Am vergangenen Samstag wird ein Arzt am Bodensee in ein Auto geprügelt und entführt. Die Kidnapper werfen ihn vor ein Gerichtsgebäude in Frankreich. Es ist der Höhepunkt einer bizarren Geschichte: Sie handelt von einem toten Mädchen, dem verzweifelten Vater und dessen Wunsch nach Gerechtigkeit.
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Herr Leyendecker,
seien Sie wenigstens so ehrlich und nennen den "Arzt Dr. K." beim Namen: Dr. Dieter Krombach, der bereits mehrfach rechtskräftig verurteilt wurde wegen Vergewaltigung sowie u.a. wegen ärztlicher Tätigkeit nach Entzug der Approbation;
im übrigen wünsche ich Ihnen nicht, 27 Jahre mitansehen zu müssen, wie der mutmaßliche Mörder Ihres Kindes froh und munter weiterlebt, eine weitere Vergewaltigung begeht und noch Schadensersatz bei der französischen Justiz einfordert;
Fazit: Schande über Ihre Art von Journalismus und Schande über den "Rechtsstaat Deutschland" in diesem Falle!
Vorweg: @Prof. Schomburg warnt die Franzosen "vor fehlendem Respekt vor der deutschen Justiz". Ich bin Ire und ehemaliger Militärrichter (bei den Briten) und mein „Respekt vor der deutschen Justiz“ hält sich in engsten Grenzen.
Ich studiere die Akten noch, aber mir ist bereits einiges aufgefallen. Z.B., im Jahre 1995 ein französisches Gericht verurteile Krombach und dann im Jahre 2004, in der Reihenfolge, erklärte das OLG München, seine Auslieferung wäre „unzulässig“. Ein Freispruch sieht allerdings anders aus. Kann es sein, dass „fehlender Respekt vor der französischen Justiz“ eher der Fall war?
die Taten eines Pädophil-Perversen und mutmaßlichen Mörders mit "hat seine Triebe nicht im Griff" zu bezeichnen, ist eine Unverschämtheit gegenüber jedem Vergewaltigungsopfer, denn es stellt eine Verharmlosung der Tat dar.
Zum Täter Dieter Krombach: er wurde wegen einer einzigen Vergewaltigung verurteilt, und das nur zu 2 Jahren Bewährung, also wurde er nicht bestraft. Nach diesem Prozess meldeten sich 5 weitere Frauen, die er ebenfalls auf die gleiche Art und Weise vergewaltigt hat. Es wurde nie Anklage erhoben, aus "Mangel an Beweisen". Wie sehr diese Ungerechtigkeit die Opfer geschädigt hat, kann man nur erahnen. Nach dem Tod Kalinkas haben die Eltern der ersten Frau Krombachs ebenfalls versucht, Mordanklage zu erheben, weil sie auf die gleiche Art ums Leben gekommen war wie Kalinka. Auch hier hat die Staatsanwaltschaft keine Klage erhoben. Also hat dieser Herr Krombach es noch mindestens 6mal verdient, der Justiz vor die Tür geworfen zu werden, damit sie sich endlich um seine Verbrechen kümmert. Aber seltsamerweise wird von manchen Schreiberlingen nicht diese Untätigkeit der Justiz angeprangert, sondern das Streben der Geschädigten nach Gerechtigkeit.
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