternative sein.


Koehlkraftwerke nicht, gaskraftwerke schon.

francinefrancoise
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1

23.12.2012 - 07:10 Uhr
francinefrancoise

zu drolli: ich bin ja so froh, dass man im internet immer jemanden findet, der es NOCH besser weiss :)

wirst mir allerdings zustimmen, dass sich auf dem markt der "energieberater" viele schwarze schafe finden, da kein geschützer begriff, und dass eben nicht jedes sanierung gut geplant ist.

ansonsten ist die pr0- und kontra-debatte, was akw angeht, ideologisch, meist und wenig sachlich. von beiden seiten aus.

drolli
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0

23.12.2012 - 12:45 Uhr
drolli

francinefrancoise sagte:
zu drolli: ich bin ja so froh, dass man im internet immer jemanden findet, der es NOCH besser weiss :)


Nachdem ich deine Person der Grundgesamtheit der Bevoelkerung zuordnen muss weil deien Aussagen in ihrer Pauschalitaet darauf hinweisen, dass du kein Spezialist bist:

Ich arbeite in dem Bereich Gebauedeenergietechnik/Simulation Erneuerbarer Energien. Also: ja, wahrscheinlich weiss ich das sogar besser.

wirst mir allerdings zustimmen, dass sich auf dem markt der "energieberater" viele schwarze schafe finden, da kein geschützer begriff, und dass eben nicht jedes sanierung gut geplant ist.


Als jemand der im Bereich der energetischen Gebaeudesimulation/analyse arbeitet: Ja, leider. Eigentlich sollte man erwarten dass ein solches Buero mindestens einen Architekten dabei haben sollte udn state-of-the Art simulationen benuetzt, aber was wir beobachten ist dass es eher ein abhaken auf eine checkliste ist. An der Stelle ist allerdings auch ein bisschen der Kunde in der Verantwortung. Der weiss naemlich meist gar nichts ueber sein Gebauede und moechte gerne eine pauschalloesung praesentiert bekommen. Leider is in Dt aber jedes Gebaeude ein Unikat.

Was an einigen Wohngebaeuden gemacht wird moechte ich mit sinnlosem Aktionismus umschreiben. Und die Einsparpotentiale die da teilweise genannt werden finde ich mit einem Wuerfel genauer raus (der hat wenigstens keinen Bias in eine Richtung....). Das liegt daran dass im schlimmsten Fall die Beratung vom Heizungsinstallateur kommt. (der natuerlich einen erheblichen Bias in eine Richtung hat).

Mein Rat waere energetische Sanierungen an Gebaueden nur im Rahmen einer sowieso ueberfaelligen Sanierung machen zu lassen. Ohne naeher draufzuschauen kann man sagen dass sich die allermeisten baulichen Massnahmen monetaer nicht so recht lohnen werden. Was man allerdings machen kann sind Dinge die ohne bauliche Massnahme auskommen als da waeren:

-Steuerung des Heizungsystems modernisieren (Bedarfsgerecht heizen, spart auch Strom wegen umwaelzpumpe)
-Brenner modernisieren (Wirkungsgrad erhoehen)/Auf Pellets oder Gas gehen
-Pruefen lassen ob in der Waermeverteilung alles ok ist (oft genug ein Problem)

Die isolation des Gebaudes sollte man dann ueberholen wenn
-entweder sowieso eine renovierung angliegt oder
-ganz krasse Dinge offensichtlich sind.

An der Stelle kann man sagen dass wenn man eine bestimmte Massnahme jenseits der Norm ergreift das nur Sinn macht wenn man dann alles jenseits der Norm macht. Dreifachverglaste Fenster und besonders Dicke isolation helfen nicht viel mehr wenn das Problem die Luft ist die rund um die Uhr durch Gebaude pfeifft.

Wir lachen uns oft genug ueber bestimmte Publikationen die offenbar ohne zutun von Technikern oder Wissenschaftlern enstanden sind und im wesentlichenden neuesten Trend hypen sollen, schlapp, was da so behauptet wird.

ansonsten ist die pr0- und kontra-debatte, was akw angeht, ideologisch, meist und wenig sachlich. von beiden seiten aus.


Ja. Nur die eine Seite hat uns den Kohlepfennig und die Asse beschert.

Montagsgast
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23.12.2012 - 16:06 Uhr
Montagsgast

Schadensersatzklagen der "big Four" ist ganz einfach zu begegnen:

Erstens: Der staatliche "Schutz" der Atombetreiber durch eine Freistellung dieser von den Ewigkeitslasten der Atomkraft auf Kosten des Steuerzahlers wird mit sofortiger Wirkung beendet;
die Betreiber haben die "sichere" Entsorgung des inzwischen angefallenen sowie allen auch künftig anfallenden Atommülls nach dem Verursacherprinzip auf eigene Kosten und Verantwortung privat finanziert sicherzustellen, und zwar nach dem jeweiligen Stand der Technik;
die Sanierung des nachgewiesenermassen gesetzwidrig unsicher verbuddelten Atommülls in deutschen unterirdischen Zwischenlagern wird nach dem erweiterten Verursacherprinzip auf die bestehenden Atombetreiber umgelegt.

Zweitens wird, für den Rest der jeweils noch zugestandenen Laufzeiten, eine Einzelversicherungspflicht der Betriebsrisiken des jeweiligen Kraftwerks bei einem Haftpflicht- oder Rückversicherer mit sofortiger Wirkung festgestellt;
ohne Versichererbürgschaft keine Betriebsfortsetzung.
(Weil die Kernkraft ja so sicher ist, dürfte deren Versicherung ja auch eher ein Spaziergang sein, und ein Schnäppchen noch dazu)

Voilà: Schon sind die angedrohten Schadensersatzklagen Peanuts gegen die zu erwartenden Ersatzvornahmen des Bundes.

... und dann, dann sehen wir weiter.

Die Politik macht die Regeln, und die Wirtschaft hält sich dran.

Alles andere wäre kein demokratischer Rechtsstaat mehr.

(Mit der derzeit gültigen Regierungstruppe von Käuflingen wird das allerdings schwierig werden; zum Glück ist ja nächstes Jahr Bundestagswahl.
Da könnte man, wieder ein mal, die institutionalisierte Korruption der "marktgerechten Demokratie" abwählen.)

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