29.10.2012 - 18:30 Uhr

10 33 Über Twitter weiterempfehlen

Thanksgiving im Oktober

Text: jetzt-redaktion

Gegessen wird immer, aber jeder macht es anders. In der Kolumne Kosmoskoch dokumentieren jetzt-User und jetzt-Redakteure jeweils eine Woche lang, was am Abend bei ihnen auf den Tisch kommt, und schreiben auf, warum.

Diese Woche hat sich jetzt-Userin jurette_ die Mütze des Kosmoskochs aufgesetzt.

Montag:

[Ich bitte, die Fotoqualität zu entschuldigen – meine Kamera ist verschollen] Ich habe heute ziemlichen Stress und habe deswegen weder Muße, mir was Anständiges zuzubereiten, noch Appetit auf was bestimmtes. In solchen Stresszeiten habe ich meist Phasen, in denen ich immer das gleiche esse. Zur Zeit ist das aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen Toast mit Geflügelsalat. Also gibt es den auch heute. Dazu eine gelbe Paprika. Geschmeckt hat es ok, aber der Zweck war ja nur, etwas in den Magen zu bekommen.  

Dienstag:

Heute mussten einige Reste aus dem Kühlschrank aufgebraucht werden. Ich war ziemlich hungrig, weil ich mittags nicht zum Essen gekommen bin, deswegen brauchte ich etwas mit vielen Kohlenhydraten. Es gab eines meiner Standardgerichte: Penne mit Hühnchen, Champignons und Zucchini, das ganz mit ein bisschen Zitronensaft und Sahne abgeschmeckt. Das ist einfach und geht schnell. Geschmeckt hat es auch ziemlich gut.  

Mittwoch:

Vor dem Abendessen war ich etwas Sport treiben, deswegen hielt sich meine Kochlust mal wieder in Grenzen. Deswegen habe ich nur schnell die restlichen Champignons und die halbe Zucchini von gestern kleingeschnippelt, dazu noch eine Paprika, die sich tatsächlich noch im Kühlschrank fand, gegeben, das alles in eine Pfanne und kurz angebraten und  mit Kreuzkümmel, Chili und Kurkuma gewürzt. Darunter habe ich dann noch ein paar Schafskäsewürfel gemischt. Als Beilage gab es Bulgur und Zitronen-Jogurt –Dip (ich hatte leider keine Minze mehr, sonst wäre die noch in den Dip gekommen).  

Donnerstag:

Ich habe diesen Mittag glatt vergessen, etwas zu essen und habe den Nachmittag mit einer halben Tüte Gummibärchen überstanden. Als ich nach Hause kam hatte ich einen  Bärenhunger. Deswegen haben wir heute Pizza bestellt. Es gab Pizza Vier Jahreszeiten vom Pizzalieferanten meines Vertrauens. Hat gut geschmeckt, ich habe aber nur die halbe Pizza geschafft. Der jurettich hat sich dann der restlichen Pizza angenommen.  

Freitag:

Heute hatte ich wieder Lust auf Pasta. Diesmal Tagliatelle aus dem Kühlregal mit Lauch und Flusskrebsen in Sahnesoße. In meine Studentenzeit habe ich das recht häufig gegessen, da war das eines meiner Standardgerichte für Gäste. Hat wie viele Pastagerichte den Vorteil, dass es nicht aufwändig ist und trotzdem gut schmeckt.  

Samstag:


Vor vier Jahren habe ich eine Freundin kennengelernt, die meiner Begeisterung für US-amerikanische Küche teilt. Seit dieser Zeit huldigen wir einmal im Jahr der amerikanischen Küche mit einem Thanksgiving Dinner. Normalerweise findet das Essen am letzten Novemberwochenende statt, aber da ich dieses Jahr an diesem Wochenende nicht kann, haben wir es einen Monat vorgezogen. Als Vorspeise gab es Herbsttörtchen mit Rote-Beete-Carpaccio und Ziegenkäsecreme mit Limettenzesten, von einem Freund zubereitet, der fantastisch kochen kann. Er hatte das auch wunderschön angerichtet, ich war so begeistert, dass ich glatt vergessen habe, ein Foto zu machen. Ich war für die Hauptspeise zuständig. Es gab: Truthahn (einen acht Kilo schweren Vogel, zwei Tage vorher mit Salz eingerieben und dann einfach ohne weitere Gewürze im Ofen gebraten), Apfel-Lauch-Stuffing, grüne Bohnen in Zitronenbutter, scharfe Süßkartoffel-Spalten, Kartoffelbrei, Cranberry-Soße und normale Soße. Und es war gelungen! Die Nachspeise haben unsere Gäste mitgebracht: Obstsalat, Rotweinbirnen, Vanilleeis und Zitronentarte (nicht im Bild) – die gab es allerdings erst zwei Stunden nach dem Braten, so voll waren wir alle. Zum Trinken: Weiß- und Rotwein, Bier und Wasser.

Sonntag:

Restverwertung, der erste Tag. Dieses Jahr ist erstaunlich wenig übriggeblieben. Ich versuche heute mal, kreativ zu sei – was mir normalerweise nicht liegt - und schmeiße alles, was übrig geblieben ist (Soße, Kartoffelbrei, Truthahn)  , in eine Pfanne, tue etwas Gemüse dazu  und mache eine Art Geflügelfrikassee daraus –mit Kartoffelbrei zum andicken. Das ganze fülle ich dann auf Mürbeteig und stelle es in den Ofen. Wie erwartet ist die ganze Angelegenheit recht flüssig, schmeckt aber ganz ausgezeichnet


Auf der nächsten Seite liest du den Kosmoskoch-Fragebogen von jurette_.   

Weiter Seite 1 2


Neue Magazin-Texte:

Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem donnerstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!

Textoptionen
Mehr Texte von
jetzt-redaktion
Mehr Texte zum Label
Kosmoskoch
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
Kommentar
Für diese Funktion musst du eingeloggt sein.

Jetzt-Mitglied

jetzt-redaktion unbekannt

jetzt-redaktion

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.