18.11.2012 - 16:02 Uhr

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Und dann sagt einer: "Ich kenne das!"

Text: pajaroj123

Für mich gibt es kaum etwas schöneres als ein gutes Gespräch mit einem lieben Menschen. Ein schöner Abend, mit einem leckeren Essen, ein paar Gläsern Wein und ein paar Weisheiten, Anekdoten Geständnisse und Wahrheiten (je mehr Wein, desto mehr Wahrheiten). Man fühlt sich wohl, irgendwie geborgen und vor allem - verstanden. Und damit meine ich wirklich verstanden. Nicht nur so ein "ja das kann ich mir vorstellen" sondern ein richtiges "ich weiß wie das ist" oder ein "ja da bist du nicht die Einzige".  Jeder Mensch hat so ein paar Macken, Spleens, Fimmel oder wie man es auch immer nennen mag. Diese erzählt man nicht jedem, man fragt sich ab und an auch, ob "das normal ist" oder "ob es denn da noch jemanden gibt der das auch so macht". Ich zum Beispiel bin eigentlich ein richtiger Angsthase der noch dazu mit einer blühenden Fantasie ausgestattet ist. Dies in Kombination macht absolut keinen Spaß. Trotzdem sehe ich mir im Fernsehen am liebsten Krimis und Thriller etc an obwohl ich genau weiß, dass ich mich danach wahrscheinlich nicht mal mehr alleine aufs Klo traue. Das skurile dabei, ist die Tatsache, dass ich die Filme ja nicht mal richtig schaue,sondern mit einem Sofakissen vor dem Gesicht und den Händen auf den Ohren auf dem Sofa sitze und nur ab und an mal über den Rand meines Kissens luge um zumindest einigermaßen mitzubekommen wann der Film denn ENDLICH aus ist ! Aber anschauen muss ich ihn trotzdem (sollte ich damit eventuell mal zum Psychologen gehen ?). Nach dem Film sehe ich überall Schatten, vermute hinter jedem Vorhang einen Meuchelmörder und kann nicht schlafen weil ich so dringend aufs Klo muss, der Weg dahin aber zu gefährlich ist. Gut, das ist vielleicht jetzt nicht das krasseste Beispiel, aber ich denke man versteht was ich damit sagen will (oder?). Jedenfalls habe ich mich neulich mit einer sehr guten Freundin unterhalten und irgendwie kam das Gespräch dann genau auf eben genanntes durchaus etwas beklopptes Verhalten von mir und plötzlich sagt sie: "Genau so mach ich das auch! Und dann erzählt sie mir, wie sie dann immer überall im Haus das Licht anmacht um zu sehen ob die Zimmer leer sind oder ob nicht doch irgendwer hinter der Türe versteckt ist. Und dass sie sich dann immer ein Küchenmesser neben das Bett legt. Und dann mussten wir beide lachen. So etwas macht dann irgendwie glücklich. Weil man sich nicht mehr ganz so bescheuert fühlt. Weil man verstanden wird. Am Ende haben wir uns dann zusammen einen Krimi angeschaut. Gut, dass wir viele Sofakissen haben.


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Trelawny
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21.11.2012 - 09:27 Uhr
Trelawny

Das ging mir früher auch so, vor allem bei Dracula Filmen oder die Polanskis, wie Rosmarie´s Baby. Der Keller war dann tabu. Manchmal hat Singen geholfen oder Steinchen schmeissen.

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