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BeutekunstAmBau
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Mag ich Mag ich nicht

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13.11.2012 - 15:40 Uhr
BeutekunstAmBau

juliane-frisse sagte:
@soylentyellow

Muttersprachlergeprüft: Ich habe gestern wegen der Headline "police clueless" noch einmal bei einer SZ-Kollegin nachgefragt, die gerade im Rahmen eines Journalistenaustauschs beim Guardian ist. Sie hat dort mit einer Kollegin gesprochen, die sagte, dass "Police clueless" so klingt, als seien die Polizisten dumm. Das sind eben jene sprachliche Feinheiten, die Nicht-Muttersprachler oft nicht kennen. Viele Grüße!



kann ja auch so gemeint sein...wäre in jeder britischen tageszeitung ein akzeptabler titel.kommt halt drauf an was im artikel steht...ich bezweifle im übrigen dass der schreibstil philippinischer journalisten schlechter ist als der britischer...und by the way wenn man an einer durchschittlichen englischen hochschule studiert hat man es auch nur sehr selten mit muttersprachlern zu tun (selbst im lehrpersonal).

Grrmpf
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13.11.2012 - 16:10 Uhr
Grrmpf

alcofribas sagte:


Weil Dialekt oder Akzent oft mit sprachlicher und damit fachlicher Inkompetenz gleichgesetzt wird.

Was grundsätzlich falsch ist und von den Gleichsetzenden leicht zu überdenken wäre. Möglicherweise leichter, als ich akzentfreies Oxford-Englisch lernen könnte. Oder Deutsch.

alcofribas
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13.11.2012 - 16:16 Uhr
alcofribas

Grrmpf sagte:
alcofribas sagte: Weil Dialekt oder Akzent oft mit sprachlicher und damit fachlicher Inkompetenz gleichgesetzt wird.Was grundsätzlich falsch ist und von den Gleichsetzenden leicht zu überdenken wäre. Möglicherweise leichter, als ich akzentfreies Oxford-Englisch lernen könnte. Oder Deutsch.


ich hab ja nicht gesagt, dass ich das tue, sondern dass z.B. viele Call Center keinen nehmen, der nicht akzent- und dialektfreies Hochdeutsch spricht. Abgesehen davon ists mir auch schon passiert, dass mich die Callcenter-Ljudmila aus Charkiw nicht verstanden hat.

Grrmpf
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13.11.2012 - 16:19 Uhr
Grrmpf

alcofribas sagte:


ich hab ja nicht gesagt, dass ich das tue, sondern dass z.B. viele Call Center keinen nehmen, der nicht akzent- und dialektfreies Hochdeutsch spricht. Abgesehen davon ists mir auch schon passiert, dass mich die Callcenter-Ljudmila aus Charkiw nicht verstanden hat.

Ich hab' auch nicht gesagt, Du hättest das gesagt ;-).

Über heruntergenudelte Perfektion im Service haben wir uns ja schon mal unterhaten. Und zwischen gut sprechen, aber mit Akzent und Ludmilla aus Charkiv sind der Abstufungen viele.

alces
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13.11.2012 - 17:19 Uhr
alces

BeutekunstAmBau sagte:
und by the way wenn man an einer durchschittlichen englischen hochschule studiert hat man es auch nur sehr selten mit muttersprachlern zu tun (selbst im lehrpersonal).


Auch an einer deutlich überdurchschnittlichen ist das so. Best & brightest, und so. Und ja, "police clueless" würden die meisten britischen Zeitungen genau wegen der leichten Konnotation der Inkompetenz so als Schlagzeile verwenden. Der Guardian würde natürlich da gerne "police are racist fascist pigs" schreiben, traut sich aber nicht.

soylentyellow
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13.11.2012 - 20:26 Uhr
soylentyellow

juliane-frisse sagte:
@soylentyellow

Muttersprachlergeprüft: Ich habe gestern wegen der Headline "police clueless" noch einmal bei einer SZ-Kollegin nachgefragt, die gerade im Rahmen eines Journalistenaustauschs beim Guardian ist. Sie hat dort mit einer Kollegin gesprochen, die sagte, dass "Police clueless" so klingt, als seien die Polizisten dumm. Das sind eben jene sprachliche Feinheiten, die Nicht-Muttersprachler oft nicht kennen. Viele Grüße!


schon klar - aber vielleicht war ja gerade DAS die Absicht des Überschriftenschreibers? Grammatikalisch korrekt ist es trotzdem. Nett natürlich nicht, aber wenn die Polizei keinen blassen Schimmer hat wer es gewesen sein könnte, dann kann man es knapper kaum ausdrücken...

juliane-frisse
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13.11.2012 - 21:04 Uhr
juliane-frisse

@soylentyellow

Das ist natürlich möglich, dass es so gemeint war. Ich kann das nicht nachprüfen und habe deswegen auch geschrieben, dass das Beispiel von der BBC-Kollegin stammt (ihr Text ist weiter oben verlinkt). Ich denke, sie hätte es nicht gewählt, wenn ihrer Einschätzung nach hier nicht ungewollt dieser Subtext entstanden ist.

chocolatecat
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14.11.2012 - 17:48 Uhr
chocolatecat

Auf den Philippinen spricht tatsächlich jeder mit schulbildung englisch, habe mich dort mit einer Frau im Bus lange unterhalten, die Lehrerin war. Bereits in der Grundschule werden viele Fächer bilingual oder komplett auf englisch gelehrt.
Allerdings haben sie schon ein paar andere Ausdrücke. Das WC ist da zum Beispiel CR, was für "Comfort Room" steht.
Call Centre: ich glaube da geht es vor allem auch darum eine gewisse kundennähe vorzuspielen. Der Kunde soll ja denken er spricht mit jemand von der Firma xy und nicht mit jemand wo auch jemand für 10 andere Firmen anruft

basanta
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15.11.2012 - 00:37 Uhr
basanta

Was genau ist der Punkt dieses Artikels? Abgesehen davon, dass es Englischkurse auf den Philippinen gibt?

Ich finde es wenig angemessen, so herablassend von "halbwegs passablem Englisch" und "bloß Taglish" zu sprechen. Englisch ist als globale Sprache längst in lokale Varianten zerfallen, die sich der Deutungshoheit eines britischen vermeintlichen "Muttersprachlers" entziehen.

"Ein Land, das so völlig anders tickt als die üblichen Verdächtigen UK, USA, Kanada oder Australien" Bisschen Exotisieren schadet nie. Aber gerade als Sprachschüler kann man sich auf den Philippinen zwischen Malls, Fast Food und Tanzklubs ein Leben einrichten, das vielleicht garnich so viel anders tickt, als bei den "üblichen Verdächtigen".

Und nur um möglichen Missverständnissen vorzubeugen: Kondome gibt es auf den Philippinen in jedem convenience store, die Pille in jeder Apotheke. Es tobt eine gesellschaftspolitische Debatte um Familienplanung, die sich aber nicht auf die physische Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln auswirkt.

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