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alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

1

09.01.2013 - 10:35 Uhr
alcofribas

Versuche zu verstehen, was die Rechten für deinen Freund so attraktiv macht. Sind es die "neuen Freundschaften"? Ist er/sie vielleicht sogar in jemanden aus der Szene verliebt? Erst wer versucht auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen, kann auch glaubwürdig argumentieren.


Äh. Nein, Naziversteher haben noch nie was gelöst.
Außerdem wird ein 16-jähriger jedem was husten, der ihm sagt, dass er mit den "falschen" Leuten abhängt, egal ob das nun Nazis, Punks oder Kiffer sind. Wir waren alle auch mal 16. Und wer sich mit Exit genauer beschäftigt, zumindest mit Leuten, die aktiv aus der Nazi-Szene ausgestiegen sind, die haben das alle im "erwachseneren" Alter gemacht, als sie gecheckt haben, dass das, was mit 16 andere schocken und Outlaw sein war, mit 25 zu einem recht armen Würstchen ohne Freunde, ohne Job und ohne Perspektive führt. Jemand, der auf eine gewisse Weise verbohrt ist, wird sich nicht durch "Gelaber" von gutmeinenden Freunden bekehren lassen, sondern nur durch die Erfahrung, dass er irgendwann niemanden mehr hat außer seine Kumpels vom Chapter 88. Aber damit er da drauf kommt, brauchts eben klare Kante und kein Verständnis.

Wilberforce
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Mag ich Mag ich nicht

-2

09.01.2013 - 10:35 Uhr
Wilberforce

Ganz wichtig: Die neuen "Freunde" desjenigen nicht pauschal schlechtmachen. Das sind nämlich zu 90% erstmal auch nur arme, einsame Schweine, die aus Verzweiflung die scheinbare "Kameradschaft" bei den Rechten suchen. Und das merkt derjenige auch, und bezieht das Schlechtmachen dann auf sich.

Auch wichtig: An die eigene Nase fassen. Warum fühlt mein Klassenkamerad sich hier so scheiße, daß er zu Nazis geht? Am Ende wird er sonst rechtsradikal, nur weil ihm nie einer gesagt hat, daß er sich öfter duschen sollte. Oder so.

Ganz bescheuerter Tip: Dessen Eltern ansprechen. Die sind zu 100% selber Nazis, oder völlig überfordert mit der Welt, oder einfach nur schlechte Eltern. Wer Eltern oder Geschwister hat, auf die er sich verlassen kann, der sucht sich keine Aso-Freunde.

addictedToSleep
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Mag ich Mag ich nicht

3

09.01.2013 - 12:11 Uhr
addictedToSleep

Wilberforce sagte:
Wer Eltern oder Geschwister hat, auf die er sich verlassen kann, der sucht sich keine Aso-Freunde.


DAS halte ich allerdings auch fürn gerücht, oft mag es ja stimmen, dass jugendliche, die sich zur rechten Gesinnung hingezogen fühlen, aus soz. schwachen bzw. auch iq schwachen familien kommen, ist aber sicher nicht die regel.
die gründe, wieso, weshalb, warum sich jemand einer bestimmten peergroup anschliesst sind sehr vielfältig und ich denke, es sollte im einzelfall abgewägt werden, wen man mit einbezieht und es sollte auch abgewogen werden,
wie schwer die problematik ist.

chrinamu
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Mag ich Mag ich nicht

1

09.01.2013 - 12:11 Uhr
chrinamu

Ich fände es ja recht schwierig, jemandem nicht die Freundschaft zu kündigen, der rechte Parolen nachplappert. Idealismus und Ausstiegshilfe in allen Ehren, aber mir würde die Freundin einfach ganz schön unsympathisch werden...

Was ist denn im Text mit den ü-Pünktchen passiert??

bangshou
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Mag ich Mag ich nicht

0

09.01.2013 - 12:16 Uhr
bangshou

Meistens kann man nichts machen. Vielleicht einmal nüchtern erläutern, was man dazu denkt. Danach abwarten und hoffen, dass sie/er es nach einiger Zeit selber checkt.

Wenn nicht: neuen Freund suchen.

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Mag ich Mag ich nicht

1

09.01.2013 - 12:30 Uhr
bangshou

Im Übrigen finde ich verdecktes totalitäres Denken viel gefährlicher als solches, das sich selber dick und fett das nationale/rechte Etikett aufklebt: der sypmathische, gut vernetzte Ivy-League-Jurastudent aus Österreich, der mir erklärt, dass Geschichte und Literatur klar zeigen, dass die Juden an ihrem Schicksal selbst schuld seien. Ein Bert Hellinger, der seine Patienten, die sich in aller Öffentlichkeit ihm seelisch entblättert haben und deren Würde er vor eben jener Öffentlichkeit mit Füßen tritt, weil dass angeblich im Interesse einer großen Bevölkerungsgruppe sei, was wichtiger sei als die Würde eines einzelnen. Mein hochintelligenter, sensibler Ex-Kumpel, der nicht verstehen will, dass genau das die Argumentationsweise totalitärer Führer ist, mit der noch die übelsten Verbrechen gegen die

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Mag ich Mag ich nicht

0

09.01.2013 - 12:49 Uhr
bangshou

Menschlichkeit begründet wurden.

ZeroDegrees
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Mag ich Mag ich nicht

1

09.01.2013 - 14:31 Uhr
ZeroDegrees

alcofribas sagte:
Versuche zu verstehen, was die Rechten für deinen Freund so attraktiv macht. Sind es die "neuen Freundschaften"? Ist er/sie vielleicht sogar in jemanden aus der Szene verliebt? Erst wer versucht auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen, kann auch glaubwürdig argumentieren.


Äh. Nein, Naziversteher haben noch nie was gelöst.
Außerdem wird ein 16-jähriger jedem was husten, der ihm sagt, dass er mit den "falschen" Leuten abhängt, egal ob das nun Nazis, Punks oder Kiffer sind. Wir waren alle auch mal 16.


Es geht nicht darum die Nazis zu verstehen, sondern warum sich jemand zu solchen Leuten auf einmal hingezogen wird - also was die neuen rechten Freunde ihm geben, dass jemand plötzlich die "Seite" wechselt... niemand ist auf einmal rechts, sondern es gibt sicher Gründe die dazu führen, dass jemand in diese Szene "abrutscht".
Wenn man diese/n Grund/Gründe herausfinden kann, wird es vielleicht auch etwas einfacher in Gesprächen auf denjenigen besser einzugehen und auch die eigene Freundschaft zu reflektieren. Es scheint ja Dinge zu geben, die in der alten Freundschaft evt. fehlen, die aber die neuen Freunde geben können.
Und ja, zu sagen "du hast die falschen Freunde" bringt gerade in dem Alter eher weniger oder führt im Extremfall aus Protest noch zum Gegenteil, das stimmt.

addictedToSleep sagte:
Wilberforce sagte:
Wer Eltern oder Geschwister hat, auf die er sich verlassen kann, der sucht sich keine Aso-Freunde.


DAS halte ich allerdings auch fürn gerücht, oft mag es ja stimmen, dass jugendliche, die sich zur rechten Gesinnung hingezogen fühlen, aus soz. schwachen bzw. auch iq schwachen familien kommen, ist aber sicher nicht die regel.
die gründe, wieso, weshalb, warum sich jemand einer bestimmten peergroup anschliesst sind sehr vielfältig und ich denke, es sollte im einzelfall abgewägt werden, wen man mit einbezieht und es sollte auch abgewogen werden,
wie schwer die problematik ist.


Das seh ich auch so, und das ist sicherlich auch damit gemeint, "zu verstehen, was die Rechten für deinen Freund so attraktiv macht" - "die gründe, wieso, weshalb, warum sich jemand einer bestimmten peergroup anschliesst"

MojoMenges2
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Mag ich Mag ich nicht

1

09.01.2013 - 14:32 Uhr
MojoMenges2

bangshou sagte:
Meistens kann man nichts machen. Vielleicht einmal nüchtern erläutern, was man dazu denkt. Danach abwarten und hoffen, dass sie/er es nach einiger Zeit selber checkt.


Mein Vorschlag wäre:

1. Beiläufig geäußerte Thesen möglichst NIE unwidersprochen im Raum stehen lassen!
2. Dabei nicht argumentativ "kontern", sondern blöd nachfragen.

A: "Scheiß Ausländer, alle kriminell..."
B: "Hm. Echt? Wer sagt das?"
A: "Ich."
B: "Und woher weißt du das?"
A: "Ach, komm', ist doch so!"
B: "Wieso?"
A: "Na, weil's so ist. Lies mal Nachrichten!"
B: "Tue ich. Da stand aber nirgends, dass alle Ausländer kriminell sind."
A: "Dann liest du die falschen."
B: "Was sind denn die falschen?"
A: "Die die Lügen verbreiten."
B: "Und woher weißt du, welche Lügen verbreiten?"
A: "Das weiß man halt."
B: "Einfach so?"
A: "Klar, ... wenn man kein Idiot ist."
B: "Woran merkt man, dass man kein Idiot ist?"
A: "... jetzt hör' endlich auf zu nerven!"
B: "Okay, aber du bist kein Idiot, oder?"
.....

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