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01.11.2009 - 18:30 Uhr

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Heilig's Flämmle: Brennende Autos in Berlin

Auf 5800 Kilometern Berliner Straßen fackelt fast jede Nacht ein Luxusschlitten ab. Wie kann man aus dem absurden Feuerwerk der Emotionen Kapital schlagen, fragen sich die Politiker. Ganz linke Aktivisten bewegt ein anderes Problem: Kann man mit brennenden Autos das Kapital schlagen?

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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yabadabaduuu
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Mag ich Mag ich nicht

3

01.11.2009 - 19:06 Uhr
yabadabaduuu

Ich zitiere mal die neue Platte der goldenen Zitronen:
"Ich halte brennende Autos für ein starkes Ausdrucksmittel, ich getraue mich aber nicht, eines anzuzünden, da ich viele Freunde habe, die eine Beschädigung ihres Autos für einen Angriff auf ihre Persönlichkeit halten würden."

dem_osten_so_nah
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Mag ich Mag ich nicht

2

01.11.2009 - 19:20 Uhr
dem_osten_so_nah

Diese ganze Autoanzünderei wird doch eh immer lächerlicher. Was bringt es, Carsharing-Autos oder Transporter von stinknormalen kleinen Unternehmen anzuzünden? Oder das koreanische 20.000€ Auto einer Familie? Statements setzt man damit schon lange nicht mehr.

afrirali
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Mag ich Mag ich nicht

5

01.11.2009 - 19:24 Uhr
afrirali

wenn alexandra freigesprochen wird, ihre unschuld mithin gerichtlich festgestellt wird, bekommt sie dann eigentlich entschädigung vom staat, für die 97 tage (bislang) uhaft, für die verlorene ausbildungsstelle?

Charlotte94
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Mag ich Mag ich nicht

5

01.11.2009 - 19:32 Uhr
Charlotte94

Es gab zeiten, da hätte ich mich über meine nun folgende Aussage gewundert : Ich find den LKA-Chef in dem Interview echt gut !

Ich kapier auch einfach die Aussage im AutoAnzünden nicht ! Wie der Mensch im Interview schon sagte, eigentlich müsste man, wenn schon, die Bauvorhaben anzünden.
Ein Auto anzuzünden ohne Erklärung oder Bekennerbrief ist einfach nur verachtenswert stumpfer Vandalismus !

yabadabaduuu
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Mag ich Mag ich nicht

-1

01.11.2009 - 20:21 Uhr
yabadabaduuu

ja, sehe ich ähnlich. ein brennendes auto ist maximal ein wütender aufschrei. wirklich was aussagen tut man nicht, man sollte nachdenken wie man seine energie sinnvoller einsetzt.

ich fand vor 2 jahren den protest in der dresdner neustadt gegen einen supermarkt-mit tiefgarage-und-alibi-kindergarten-auf-dem-dach sehr toll (hab auf der straße in einer wg gewohnt). es war eine noch vom krieg stammende baulücke, und in dieser engen straße wurde dann ein supermarkt (problem mit anlieferverkehr und überhaupt genug supermärkte und kleine läden im viertel) gebaut.
ca. 1-2 jahre vorher war das gelände von anwohnern besetzt wurden, ein park & kinderspielplatz wurde gebaut, kino im sommer und grillabende und bands. nach einer ersten räumung und mit dem bagger umpflügen wurde alles noch schöner aufgebaut. nach der 2. räumung wurde sofort mit bauen angefangen, großer zaun, und es gab ein jahr lang securities auf dem gelände, die hatten echt angst vor denn anwohnern! ich hoffe es hat den bauherren etwas gekostet... ein paar scheiben und baumaschinen sind wohl trotzdem zu bruch gegangen.
im endeffekt konnte es nicht verhindert werden, aber ich empfand es als sehr sinnvollen, langfristigen, kreativen protest. und sehr viele leute kaufen bis jetzt dort bewußt nicht ein (leider andere schon, aber kann man ja nicht verhindern).

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

1

01.11.2009 - 20:50 Uhr
alcofribas

nachdem noch kein einziger fall aufgeklärt und noch keine person rechtskräftig verurteilt ist, ist es pure spekulation, urheber dieser taten sein mag.
es liegt zwar nahe, dass es sich um täter aus einem umfeld handelt, das sich selbst als links begreift, es kann aber genauso sein, dass es sich, wie z.b. beim 1. mai, um leute handelt, die ohne jede politische motivation einfach lust am krawall haben.
inzwischen sind ja schon erste polizeibeamte (!) wegen randale zum 1. mai verurteilt, wer weiß, ob nicht auch ab und an jemand aus langeweile zündelt, z.b. ein feuerwehrler, damit es wieder was zu löschen gibt

madguitar
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Mag ich Mag ich nicht

1

01.11.2009 - 23:20 Uhr
madguitar

vielleicht hat das ganze ja auch schon eine art eigendynamik entwickelt und es gilt in bestimmten kreisen als "cool" mal ein auto angezündet zu haben. ich denke, dass das in vielen fällen gar nicht aus protest geschieht, sondern eher so mutprobe mäßig oder so. kann mich natürlich auch irren.
ich meine, dien linken sind zwar in ihren forderungen oft sehr weltfremd aber nicht idiotisch. dass man den kapitalismus nicht abschaffen kann indem man ein paar autos abfackelt wissen die ja auch.

ChrisJumper
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Mag ich Mag ich nicht

0

02.11.2009 - 03:46 Uhr
ChrisJumper

Ich finde das schlimm.. auch das rtl2 dort letzt einen Kommentar zu in den Nachrichten brachte und auf eine Internetseite aufmerksam machte die diese Punkte von brennenden autos auf einer Karte markiert.

Im zweiten Gedanken ist mir dann eingefallen das es vielleicht dazu dient die Täter auf diese Seite zu locken.. und zu überwachen WER da Punkte setzt und hinzufügt. Und dann mit den IP-Adressen Ermittlungen zu stützen. Je nach Tatzeit und Eintrag.

11minuten
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Mag ich Mag ich nicht

1

02.11.2009 - 07:52 Uhr
11minuten

afrirali sagte:
wenn alexandra freigesprochen wird, ihre unschuld mithin gerichtlich festgestellt wird, bekommt sie dann eigentlich entschädigung vom staat, für die 97 tage (bislang) uhaft, für die verlorene ausbildungsstelle?


ja natürlich. pro tag zu unrecht erlittener u-haft gibt es mittlerweile 25 euro, der ihr infolge der inhaftierung entgangene arbeitslohn wird ebenfalls ersetzt.

alces
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Mag ich Mag ich nicht

1

02.11.2009 - 09:46 Uhr
alces

alcofribas sagte:
inzwischen sind ja schon erste polizeibeamte (!) wegen randale zum 1. mai verurteilt, wer weiß, ob nicht auch ab und an jemand aus langeweile zündelt, z.b. ein feuerwehrler, damit es wieder was zu löschen gibt


Lieber Apologet: ein einziger Polizeibeamter. Nicht, wie Du perfid suggerierst, mehrere. Der Typ stammt übrigens aus Frankfurt - und alle Hesse sin Verbreschää...

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