TSL: Ein unmoralisches Angebot und Literatur mit Sex-Update
Für die aktuelle Ausgabe der Topsexliste haben wir eine tatsächlich okaye und nicht sexistische Axe-Werbung entdeckt, Literatur-Klassiker mit dem Sex-Booster und ein unmoralisches Angebot
Axe Werbung in nicht ganz so scheiße, dafür mit Kiefer Sutherland„Es geht doch!“ Möchte man den Werbern zurufen, die uns die letzten zwanzig Jahre mit ihrer saudumm-sexistisch-unwitzig-pubertierenden Sex-Werbekampagne die Laune vermiest haben. Denn der neue Werbespot für Axe hat zwar auch superhotte Babes im Angebot, aber die bleiben angezogen und im Vollbesitz ihrer Würde, während ein vor sich hin grummelnder Kiefer Sutherland beschließt, beim nächsten Hammer-Mädchen einfach mehr Mut zu beweisen und sie anzusprechen. Und damit das klappt, sprüht er sich logischerweise vorher die Achseln mit Axe aus.
Der Trend geht zur live-getweeteten Trennung
Je öfter mir solche Twitter-Geschichten unterlaufen, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass Sprechen in der Öffentlichkeit zunehmend zur riskanten Extremsportart wird. Schließlich weiß man nie, ob einem jemand mit Smartphone und viel Tagesfreizeit zuhört. In diesem Fall war die Geheimnisver-Tweeterin allerdings tatsächlich gezwungenermaßen Zeugin einer höchst dramatischen Trennung in ihrem Zugabteil, die von der „Pille danach“, einer vermeintlichen Schwangerschaft, einem Pferd, das geritten und gestriegelt gehört, bis zum dramatischen Abgang des männlichen Protagonisten alles hatte. Und da kann man es ihr halt dann doch kaum verdenken, dass sie die Welt teilhaben lassen wollte an dieser unglaublichen Geschichte.
Große Pimmel machen auch nicht immer nur Spaß

So als Mann mit dem größten Geschlechtsorgan der Welt (und nein, das ist jetzt kein Euphemismus für das menschliche Gehirn, welches ja als in Frauenzeitschriften oft als selbiges bezeichnet wird...) hat man es auch nicht immer NUR leicht. Sondern auch mal besonders schwer.
Siehe Jonah Falcon, der laut Guinness Buch der Rekorde den größten Penis der Welt besitzt. Als er vor kurzem durch die Sicherheitskontrollen am Flughafen gehen wollte, wurde er zur Seite gebeten und aufgefordert, die große Beule in der Körpermitte zu erklären. Hatte er dort Waffen versteckt? Eine Unze reinstes Kokain? Oder war er doch einfach nur sehr froh, den Kontrolleur zu sehen? Erst nach einer eingehenden Untersuchung durfte Mr. Falcon das Flugzeug besteigen und im Anschluss der Weltpresse von dieser entwürdigenden Begebenheit berichten. Armer Mann! (Interessante Information am Rande: obwohl Jonah Falcon schon viele Angebote aus der Porno-Branche bekommen hat, weigert er sich standhaft, sein Alleinstellungsmerkmal zu vermarkten.)
Ein unmoralisches Angebot für einen guten Zweck

Die amerikanische Comedian Sarah Silverman ist überzeugte Demokratin und nimmt für diese Überzeugung eine Menge in Kauf. Ihr neuestes Vorhaben: Sie verspricht einem greisen Milliardär einen von ihr beim „scissoring“ verursachten Orgasmus, wenn er dafür 100 Millionen Dollar als Wahlkampf-Spende für Barack Obama springen lässt. Anlass für diese Aktion ist die Tatsache, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney von so vielen Millionären und –ardären Spenden erhält, wie kein anderer Kandidat. Und der greise Milliardär Sheldon Adelson ist dabei besonders eifrig. Er sei bereit, sehr, sehr viel Geld locker zu machen, um weitere vier Jahre Obama zu verhindern. Das wiederum will Sarah Silverman verhindern und greift zu drastischen Maßnahmen. Man muss sich eben manchmal auch dreckig machen, wenn man etwas erreichen will...
Literatur im „50 Shades“-Waschgang

Jeder vernünftige Mensch, mindestens aber jedes vernünftige Mädchen hat in seinem Bücherregal mindestens eine eselohrige Ausgabe von Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ stehen. Fast alle romantischen Filme beruhen auf dem Plot „reicher Typ ist fies zum armen Mädchen, aber nur, weil er sie so toll findet. Sie findet ihn doof, aber nur, weil er zuerst fies war. Zum Schluss wird geheiratet.“ Das Buch ist nahezu perfekt, man könnte höchstens eine winzig kleine Kleinigkeit aussetzen: Es kommen zu wenige Sexszenen vor. Vor allem angesichts der Tatsache, dass das Buch nicht nur im viktorianischen England spielen, sondern auch zu einer Zeit geschrieben wurden, in der an Sex nur mit Riechfläschchen in der Hand gedacht wurde. Nun aber sind die Zeiten bekanntlich anders. Und seitdem der sog. Mom-Porn „50 Shades of Grey“ einen Verkaufsrekord nach dem anderen bricht, wissen schlaue Verleger: Sex sells! Also hat sich ein Verlag, der auf „Adult Novels“ (soll heißen: erotische „Literatur“) spezialisiert ist daran gemacht, all die alten Klassiker noch einmal neu aufzulegen – diesmal mit einigen saftigen Sex-Szenen. Sie versprechen sich davon, eine ganz neue Generation von LeserInnen für die alten Klassiker erwärmen zu können.
- Einlochen verboten 09.05.2013
- Pubertierendes Marsmobil und gestrickter Freund 29.04.2013
- Lächeln! Die Topsexliste im Streetview 11.04.2013
- Gesucht: Eine vierstellige Zahl und das Kondom 2.0 27.03.2013
- Reißverschlüsse, TV-Bosse und andere Sex-Feinde 21.03.2013
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem donnerstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Alle Kommentare anzeigen
shafty sagte:
I ♥ Sarah Silverman!
So do I, but not that way.
alces sagte:
shafty sagte:
I ♥ Sarah Silverman!
So do I, but not that way.
I would let her scissor me anytime....
aber eher so wolletechnisch, ihr ferkel!
voiceofregret sagte:
und was soll scissoring sein?
äh...das hier: http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl...
wie sie schon in dem video sagt, eher zwischen frauen gebäuchlich
voiceofregret sagte:
und was soll scissoring sein? ich muss da spontan an schafe denken.
aber eher so wolletechnisch, ihr ferkel!
Bei Schafen verwendet man shears, nicht scissors. Allerdings heutzutage eher elektrisch.
alces sagte:
voiceofregret sagte:
und was soll scissoring sein? ich muss da spontan an schafe denken.
aber eher so wolletechnisch, ihr ferkel!
Bei Schafen verwendet man shears, nicht scissors. Allerdings heutzutage eher elektrisch.
und wie heisst der sänger der scissor sisters? jake shears. da schliesst sich der kreis
Passiert einfach nichts wirklich interessantes mehr oder wird es nur nicht mehr hier gesammelt?
Ich meine, hey, Punkt 1 ist ein Werbespot den die meisten schon mal gesehen haben werden.
Wieso bitte muss der hier nochmal verlinkt und beschrieben werden?
Weil ihn irgendjemand unglaublich witzig findet? Sorry, aber das kann ich mir kaum vorstellen...
Und das soll jetzt hier kein bashing werden..
Ich möchte nur darauf aufmerksam machen dass das Niveaus meiner Meinung nach irgendwie drastisch runtergeht..
Alle Kommentare anzeigen









0
19.07.2012 - 18:37 Uhr
shafty