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alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

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03.09.2012 - 18:55 Uhr
alcofribas

Ich finde das Neid-Argument in jedem Zusammenhang eine ziemliche Frechheit, weil damit ja unterstellt wird, man würde anderen, das, was sie haben (oder im Netz: präsentieren), nicht gönnen. ist aber kein Neid, sondern ich finde den Subtext einfach Scheiße: schaut mal wie fein designed unser Wohnzimmer ist, wie hübsch unser Kind, wie geil meine Karre, wie busy ich bin oder wie perfekt unsere Beziehung ist. Das habt ihr nämlich nicht.

Und es ist ein Riesenunterschied, ob ich ab und an mal meine Kaffeetasse instagramme, oder ob ich mein komplettes perfektes Leben ausbreite, inklusive öffentliches Besprechen des wöchtenlichen Speiseplans.

gartenfrau
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Mag ich Mag ich nicht

2

03.09.2012 - 18:58 Uhr
gartenfrau

alcofribas sagte:
Und es ist ein Riesenunterschied, ob ich ab und an mal meine Kaffeetasse instagramme, oder ob ich mein komplettes perfektes Leben ausbreite, inklusive öffentliches Besprechen des wöchtenlichen Speiseplans.

meinst du den kosmoskoch...? ;-)

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

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03.09.2012 - 18:58 Uhr
alcofribas

gartenfrau sagte:
alcofribas sagte:
Und es ist ein Riesenunterschied, ob ich ab und an mal meine Kaffeetasse instagramme, oder ob ich mein komplettes perfektes Leben ausbreite, inklusive öffentliches Besprechen des wöchtenlichen Speiseplans.

meinst du den kosmoskoch...? ;-)


Nein :)

okkasionalsozialist
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Mag ich Mag ich nicht

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03.09.2012 - 20:38 Uhr
okkasionalsozialist

alcofribas sagte:
Ich finde das Neid-Argument in jedem Zusammenhang eine ziemliche Frechheit, weil damit ja unterstellt wird, man würde anderen, das, was sie haben (oder im Netz: präsentieren), nicht gönnen. ist aber kein Neid, sondern ich finde den Subtext einfach Scheiße: schaut mal wie fein designed unser Wohnzimmer ist, wie hübsch unser Kind, wie geil meine Karre, wie busy ich bin oder wie perfekt unsere Beziehung ist. Das habt ihr nämlich nicht.

Und es ist ein Riesenunterschied, ob ich ab und an mal meine Kaffeetasse instagramme, oder ob ich mein komplettes perfektes Leben ausbreite, inklusive öffentliches Besprechen des wöchtenlichen Speiseplans.


es gibt das sogenannte "ultimatumspiel". das zeigt, dass ziemlich viele leute bereit sind (je nach sample variiert der anteil stark, aber immer erstaunlich viele) für die bestrafung anderer eigene nachteile inkauf zu nehmen.

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03.09.2012 - 20:40 Uhr
okkasionalsozialist

(dass anlass für den wunsch nach bestrafung in diesen zusammenhängen oft schlicht neid ist, das ist zugegebermaßen nur eine mögliche interpretation)

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

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03.09.2012 - 20:42 Uhr
alcofribas

okkasionalsozialist sagte:

es gibt das sogenannte "ultimatumspiel". das zeigt, dass ziemlich viele leute bereit sind (je nach sample variiert der anteil stark, aber immer erstaunlich viele) für die bestrafung anderer eigene nachteile inkauf zu nehmen.


Den Link bekomm ich jetzt nicht hin.

okkasionalsozialist
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03.09.2012 - 20:47 Uhr
okkasionalsozialist

alcofribas sagte:
okkasionalsozialist sagte:

es gibt das sogenannte "ultimatumspiel". das zeigt, dass ziemlich viele leute bereit sind (je nach sample variiert der anteil stark, aber immer erstaunlich viele) für die bestrafung anderer eigene nachteile inkauf zu nehmen.


Den Link bekomm ich jetzt nicht hin.


also: ob du einem anderen etwas nicht gönnst weiss ich natürlich nicht, aber das anderen etwas "nicht gönnen" findet sogar oft auch dann statt, wenn damit eigene nachteile verbunden sind

alcofribas
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03.09.2012 - 20:56 Uhr
alcofribas

okkasionalsozialist sagte:


also: ob du einem anderen etwas nicht gönnst weiss ich natürlich nicht, aber das anderen etwas "nicht gönnen" findet sogar oft auch dann statt, wenn damit eigene nachteile verbunden sind


Man könnte auch auf die Idee kommen, dass Leute, die keine Gelegenheit auslassen, zu zeigen, was sie haben oder können (oder was sie dafür halten) von einer etwas simplen Struktur sind. wobei ich hier sogar noch einen Unterschied mache, ob man das z.B. auf twitter tut, wo theoretisch jeder das gucken kann oder man das vor einem recht begrenzten Publikum wie auf Facebook macht, wo die Adressaten ja feststehen und somit auch das Verhalten beeinflusst wird)

gamine
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2

03.09.2012 - 21:06 Uhr
gamine

ja, schöner text, stimmt.

ich habe die news der meisten meiner "freunde" auf facebook eh unsubscribed, weil mich deren scheiß leben gar nicht interessiert.

okkasionalsozialist
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Mag ich Mag ich nicht

1

03.09.2012 - 21:14 Uhr
okkasionalsozialist

alcofribas sagte:
okkasionalsozialist sagte:


also: ob du einem anderen etwas nicht gönnst weiss ich natürlich nicht, aber das anderen etwas "nicht gönnen" findet sogar oft auch dann statt, wenn damit eigene nachteile verbunden sind


Man könnte auch auf die Idee kommen, dass Leute, die keine Gelegenheit auslassen, zu zeigen, was sie haben oder können (oder was sie dafür halten) von einer etwas simplen Struktur sind. wobei ich hier sogar noch einen Unterschied mache, ob man das z.B. auf twitter tut, wo theoretisch jeder das gucken kann oder man das vor einem recht begrenzten Publikum wie auf Facebook macht, wo die Adressaten ja feststehen und somit auch das Verhalten beeinflusst wird)


man kann mit lauten und mit leisen "signalen" prahlen. aber prahlen mit dem, was man hat, wird jeder irgendwie, wenn er kann, wenn er sich in einer auf expansion gerichteten lebensphase befindet.

der eine eben durch minimalismus, irgendeiner für besonders sophisticated gehaltenen ethik und sonstigen distinktionscodes nur für eingeweihte, hier auf jetzt.de gerne durch ostentative introvertiertheit - der andere durch breitbandige selbstdarstellung mit allen denkbaren medialen mitteln, nem goldenen rolls royce und nem haufen chicks auf hüfthöhe.

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ist jetzt-Mitarbeiterin.