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lightforce3
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Mag ich Mag ich nicht

-1

19.05.2012 - 11:59 Uhr
lightforce3

jetzt.de ist ekelhaft.

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

0

19.05.2012 - 12:58 Uhr
eisengrau

"wenn Aretha zu ihrer Mutter „TMI" sagt, der Code für „too much information". "

Was soll der Quatsch? Wenn sie sich einbildet, mit ihrer Mutter offen über Sexualität sprechen zu müssen, kann sie sich die Details vielleicht auch ohne herumzuzicken anhören.

phili
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Mag ich Mag ich nicht

5

19.05.2012 - 16:59 Uhr
phili

Eltern sollten ihr erzieherisches Anliegen ein für alle Mal darauf beschränken, kurz und schmerzlos nachzuhaken, ob Aufklärungsbedarf besteht – und ihnen im selben Satz zu versichern, dass man mit ihnen über gar nichts sprechen muss, wenn man nicht will.


Die Aussage halte ich für zumindest naiv, wenn nicht sogar fahrlässig. Guckt euch mal die Statistiken an, wieviele Teenager z.B. wissen, wann im Monatszyklus einer Frau die fruchtbaren Tage sind; wie die Pille funktioniert, ein Kondom verwendet wird, etc.. Sorry, aber manche Sachinfo sollten Eltern besser selbt ihren Kindern vermitteln und sich nicht drauf verlassen, dass die Schule und die Freunde das schon erledigen.

apollyon
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Mag ich Mag ich nicht

2

19.05.2012 - 21:27 Uhr
apollyon

Ja, wir waren alle als Kinder schon ach so aufgeklärt.
Trotzdem darf die Frage erlaubt sein, inwieweit die Sozialisation per Schulhof-Cliquen, Internet und sonstigen Medien dazu dient, uns ein "gesundes" oder "normales" Verhältnis zur Sexualität zu geben?

Auf dem Schulhof sind sexuelle Erfahrungen -- reale, geflunkerte, hochgespielte -- ein Poker-Chip im Konkurrenzspiel um den größten Ego. Dort wird gnadenlos übertrieben und angegeben.
Und was die Leitmedien und das Internet zu dem Thema so hergeben -- wie Männer und Frauen bitte sein müssen, wie Sex und Bereitschaft dazu abläuft, und was alles kann/darf/muss/dazugehört -- wird sich höchstwahrscheinlich fern des Intimlebens des Durchschnittsteenagers abspielen.

Insofern ist es vielleicht nicht schlecht, wenn es eine Instanz gibt, die der ganzen Sache ein realistisches Fundament gibt.

librarian78
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Mag ich Mag ich nicht

3

20.05.2012 - 19:53 Uhr
librarian78

Zunächst muss ich meinen letzten beiden Vorschreibern erstmal vollumfänglich recht geben und dann noch ein bißchen ergänzen:

Der Artikel beruht in meinen Augen auf verschiedenen Missverständnissen.

So wird unter anderem behauptet:

"Wenn man schon seit der dritten Klasse über Jungfernhäutchen, Zyklen, Pille und Noppenkondome mit Erdbeergeschmack Bescheid weiß, ist es also schon weltfremd genug, dass der Aufklärungsunterricht erst in der siebten Klasse stattfindet. "

Das stimmt, zumindest für NRW, definitiv nicht. Bereits in der Grundschule ist Aufklärungsunterricht fest im Lehrplan, in der 3. oder 4., verankert. Hier wird kindgerecht diverses zum eigenen Körper, seinen Geschlechtsorganen usw. vermittelt. In diesem Zusammenhang wird auch auf einem Elternabend darüber gesprochen und auch den Eltern Tipps für die Aufklärung, z.B. Büchern, gegeben. So hat das zumindest meine Mutter als Lehrerin immer gehandhabt. Dass da nicht alle Lehrer/innen so souverän mit umgehen mögen ist dann wiederum ein ganz eigenes Problem.
An der weiterführenden Schule steht die Thematik dann meine ich in der 6. in Bio wieder auf dem Programm. Auch in Fächern wie Religion oder Sozialwissenschaften kann und wird das Thema ggf. besprochen, in der einen oder anderen Form. Wenn sich Lehrer/innen davor drücken, wie gesagt, ist das ein eigenes Problem, spricht aber nicht gegen Aufklärung.

Generell ist es aus meiner Sicht die Aufgabe von Eltern und Schule eine grundlegende Sexualaufklärung zu leisten, die Kinder in die lage versetzt offen, unverkrampft und verantwortungsbewußt mit ihrer Sexualität umzugehen. Halbwahrheiten, geprotze auf dem Schulhof oder illegal angeschaute Internetpornos ersetzen so etwas nicht, im Gegenteil, hier muss die Aufklärung ggf. Missverständnisse aufklären.

Außerdem kann ich für mich persönlich und verschiedene Freunde sagen: Längst nicht jeder ist überhaupt in einer klischeehaften "Clique". Die Möglichkeiten zum frühzeitigen Ausleben von Sexualität sind oft viel geringer als in den Medien behauptet oder von einzelnen, wie vielleicht auch der Autorin, erlebt. Umso wichtiger ist es z.B. zu vermitteln, dass Selbstbefriedigung, wichtig, schön und 100%ig legitim ist.

Und schließlich: Als Erwachsene/r mit seinen Eltern über Intimes zu reden oder wie die oben genannte US-Amerikanerin darüber zu publizieren ist aus meiner Sicht sowieso kein Problem. Entweder es passt, dann spricht da gar nichts gegen, oder es passt halt nicht. Dann macht man es auch nicht. Sowas entwickelt sich halt. Aber natürlich nicht in einer Familie wo es ein Tabuthema war.

mia_mia
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Mag ich Mag ich nicht

0

20.05.2012 - 19:57 Uhr
mia_mia

librarian78 sagte:

In diesem Zusammenhang wird auch auf einem Elternabend darüber gesprochen und auch den Eltern Tipps für die Aufklärung, z.B. Büchern, gegeben.


Peter, Ida und Minimum :)
Gibt es das überhaupt noch? das war so toll.

Digital_Data
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0

20.05.2012 - 20:41 Uhr
Digital_Data

librarian78 sagte:
Das stimmt, zumindest für NRW, definitiv nicht. Bereits in der Grundschule ist Aufklärungsunterricht fest im Lehrplan, in der 3. oder 4., verankert. Hier wird kindgerecht diverses zum eigenen Körper, seinen Geschlechtsorganen usw. vermittelt. In diesem Zusammenhang wird auch auf einem Elternabend darüber gesprochen und auch den Eltern Tipps für die Aufklärung, z.B. Büchern, gegeben. So hat das zumindest meine Mutter als Lehrerin immer gehandhabt. Dass da nicht alle Lehrer/innen so souverän mit umgehen mögen ist dann wiederum ein ganz eigenes Problem. An der weiterführenden Schule steht die Thematik dann meine ich in der 6. in Bio wieder auf dem Programm. Auch in Fächern wie Religion oder Sozialwissenschaften kann und wird das Thema ggf. besprochen, in der einen oder anderen Form.


In meinem Freundeskries hat niemand in der Schule das Dritte Reich richtig durchgenommen. Obwohl es im Lehrplan stand. Lehrer können sich um viele Dinge sehr gut drücken. Für Sexualkundeunterricht galt übrigens in weiten teilen das selbe. Das was wir in der Schule gelernt ahben, kann als Aufklärung nicht bezeichnet werden. Und "in Religion" das ist jetzt nicht Dein ernst.

Digital_Data

phili
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1

20.05.2012 - 22:37 Uhr
phili

Unsere Schulerfahrungen sind mindestens 20 Jahre alt.

Du tust, als wäre deine Schulerfahrung der Maßstab. Klaro, damals haben wir auch noch Basic gelernt.
AUch Schulen entwickeln sich, dito Lehrplanbindung.

Digital_Data sagte:
librarian78 sagte:
Das stimmt, zumindest für NRW, definitiv nicht. Bereits in der Grundschule ist Aufklärungsunterricht fest im Lehrplan, in der 3. oder 4., verankert. Hier wird kindgerecht diverses zum eigenen Körper, seinen Geschlechtsorganen usw. vermittelt. In diesem Zusammenhang wird auch auf einem Elternabend darüber gesprochen und auch den Eltern Tipps für die Aufklärung, z.B. Büchern, gegeben. So hat das zumindest meine Mutter als Lehrerin immer gehandhabt. Dass da nicht alle Lehrer/innen so souverän mit umgehen mögen ist dann wiederum ein ganz eigenes Problem. An der weiterführenden Schule steht die Thematik dann meine ich in der 6. in Bio wieder auf dem Programm. Auch in Fächern wie Religion oder Sozialwissenschaften kann und wird das Thema ggf. besprochen, in der einen oder anderen Form.


In meinem Freundeskries hat niemand in der Schule das Dritte Reich richtig durchgenommen. Obwohl es im Lehrplan stand. Lehrer können sich um viele Dinge sehr gut drücken. Für Sexualkundeunterricht galt übrigens in weiten teilen das selbe. Das was wir in der Schule gelernt ahben, kann als Aufklärung nicht bezeichnet werden. Und "in Religion" das ist jetzt nicht Dein ernst.

Digital_Data

librarian78
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20.05.2012 - 23:40 Uhr
librarian78

mia_mia sagte:
librarian78 sagte:

In diesem Zusammenhang wird auch auf einem Elternabend darüber gesprochen und auch den Eltern Tipps für die Aufklärung, z.B. Büchern, gegeben.


Peter, Ida und Minimum :)
Gibt es das überhaupt noch? das war so toll.


Doch, nach wie vor erhältlich, letzte Auflage ist vom vergangenen Jahr:

http://www.amazon.de/Peter-Ida-Minimum-Familie-Lindstr%C3%B6m/dp/3473355674/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1337549873&sr=8-1

Digital_Data
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20.05.2012 - 23:46 Uhr
Digital_Data

@phili

Also wenn ich bei der heutigen Jugend die "Aufgeklärtheit" über das dritte Reich beobachte, dann denke ich es hat sich nicht wirklich was zum besseren verändert. Und die Diskussion, dass Schüler die Schule verlassen und nicht richtig lesen und schreiben können, paßt da auch ins Bild.

Digital_Data

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