Müde am Leben
Als erstes Land der Welt haben die Niederlande aktive Sterbehilfe erlaubt - nun fordern viele ein generelles Recht Älterer auf eine Suizidpille
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
- Revoluzzer Ratzinger 25.05.2012
- Bürger werden künftig zur Organspende befragt 25.05.2012
- Verschwinden wir in der Nacht 25.05.2012
- Im Namen der Unbarmherzigen 24.05.2012
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Wer soll das denn festlegen? Und wie?
ein_oxymoron sagte:
extrem schwieriges thema. die qualitaet der pflegeheime wuerde das aber wohl eher nicht verbessern... was ist mit denen, die durchaus noch gerne leben wuerden, wenn man sich mehr um sie kuemmern wuerde? pech gehabt? und was ist mit menschen wie meiner lieben oma, die sich dann moralisch zum abgang verpflichtet fuehlen wuerden, weil sie ja nicht zur last fallen wollen usw? ist fuer mich eine aehnlich grausame vorstellung wie zum dahinsiechen gezwungen sein.
Zu einfach. Falls das System (= Gespräche mit der Person selbst, Verwandten, Artz) funktioniert, bekommt zB deine liebe Oma niemals Sterbehilfe! Und die Frage wieviel um ältere Menschen gekümmert wird, hängt nach meiner Meinung sehr eng zusammen mit der Frage, wieviel Geld für das Gesundheitswesen verfügbar ist (Gehälter, Personalmenge).
Wie wäre es denn mal damit, hier etwas zu verbessern? Aber vermutlich sind die Kosten dafür insgesamt höher als für ein paar Sterbepillen. Grundsätzlich finde ich die Idee, dass man selbstbestimmt über sein eigenes Ende entscheiden kann, nicht schlecht. Allerdings nur, sofern eine wirklich autonome und nüchterne Entscheidung überhaupt möglich ist - also eine Entscheidung, die weder auf Druck von außen, sei er psycholoisch-manipulativer, finanzieller oder sonstiger Natur, noch durch psychische Störungen wie etwa eine Depression, verursacht ist. Und diese Gefahren sind m.E. nicht genügend gebannt. Wie schnell wird aus einem Recht zu sterben, eine, wenn auch nur "moralische", Pflicht?
TheJoker sagte:
ein_oxymoron sagte:
extrem schwieriges thema. die qualitaet der pflegeheime wuerde das aber wohl eher nicht verbessern... was ist mit denen, die durchaus noch gerne leben wuerden, wenn man sich mehr um sie kuemmern wuerde? pech gehabt? und was ist mit menschen wie meiner lieben oma, die sich dann moralisch zum abgang verpflichtet fuehlen wuerden, weil sie ja nicht zur last fallen wollen usw? ist fuer mich eine aehnlich grausame vorstellung wie zum dahinsiechen gezwungen sein.
Zu einfach. Falls das System (= Gespräche mit der Person selbst, Verwandten, Artz) funktioniert, bekommt zB deine liebe Oma niemals Sterbehilfe!
Das System ist die eine Seite, die andere ist die der Köpfe in der Gesellschaft. Und da setzt sich der Gedanke "warum lebt jemand mit 87 überhaupt noch, wenn er's nicht müsste" wahrscheinlich schneller fest, als einem lieb sein kann. Das sind genau dieselben Leute, die Eltern behinderter Kinder erstaunt anschauen und sagen "also, so was muss doch heutzutage nicht mehr sein!".
jeder mensch hat nicht nur ein recht auf ein würdevolles leben, sondern auch auf einen würdevollen tod. abgesehen davon, vielen menschen wird schon zu lebzeiten ein würdevolles leben durch mobbing, armut, krankheit verweigert. warum sollte ein mensch nicht würdevoll sterben. wenn ich mal todkrank bin, nur noch ein pflegefall, das wäre für mich kein würdevolles leben mehr, auch wenn ich noch so sorgsam gepflegt werde. dann möchtet ich gerne den tod selber bestimmen, solange mein gehirn noch rotiert; bevor man mich mit medikamenten und psychopharmaka zwecks geistiger abstinenz zudröhnt. was hat man noch vom leben als statist, der an gerätschaften gekoppelt wird. dies sollte jeder mensch im vorhinein bestimmen. denn wenn wir über das leben von anderen entscheiden, spielen wir dann nicht gott?
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25.03.2010 - 18:37 Uhr
munchies