12.10.2010 - 18:30 Uhr

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Wir sollten das Grundgesetz nicht taufen

Friedrich Wilhelm Graf, evangelischer Theologe und einer der profilierten Religionsdeuter unserer Zeit nimmt Stellung zur Debatte über Muslime und der deutschen Werteordnung.

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Harhar
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12.10.2010 - 20:37 Uhr
Harhar

Sehr interessantes interview, danke!

ahlan
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1

12.10.2010 - 23:03 Uhr
ahlan

"gottseidank!" hätt ich fast gesagt.

John_Rebus
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0

13.10.2010 - 09:54 Uhr
John_Rebus

Ein schoenes Interview.

HapaxLegomenon
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1

13.10.2010 - 09:57 Uhr
HapaxLegomenon

schoen mal was vernuenftiges zu dem thema zu lesen!

Lebrecht
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1

13.10.2010 - 10:08 Uhr
Lebrecht

Zustimmung in allen Punkten.

apollyon
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1

13.10.2010 - 11:44 Uhr
apollyon

Der beste Artikel, den ich in der ganzen Murks-Diskussion über "Werte" und "Leitkultur" bisher gelesen habe. Den Text sollten sich alle Politiker, die dazu was sagen wollen, auf den Schreibtisch pinnen und dreimal am Tag lesen.
Die Auffassung, dass unsere heutige (sekulare) Verfassung mehr der Aufklärung als dem Christentum zu verdanken hat, ist richtig, wird aber leider von vielen Stimmungsmachern gerne verdrängt. Umso erstaunlicher, dass ein Theologe darauf hinweist.
Ist mit dem Artikel alles gesagt, was zur Wertediskussion gesagt werden muss? Ich fürchte nicht. Denn unser Rechtssystem fusst auf weltanschaulichen Werten, die vollständig eben nicht durch unsere Gesetze durchgesetzt werden können. D.h. ich kann mich "rechtsstaatlich" verhalten und trotzdem eine Machoattitüde an den Tag legen, die dem Gleichberechtigungsgedanken widerspricht, ohne dass ich eine Straftat begehe. Und genau mit diesem Beispiel landet man wieder bei einem Thema, das leider religiös immer wieder unterfüttert wird.

Und dazu gibts gleich eine ironische Werbeeinblendung: Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein Mann, der ihr auf den Arsch glotzt.

vaus
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13.10.2010 - 11:51 Uhr
vaus

schade, dass zum schluss doch das christentum zum heil führt.
ansonsten denkt da mal wer was, das ist zum durchatmen gut!

alcofribas
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1

13.10.2010 - 11:53 Uhr
alcofribas

gutes Interview, vernünftiger Mann. Wer in der aktuellen Diskussion rumkrakeelt, soll doch mal sagen, was er will:
- einen säkularen Staat, der - wie oben gefordert - sein Grundgesetz eben nicht tauft
- einen "christlich" geprägten Staat, der eine Leitreligion vorgibt, aus welchen Erwägungen auch immer und dann nicht besser wäre als Saudi-Arabien oder der Iran
- einen multireligiösen Staat, in dem dann aber bitte auch keine Religion auf ihre Vereinbarkeit mit der FDGO "geprüft" wird und in dem jede Religion die gleichen Rechte hat.

Im übrigen verstehe ich nicht, warum der Islam angegriffen wird, er würde nicht zu unserer Werteordnung passen, während die katholische Kirche, die die Gleichheit von Mann und Frau zumindest in der von ihr gestaltbaren Praxis auch verneint, als unser "Erbe" genannt wird.

littlejohn
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13.10.2010 - 12:22 Uhr
littlejohn

"Bei uns dürfen muslimische Schülerinnen Kopftuch tragen; ein Verbot wäre eher schädlich."

Ein Verbot wäre richtig. Ansonsten guter Artikel...

mockingbird
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13.10.2010 - 13:18 Uhr
mockingbird

Die friedrich ebert stiftung hat gerade in einer umfrage ein unschönes ergebnis ermittelt. Jeder zehnte befragte wünscht sich wieder eine diktatur, jeder dritte findet, dass deutschland überfremdet sei. Ich habe zunehmend mehr das gefühl, als wenn große teile der bevölkerung über nacht meschugge geworden sind. Eine tea party könnte hier anscheinend auch locker mehrheiten mit aberwitzigen verschwörungstheorien einfahren.

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