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ina2
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Mag ich Mag ich nicht

-3

03.01.2010 - 18:57 Uhr
ina2

toller artikel, hab ich gern gelesen, danke!

diedrossel
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Mag ich Mag ich nicht

1

03.01.2010 - 19:07 Uhr
diedrossel

ich versteh nicht so recht, was der autor sagen will.

alces
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Mag ich Mag ich nicht

5

04.01.2010 - 02:52 Uhr
alces

diedrossel sagte:
ich versteh nicht so recht, was der autor sagen will.

Zuerst dachte ich, eine Kernaussage wäre, daß der "Prophet" der Moslems unantastbarer ist und sein sollte als Jesus. Dann habe ich das nochmal gelesen und gemerkt, daß dabei die Logik eher brüchig ist. Das ist also bestenfalls eine schnell hingequirlte Meinungsbrühe ohne besondere Aussage.

Allerdings hat Jesus mit dem ganzen Gerede von der anderen Wange usw. die Position seiner Nachlaßverwalter empfindlich untergraben, was man Mohammed in der Form bestimmt nicht vorzuwerfen ist. Woraus man schließen kann, daß selbst Konsubstanzialität kein Garant für eine völlig harmonische Vater-Sohn-Beziehung ist, hat der Gott Israels sich im Pentateuch doch noch wesentlich stringenter geäußert...

jetztnamenamejetzt
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Mag ich Mag ich nicht

7

04.01.2010 - 04:22 Uhr
jetztnamenamejetzt

"Unsere Grundwerte sind nicht verhandelbar, aber ..."

"Ich habe nichts gegen Ausländer, aber ..."

Wäre schön, wenn solche Artikel nur schlechte Witze wären und nicht tatsächlich ernst gemeint, wobei sich der Autor vermutlich auch noch sehr clever und tiefsehend vorkam.

psychoraver
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Mag ich Mag ich nicht

7

04.01.2010 - 08:23 Uhr
psychoraver

Es kommt eben gerade nicht darauf an, ob eine Meinungsäußerung als hohe Literatur oder als Plattitüde wahrgenommen wird. Die Meinungsfreiheit schützt beide Formen der Meinungsäußerung.

goof
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Mag ich Mag ich nicht

1

04.01.2010 - 09:28 Uhr
goof

Das Falschlaufen einer Wertedebatte ist immer auch konstitutiver Teil dieses Diskurses in einer offenen Gesellschaft.

Ich gehe mit dem sehr geschätzten Andrian Kreye allerdings nicht ganz konform.
Einerseits lassen sich Werte nur dann mit einer Bestandskraft versehen, wenn es gelingt, sie global zu verrechtlichen. Es kann also nicht einfach die Betroffenheit des Individuums darüber entscheiden, ob eine Kritik (ironisch,hämisch, provozierend, wie auch immer) das Schutzgut der ungestörten Religionsausübung verletzt.

Außerdem wird bei einer (immer wieder notwendig vorzunehmenden) Rechtsgutabwägung das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung stärker sein (müssen) als das Recht auf Unverletztheit des religiösen Empfindens: erst recht wird das Schutzrecht "körperliche Unversehrtheit" gegenüber dem Religionsempfinden höherwertig sein müssen.

Zum anderen ist aber auch der rhetorische Vergleich mit dem Tiger und dem Schinkenbrot (mindestens) unvollständig: wenn der Tiger nämlich für sich zuvor reklamiert, so sozialisiert zu sein, dass er am menschlichen gesellschaftlichen Leben ohne Gefahr für die Menschen teilnehmen könne, dann könnte das hingehaltene Schinkenbrot durchaus ein Lackmustest für die Behauptung des Tigers darstellen.

Inwieweit es wirklich von Intelligenz zeugt, die absehbaren Reaktionen eines zum Teil fanatisierten islamischen Interesses nicht in der ganzen Tragweite abzusehen - und dies ist nach meinen Kenntnissen sowohl beim dänischen Karikaturisten wie bei dem Schriftsteller Rushdie durchaus der Fall gewesen -, mag dann jeder für sich beurteilen.

Dosenknall_mit_Ueberschall
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Mag ich Mag ich nicht

1

04.01.2010 - 10:30 Uhr
Dosenknall_mit_Uebers…

wird zeit, dass ich hier mal - unbemerkt von der redaktion - ne rischdisch geile mohammed-karikatur veröffentliche :-)

Snickerman
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Mag ich Mag ich nicht

2

04.01.2010 - 12:19 Uhr
Snickerman

Widerliches Geschwafel.
Ich kenne die Karikaturen.
Sie sind witzig, nachdenklich, satirisch,
bissig, harmlos, liebevoll, spöttisch...

Aber woher wollen sie das auch wissen, haben sie nie gezeigt und reden hier wie Blinde über die Farbe.

Wenn Menschen so DUMM sind, ihre Religion über ihr Leben zu stellen, muss ich nicht auch noch Beifall klatschen und um "Respekt" heischen- wenn andere Menschen so DUMM sind, das auch nocht zu verteidigen, vergessen sie sich und den Grund ihrer Freiheit.

Mit denen, die die Fahnen anzünden und "Mord" und "Vergeltung" brüllen, komme ich besser klar als mit journalistischen Wichtigtuern und Relativisten wie Andrian Kreye-
SEINE Wertedebatte läuft grundlegend falsch!

Thomas_Seifert
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Mag ich Mag ich nicht

-1

04.01.2010 - 13:44 Uhr
Thomas_Seifert

Es ist festzuhalten: Meinungsfreiheit gilt auch bei uns - wie alle Grundrechte - nicht schrankenlos. Sie findet ihre Grenze dort, wo die Grundrechte anderer beeinträchtigt werden. Wo genau die Grenze liegt, ist Frage einer Rechtsgüterabwägung.
In unserem Kulturkreis ist es selbstverständlich, dass persönliche Beleidigung, Ehrabschneidung oder auch Geschäftsschädigung nicht durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, sondern Straftatbestände sind.
Vielleicht schwer vorstellbar für uns, aber selbstverständlich für andere Kulturverständnisse ist hingegen, dass Religion und Glaube einen untrennbaren und zentralen Bestandteil der eigenen Individualität darstellen. Ihre Schmähung und Verletzung kann genauso so schwer wiegen wie ein Angriff auf persönliche Integrität oder geschäftliche Interessen.
Ob und wie weit wir ein solches Verständnis von persönlicher Integrität auch in unser Gesellschafts- und Rechtsverständnis einfließen lassen (wollen oder sollten), gehört zu den zentralen Fragen, die an UNSERE Integrationsfähigkeit gestellt sind.
Übrigens: Kommentatoren wie @snickerman würden wir - auf der "anderen" Seite - schlicht als Hassprediger wahrnehmen.

Iridium
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Mag ich Mag ich nicht

-5

04.01.2010 - 14:13 Uhr
Iridium

Das Kernproblem an der Sache bleibt doch die Unmöglichkeit, die Verletzung religiöser Gefühle allgemeingültig zu bemessen und festzustellen, anders als bei einer Beleidigung etwa. Sie mögen es ja lächerlich finden, aber vielleicht fühle ich mich ja durch die öffentliche Religionsausübung anderer in meinen religiösen Gefühlen als Atheist verletzt? Mit welchem Recht dürfen dann die Katholiken vor meiner Haustür ihre Prozessionen abhalten? Wenn ich einen Großtempel zur Verherrlichung des fliegenden Spaghettimonsters bauen wollte, glauben sie, ich bekäme eine Genehmigung? Mit welchem Recht wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Wenn ich heute noch an die römischen und griechischen Götter glaube (war ja vor 2000 Jahren immerhin schon mal weit verbreitete Staatsreligion), und versichere, daß meine religiösen Gefühle durch den Papst in Rom aufs schlimmste verletzt werden, was ist dann die Konsequenz? Man wird mich vermutlich als geisteskrank einstufen, aber mit welchem Recht mich, und warum nicht alle anderen, die religiös sind? Religiöse Gefühle sind so zahlreich und verschieden, wie es Menschen gibt. Was für eine Anmaßung, wenn irgendjemand anderes, als ich selbst, darüber zu entscheiden hat. Ergo kann das Fazit nur so lauten, daß man entweder jeder, noch so widersinnig erscheinender Meinung dazu, das gleiche Recht einräumt, oder keiner...dann aber bitteschön soll man auch den Kölner Dom abreißen...denn dann sollte Religion, in welcher Form auch immer, aus dem öffentlichen Raum verbannt werden. Und Tradition zählt hier nicht als Argument...mit Tradition kann man alles begründen...auch der Serienmörder seine Taten...

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