Mädchen, warum lasst ihr euch kleine Sterne tätowieren?
Text: fabian-fuchs
Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht bei denen.
Die Jungsfrage:
Mit dem Tätowieren ist es ja ein bisschen wie mit dem Pinkeln in der Dusche. Entweder kann man es überhaupt nicht verstehen, käme nie auf den Gedanken und goutiert es auch bei den anderen nur mit Befremden. Oder aber es gehört zum Alltag und die Frage ist gar nicht mehr ob, sondern nur wie oft.
So ein Tattoo ist für uns Jungs eine Art Abzeichen, ein Zugehörigkeitssymbol, eine Tapferkeitsmedaille und ja, gelegentlich auch Schmuck. Dann aber auf keinen Fall niedlicher Schmuck, sondern eher martialischer, überbordender und männlicher. Schließlich ist der Akt des Tätowierens mit Schmerz, Blut und Eisen ja auch ein brachialer Akt und wenn dabei ein Schneeglöckchen rauskäme, wäre das irgendwie verschenkt. So ungefähr, als würde man mit dem Panzer in die Eisdiele fahren.
Nun, bei euch bemerken wir neben ähnlichen Gründen für Körperbemalung noch eine Sonderform: Den kleinen Stern. Den lassen sich auch Mädchen tätowieren, die mit der Stecher-Szene nix am Hut haben und zwar in großer Häufigkeit. Mal sind es drei kleine Sterne auf der Hüfte, mal einer am Unterarm, an der Wade oder am Schulterblatt. Wir könnten uns täuschen, aber zum ersten Mal haben wir diesen Stern bei Sarah Kuttner gesehen und danach ziemlich schnell überall. Dieser Stern ist gar nicht unniedlich, wir würden ihn nur selber eher nicht auf dem Knöchel haben wollen. Also ist das ein Mädchending und ihr müsst erklären, was es damit auf sich hat: Ist es vielleicht Bösesein light?