Ein Manifest für digitales Einkaufen
Würden Urheberrechtsverletzungen im Netz zurückgehen, gäbe es gute legale Alternativen? Auf jeden Fall, sagen die Macher des "Digital Media Consumption Manifesto" und fordern Möglichkeiten zum guten digitalen Einkauf
Angestrichen:Ich verspreche, niemals einen Film illegal aus dem Netz zu laden - wenn es eine legale Alternative dazu gäbe, die ein paar Kriterien erfüllt.
Wo steht das denn?
Im Digital Media Consumption Manifesto auf der Seite dontmakemesteal.com, die Jordi Boggiano und Pierre Spring kurz nach der Lift-Konferenz, die am Freitag in Genf endete, ins Netz gestellt haben. Auf dieser Konferenz war in einem Workshop das Dilemma vieler Filmfreunde im Internet thematisiert worden. Sie lieben Filme, wollen diese aber auch anschauen können, wenn sie veröffentlicht werden. Oftmals wissen sie deshalb keinen anderen Weg, als die Filme illegal aus dem Netz zu laden.

Das muss nicht sein, sagen die Verfasser und Unterzeichner des Manifests. Wenn ein paar Kriterien erfüllt würden, würde auch die Netz-Piraterie zurückgehen. Dazu zählt für sie ein angemessener Preis, sie wünschen sich mehrere Sprachoptionen (und die Möglichkeit, selber Untertitel hinzuzufügen) und weltweit gleiche Veröffentlichungstermine. Darüberhinaus sprechen sie sich gegen Kopierschutz und DRM aus.
Würden Filmverleiher auf diese Punkte eingehen, so die Meinung der Manifesto-Unterzeichner, würde auch wieder mehr Menschen Filme kaufen statt sie kostenlos aus dem Netz zu ziehen. Die derzeitige Geschäftspolitik - so ist der Titel der Website: Don't make me steal zu verstehen - lasse vielen aber gar keine Wahl zu Urheberrechtsverletzern zu werden.
Das Manifest endet übrigens mit der Hoffnung, dass die Inhalteanbieter und Rechteverwerter womöglich die Interessen ihrer Kunden verstehen. "Und auch die Tatsache, dass wir nicht ihre Feinde sind. Wir sind große Filmfans und würden liebend gerne für ihre Inhalte bezahlen. Wenn es nur nicht so verdammt schwierig wäre."
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und
"ein angemessener Preis, sie wünschen sich mehrere Sprachoptionen (und die Möglichkeit, selber Untertitel hinzuzufügen) und weltweit gleiche Veröffentlichungstermine. "
sind genau auch meine forderungen. obwohl ich trotz der derzeitigen lage keinen film illegal streame oder sauge.
irgendwer muss die filmindustrie ja retten ;)
»Wenn ich denen schon Geld hinterherwerfen will, dann sollen die es wenigstens auch annehmen…«
Das Manifest werde ich trotzdem nicht unterschreiben, ab und zu mal ein Stream von einem nur mäßigen und schon mehrfach im Fernsehen gelaufenen Film muss für wesentlich unter dem Startpreis drin sein, und nicht für "a slight difference in pricing with regard to the age of the movie".
Gehe ich ins Kino, wo ich auch Service, Sitzgelegenheit und Gesellschaft habe, zahle ich je nach Kino zwischen 5 und 10 Euro. Wenn wir den Wasser, Bier oder Limo-Vergleich nun weiter ziehen, was müsste der Film dann im Supermarkt kosten ? Das ausleihen kostet 2,5 Euro ! Aha !
Wenn man die Lizenzkosten für's Fernsehen von ca. 500.000 pro Film ansetzt, dann entsteht ein Preis je Zuschauer bei einigermaßener Quote von unter einem Euro. Der Preis macht eben die Musik.
Natürlich ist das kein Grund zu klauen, aber eben einer um nicht zu konsumieren. Ganz abgesehen von ziemlich überteuerten Gagen der Stars.
Digital_Data
06.02.2011 - 21:46 Uhr
cougarten
Es gibt Zeiten in denen ich 2-4 neue Alben am Tag höre, 3 davon lösche ich auch wieder, und 0,8 höre ich während der nächsten 2 monate noch 7 mal, dann nicht mehr.
Ich will 'ne Kultur flat um mich musikalisch zu bilden und ergötzen.
Dank der digitalen Kopie entstehen keine Mehrkosten und es könnte ohne Schaden möglich sein 3-4 alben täglich zu konsumieren.
Musikradios sind ja ähnlich: rundfunkgebühren für schönen musik durchfluss. allerdings finde ich die musik meist scheiße und sie wiederholt ich alle 3h, daher muss ich mir eben selbst etwas zusammenstellen.








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04.02.2011 - 19:02 Uhr
yourloveistheplacewhe…