20.11.2009 - 18:30 Uhr

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Gegen die Mafia im Regenwald

Text: jetzt-redaktion - Bilder: WWF

Oliver Braune ist für den WWF als "Regenwaldbotschafter" in Afrika - auf jetzt.de berichtet er über seine Reise.

Naturschutz in Dzanga Sangha ist ein vielschichtiges Thema. In der letzten Woche habe ich viel über die seltenen Waldelefanten und Flachlandgorillas erfahren. Ihre Existenz kann den Menschen hier eine Zukunft sichern.



Bisher müssen Wildererbrigarden die Jagd kontrollieren und eindämmen. Viele der einheimischen Bantu jagen mehr als sie für Ihr Dorf oder ihre Famile benötigen. Einige lassen sich auch von organisierten, mafiaähnlichen Wildererbanden anheuern. Die ureingebohrenen BaAka Pygmäen jagen für ihre Selbstversorgung und stellen kein Problem dar.

Ohne entsprechende Bildung haben die Bantu kaum Skrupel ihre Natur auszubeuten. In der Schule fehlt Unterrichtsmaterial, die Lehrer sind nicht entsprechen geschult, und die meisten Kinder hier haben nicht mal einen Waldelefanten zu Gesicht bekommen. In Bayanga habe ich eine Hundewelpen gesehen, welches von kleinen Kindern getreten wurde. Ein Bewusstsein für das einheimische Ökosystem, und wie man es nachhaltig nutzen könnte gibt es nur bei sehr wenigen Menschen.

Die Menschen hier fangen erst langsam an die Vorteile des Tourismus zu erkennen. Wenn man es schafft hier in Dzanga Sangha einen gesunden Ökotourismus zu etablieren, könnten viele Einheimische eine Alternative zur Jagd finden. Die ausländischen Besucher müssen bewirtschaftet und geführt werden. Mit dem Ökotourismus könnte man den Raubbau an der Natur stoppen.

Bis dahin ist es wichtig den Ecoguards, wie die Wildererbrigarden hier genannt werden, bestmöglich auszustatten. Für die Bildung der Menschen und die Finanzierung der Ecoguards wird daher dringend Geld gebraucht. Helft den Menschen in Dzanga Sangha und rettet den Regenwald indem ihr auf www.wwf-jugend.de spendet.




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2 Kommentare

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fuerTiere
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Mag ich Mag ich nicht

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23.11.2009 - 08:09 Uhr
fuerTiere

Regenwälder sind, obwohl sie nur 7 Prozent der Landoberfläche der Erde ausmachen, entscheidend für unser Weltklima. Durch ihre Zerstörung drohen Klimakollaps und Erderwärmung. Dennoch schreitet die Vernichtung unvermindert voran: Jahr für Jahr gehen offiziell weit über 15 Mill. Hektar Regenwald verloren, die reale Zahl ist wesentlich größer. Nicht nur in Costa Rica, Brasilien, im Kongo, in Indonesien, sondern überall am Äquator wird der grüne Gürtel systematisch zerschlagen. Die Philippinen, einst mit Regenwäldern gesegnet, müssen mittlerweile Tropenholz einführen. Besonders alarmierend ist die Situation in Indonesien:

Experten gehen davon aus, dass die Wälder der Inseln Sumatra und Kalimantan in wenigen Jahren dem Kahlschlag zum Opfer gefallen sein werden. Mit ihnen verlieren Sumatra-Tiger, Waldnashörner, Orang-Utans und andere extrem seltene Tiere ihre Heimat. Durch die Regenwald-Rodung lassen jährlich 23 Mill. Tiere (Affenarten, Vögel und Waldantilopen) ihr Leben. Das ergibt 90.000 Tonnen sogenanntes Buschfleisch - vom Aussterben bedrohte Tiere werden wie Masthühner und Schweine einfach aufgegessen.

torheit
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Mag ich Mag ich nicht

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23.11.2009 - 17:19 Uhr
torheit

mir tun die leute leid, denn sie wissen nicht daß das so sein muß.

Mi 7,13 Aber die Erde wird zur Wüste werden um ihrer Bewohner willen, infolge ihrer Übeltaten.


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