05.02.2010 - 18:30 Uhr

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Hungerstreik light

Asylbewerber wollen Bewegungsfreiheit und Essen, das ihnen schmeckt - deswegen protestieren sie

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Svenja345
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Mag ich Mag ich nicht

4

06.02.2010 - 11:30 Uhr
Svenja345

Ich finde es unglaublich, wie Autor Petzold es schafft, die Not der Flüchtlinge in bayerischen Asylunterkünften mit einem ironischen Unterton in eine reine Lachnummer zu verwandeln. Es scheint, als würde Petzold erst von einem echten Hungerstreik sprechen, wenn es die ersten Toten unter den Flüchtlingen gibt. Dieser Artikel ist eine reine Verharmlosung der Probleme der Flüchtlinge und eine echte Frechheit!

florenceluise
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Mag ich Mag ich nicht

4

06.02.2010 - 17:46 Uhr
florenceluise

Herr Petzold, ich bin der Meinung, daß Ihr Artikel nicht das wiederspiegelt, was es ist: es ist nicht nur Tristesse, nein es ist weit mehr, ich vermute, daß Sie da einen recht blauäugigen banalen Artikel verfasst haben und die bayerische Landespolitik mit all ihren Respressalien und Durchführungsverordnungen gegenüber Asylbewerbern noch nicht einmal gelesen haben. Als guter Journalist sollte man sich zuvor ein wenig fundierter mit der Materie befaßt haben. Irgendwie paßt das alles gar nicht zur Süddeutschen Zeitung. Ich schlage vor, beim nächsten Mal wenn Sie auf fußballbegeisterte Flüchtlinge treffen, dann laden Sie sich doch einfach mal in die Allianz Arena ein, , bitte nicht vergessen beim jeweiligen Landratsamt die Genehmigung zur Tagesreise (Residenzpflichtbefreiung) einzuholen. Bitte immer einen gültigen Ausweis mit sich führen, denn Sie werden sicherlich sehr oft rein routinemäßig kontrolliert, wenn sie mit Flüchtlingen anderer Hautfarbe unterwegs sind.Verbringen Sie doch mehr Zeit mit ihnen und hören einfach nur mal zu , was Flüchtlinge so in unserem Lande alles ertragen müssen.
Und wenn Sie dann Zeuge von Schicksalen und Diskriminierung werden würde ich mich freuen, wieder mal einen wirklichkeitstreueren Artikel von Ihnen in der SZ zu lesen.

Fine21
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Mag ich Mag ich nicht

4

06.02.2010 - 19:46 Uhr
Fine21

JA Herr Petzold,

wie gut, dass wenigstens einer das Ganze durchschaut, diesen Theaterdonner, sonst hätten wir, die wir nicht so scharfsinnig sind, weiterhin geglaubt, dass es sich bei den Flüchtlingen um selbständige Individuen mit einer eigenen Meinung handelt, die aufgrund ihrer Lage so verzweifelt sind, dass Sie auf die Aufnahme fester Nahrung verzichten, auch wenn Sie, wahrscheinlich um dem schlimmsten Vitaminmangel vorzubeugen, ab und zu Obst zu sich nehmen.

Da ich aufgrund Ihres Artikels zugegebenermaßen keine allzu hohe Meinung von Ihrer Auffassungsgabe habe, vielleicht doch lieber nochmal im Klartext: DAS WAR IRONISCH!

Ich finde es dreist, wie Sie zum einen über die offensichtlich unzumutbaren Zustände in den Flüchtlingsheimen
hinweggehen, sich dann allen Ernstes pikiert darüber zeigen, dass die Flüchtlinge nicht Ihrer Erwartung entsprechend pittoresk und medienwirksam geschwächt im Bett liegen (sondern auch noch die Frechheit besitzen, Ihnen gut gelaunt gegenüberzutreten! Haben Sie schon einmal überlegt, dass die gute Laune vielleicht daher rührt, dass die Flüchtlinge endlich einmal das Gefühl bekommen haben, dass ihre Situation nicht allen egal ist?) und zu guter Letzt auch noch (sehr geschickt, ohne es jemals als Ihre eigene Meinung auszugeben, für die Sie sich dann vielleicht verantworten müssten) den Eindruck erwecken, die Flüchtlinge seien nur manipulierbare Marionetten, die von irgendwelchen mediengeilen Mitgliedern der Flüchtlingskarawane für Ihre Zwecke benutzt werden und das Ganze entweder nicht durchschauen oder es berechnend hinnehmen.

Und das Schlimmste ist, dass ich befürchte, dass Sie noch nicht einmal merken, wie Sie damit die übelsten Vorurteile bestärken, die in Deutschland gegenüber den Flüchtlingen ohnehin schon im Übermaß bestehen.

Das Ganze ist schlechter Journalismus. Und obendrein feige.

Sie sollten es sich übrigens nicht so leicht machen, diesen Beitrag von meiner Seite (ebenso wie die anderen Kommentare) nach dem Motto "Wenn darüber diskutiert wird, kann es nicht so schlecht sein" auch noch als Bestätigung Ihres Artikels anzusehen. Meine Motivation besteht schlicht und einfach darin, dass man so etwas schlecht Recherchiertes und verdeckt populistisch Geschriebenes nicht unkommentiert stehen lassen kann.
Sie sollten es also als das auffassen, was es ist: Kritik an einem schlechten Artikel.

stefaniek
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Mag ich Mag ich nicht

2

06.02.2010 - 21:20 Uhr
stefaniek

Sehr geehrter Herr Petzold,
ich kenne sie nicht und ich weiß nicht, was für ein Verhältnis sie zu Flüchtlingen haben bzw. wie sie der Politik gegenüber eingestellt sind, mit der Flüchtlinge in Deutschland behandelt werden. Ich weiß abe eins: ich war bei den Flüchtlingen in Hauzenberg und Breitenberg mehrmals und ich kann ihnen versichern: was ihnen vielleicht als light-Version einer Kampfform vorkommt, die sie sonst nur aus dem Fernsehen kennen, entspringt der Wut, der Enttäuschung, der Frustration und Verzweifelung von menschen, die nicht deshalb aus der Not geflohen sind, um hier weiterhin wie Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden. Nennen Sie mir einen Grund, warum man Menschen verweigert, ihr Essen selber einzukaufen, warum man sie zu 4, zu 6 in ein Zimmer sperrt, warum man sie in ihrer Bewegungsfeiheit beschneidet und warum man ihnen das (Menschen!) Recht auf Arbeit nimmt. Nennen sie mir einen Grund. Ich kann ihnen allerdings viele Gründe nennen, warum die Flüchtlinge nicht mehr länger wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden wollen und warum sie nicht noch Jahre warten wollen, bis dass die Politik ihnen ihre Rechte gnädiger Weise einräumt. Hilfreich dabei ist ihr AQrtikel allerdings nicht!
Eine SZ-Leserin aus Passau

hka
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Mag ich Mag ich nicht

1

08.02.2010 - 00:43 Uhr
hka

Sehr geehrte SZ- Redaktion, guten Tag Herr Petzold,

Als Ehrenamtliche betreue ich Flüchtlinge in Passau und kenne ihre äußerst schwierige Lebenssituation nur zu gut. Mit diesen Lebensumständen scheint sich Herr Petzold bei seiner Recherche nicht auseinandergesetzt zu haben. Anders kann ich mir nicht erklären, warum er sich in seinem Artikel Absätze lang über den Hungerstreik lustig macht. Es muss bei der Debatte doch um ihre politischen Forderungen der Streikenden gehen und nicht darum, ob sie dabei Traubenzucker zu sich nehmen oder nicht! Möchten Sie, Herr Petzold, den Asylbewerbern damit sagen, sie sollen sich doch bitte richtig krank hungern, damit Sie ihre Forderungen ernst nehmen? Haben sie denn nicht die geringste Vorstellung davon, was es bedeutet, aus einem Land vor politischer Verfolgung zu flüchten und jahrelang in einem Heim de facto eingesperrt zu sein? Um sich dann von Leuten wie Ihnen öffentlich dafür verhöhnen zu lassen, dass man diese Situation unerträglich findet? Reflektierter Journalismus sieht für mich anders aus.

lag89
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0

08.02.2010 - 16:54 Uhr
lag89

Kein seriöser Journalismus sondern Zynismus in Reinstform!

sesambrot
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Mag ich Mag ich nicht

0

08.02.2010 - 17:36 Uhr
sesambrot

wenn ich heute in der SZ lese das einer der Streikenden einen Suizidversuch begangen hat, dann finde ich den Streik - anders als Herr Petzold - alles andere als lustig und sehr ernst zu nehmen.

Fabian123
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10.02.2010 - 12:19 Uhr
Fabian123

Herrn Petzold sind die Flüchtlinge wohl noch nicht abgehungert genug . Ist ja ach nicht schlimm , wenn Menschen Grundrechte entzogen werden (Bewegungsfreiheit ) , Sie systematisch ausgegrenzt werden (nicht nur auf dem Arbeitsmarkt ) , solange die gutmütige Heimleitung ihnen ab und zu in die Wange kneift . Residenzpflicht ,Arbeitsverbot , Ärtztliche Behandlung nur in akuten Notfällen/Schmerzen sind ja auch kein Problem .Vielleicht sollte sich Herr Petzold mal in die Lage der Flüchtlinge versetzten , die geflohen sind und hier Schutz suchen, zum großteil traumatisiert . Dann könnte er ja mal im Telefon Buch nach Therapeuten mit Fremdsprachen Kenntnisen suchen , oder versuchen die örtlichen Ausländerbehörde die dringlichkeit einer Therapie eines Ex Kindersoldaten zu erklären .

zzzzzzzzzz
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Mag ich Mag ich nicht

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10.02.2010 - 17:46 Uhr
zzzzzzzzzz

Lieber Petzi!

Wenn du es angesichts dessen, dass die EU sich mit FRONTEX eine hochgerüste Agentur fürs N*g*rversenken im Mittelmeer hält, die Zahl der Asylbewerber in Deutschland seit 15 Jahren abnimmt wie Umfang und Anspruch der SZ und an den EU-Grenzen im Jahr mehr Menschen verrecken als an der Mauer in knapp 30, du es tatsächlich für einen Skandal hältst, dass die dummen Ausländer sich nicht ordentlich zu Tode hungern, dann geh doch bitte zum Focus oder zur Jungen Freiheit. Auch beim Spiegel könntest du unterkommen, wenn du vielleicht auch noch irrationalen Hass auf Muslime drauf hast, aber da bin ich mir recht sicher!

W-i-d-e-r-l-i-c-h!

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Mag ich Mag ich nicht

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10.02.2010 - 17:47 Uhr
zzzzzzzzzz

Lieber Petzi!

Wenn du es angesichts dessen, dass die EU sich mit FRONTEX eine hochgerüste Agentur fürs Negerversenken im Mittelmeer hält, die Zahl der Asylbewerber in Deutschland seit 15 Jahren abnimmt wie Umfang und Anspruch der SZ und an den EU-Grenzen im Jahr mehr Menschen verrecken als an der Mauer in knapp 30, du es tatsächlich für einen Skandal hältst, dass die dummen Ausländer sich nicht ordentlich zu Tode hungern, dann geh doch bitte zum Focus oder zur Jungen Freiheit. Auch beim Spiegel könntest du unterkommen, wenn du vielleicht auch noch irrationalen Hass auf Muslime drauf hast, aber da bin ich mir recht sicher!

W-i-d-e-r-l-i-c-h!

Auch die Erwachsenen-SZ liegt übrigens ziemlich daneben:
http://www.sueddeutsche.de/C5D38o/321116...


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