Studie zu Studienabbrechern: Hoffnung für Bologna-Fans?
Das Hochschul-Informations-System hat erstmals Daten zu den Motiven von Studienabbrechern in Bachelor-Studiengängen vorgelegt. Die Ergebnisse geben den Freunden der Studienreform Anlass zur Freude - vermeintlich.
Angestrichen: Auf der einen Seite stehen die Sprach- und Kulturwissenschaften, auch die Sozialwissenschaften. Dort hat das Bachelor-Studium dazu beigetragen, dass der Studienabbruch zurückgegangen ist - im Bereich der Sprach- und Kulturwissenschaften übrigens zum ersten Mal, seitdem wir das überhaupt beobachten.
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B) nein, man kann Probleme anderer Art (Ueberforderung, Soziale Probleme, Asperger, Depressionen, schreibblockaden) mit besserer betreuung ausgleichen und die Talente foerden. Jemanden der sich aber nicht ausreichend mit einem Fach identifiziert, den kann man vielleicht *durchs studium schleusen* aber nur selten fuer das fach begeistern.
A) Das neue System ist auch eines, dessen Struktur bewusst eine Spar-Struktur hat. Da wird auch bei hohem Engagement des Mittelbaus wenig Spielraum für gute Betreuung bleiben.
B) Die meisten Fächer haben auch Bereiche, die sehr unterschiedliche Interessen aufzuschließen vermögen.
Man kann auch als Physiker am Ende ein Akustikbüro betreiben, man kann als Jurist in einem Fachverlag tätig werden usw.
Ich glaube, dass grade dieser Stress jede Menge Abbrecher schafft und noch schaffen wird. Nicht jeder ist derartigen psychischen Belastungen gewachsen, was aber im Umkehrschluss nicht heißt, dass die Leute zu dumm sind oder fuer das Fach ungeeignet.
goof sagte:
@drolli:
...
B) Die meisten Fächer haben auch Bereiche, die sehr unterschiedliche Interessen aufzuschließen vermögen.
Man kann auch als Physiker am Ende ein Akustikbüro betreiben,
...
Nun, da ich Physik studiert habe: Ja, kann man. Dafuer braucht es aber kein Diplom. Bilanz der Zeit zwischen Vordiplom und Diplom in meinem persoenlichen umfeld (Mathe/Physik) unter den Leuten die dann etwas anderes gemacht haben: 3*Abbruch, 2*Hoersturz waehrend der Diplomarbeit 1*3-woechiger Erholungsaufenthalt in der psychatrischen klinik. Mit Bachelor waere das wohl nicht so intensiv passiert-das haetten die meisten schlicht nach dem Bachelor aufgehoert. Ich habe zu viele Leute um mich herum darunter leiden sehen dass sie *sehr wohl* erkannt haben dass ihnen die Affinitaet zu Fach fehlt, aber das gefuehl hatte da jetzt durch zu muessen. Die die sich darueber beschweren dass der Bachelor zu wenig zaehlt koennen sich mal vor augen halten dass das vordiplom fast gar nichts wert war. Und der Stress war ganz schoen bitter fuer einige.
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13.01.2010 - 18:34 Uhr
maid
wie passend!
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