Sexismus und Homophobie auf dem Chiemsee Reggae Summer
Obwohl ein Aktionsbündnis schon seit Jahren auf die Problematik aufmerksam macht ist noch nichts passiert.

Angestrichen:
“Vergewaltigungen sind aber nur die Spitze des Eisbergs ungezählter Fälle sexueller Belästigung, entwertender „Witze“, demütigender und obszöner Darstellungen, abschätziger Blicke, unerwünschter Berührungen und Annäherungsversuchen. Dass dies auf dem Chiemsee Reggae Summer alltägliches Rahmenprogramm ist, dürfte den Veranstalter_innen ja kaum entgangen sein.“
Wo steht das denn?
Dieser Textauszug stammt aus einem offenen Brief , den mehrere Antifa-Organisationen aus Österreich und Deutschland gemeinsam verfasst haben. Gerichtet ist er an die Veranstalter des Chiemsee Reggae Festivals, das an diesem Wochenende wieder stattfinden wird. Es ist nicht das erste Mal, dass die Mitglieder des Aktionsbündnisses gegen Sexismus und Homophobie auf die alamierenden Verhältnisse auf dem Festival hinweisen.
In ihrem Brief wird darauf aufmerksam gemacht, dass es schon seit dem Jahr 2000 fast jährlich Künstler mit homophoben Songtexten auftreten. 2008 und 2000 war es der Sänger Beeny Man („I‘m dreaming of a new Jamaica, come to execute all the gays“). 2007 trat der Musiker Capleton („Fire bun batty bwoy!“ „Das Feuer möge den Schwulen verbrennen!“) mit schwulenfeindlichen Texten auf. Der Künstler Buju Banton, der insgesamt zweimal auf dem Festival auftrat, war im Juli 2004 auf Jamaika an einem schwulenfeindlichen Übergriff persönlich beteiligt. Im vergangenen Jahr wurde ein Auftritt des offensichtlich schwulenfeindlichen Musikers Sizzla nur verhindert, weil ihm die EU die Einreise nach Deutschland verweigert wurde.
Die Mitglieder des Aktionsbündnisses sind empört, weil auch beim diesjährigen Festival die Band „T.O.K.“ einen Auftritt haben wird. Die Musiker sind ebenfalls in den vergangenen Jahren durch ihre homophoben Songtexte aufgefallen („jeder Schwule sollte flach (tot) auf dem Boden liegen, meine Nigger und ich werden dafür schon sorgen Schwule müssen sterben – das ist Fakt“)
Für die Verfasser des Briefes ist es unverständlich und empörend, dass die Organisatoren des Festivals seit Jahren nicht auf diese Vorfälle reagieren. Durch ihr demonstratives Desinteresse würden sie die Kultur des Wegschauens und Wegdelegierens nur fördern. Sexismus und Homophobie wären aber ein gesamtgesellschaftliches Problem und nur so zu lösen. Daher fordern die Autoren des Briefes, dass man zuallererst den Auftritt von T.O.K. absagen soll und auch zukünftig keine Auftritte homophober Musiker zulässt. Dazu sollten die Organisatoren ein Konzept entwickeln, das im Vorfeld informiert und eine qualifizierte Unterstützung für Betroffene sexualisierter Gewalt bereitstellt. Die Organisatoren des Oktoberfestes hätten dies beispielsweise mit dem Projekt „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ bereits eingeführt.
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dann gabs gewaltandrohungen von meiner seite und empörte hippies. dann sind wir gegangen.
Was natuerlich nicht heissen soll, dass die Kritik unberechtigt waere, auch wenn es dem CRS mit dem LineUp schon gelingt, dass ganze recht "sauber" zu halten, ohne die ganze Diskussion neu aufrollen zu wollen. Auch die anderen Punkte muessen angesprochen werden, gerade nach den Vorfaellen der letzten Jahre. Kaum zu glauben, dass das trotz der Anwesenheit so vieler Beamter in Zivil und Uniform passieren konnte.
nich nur stand, kiffen und reggae, alles toll und locker flockig...
kommen höchstens noch frauen ü60 dort auf ihre kosten, die sich nen jungen dunklen beachboy mit großem s*** mit auf's hotelzimmer nehmen können, für ein kleines bakschisch + ein paar adidas-schuhe.
im rap, da ursprünglich afro-amerikanisch, kommt viel der dort herrschenden homophobie noch aus der zeit der sklaverei, da die schwarzen eben auch oft sex-sklaven waren und schwarze junge männer von weißen jungne männern vergewaltigt wurden. somit wurde "homosexualität" mit erniedrigung gleichgesetzt.
was der grund in jamaica genau ist: I don't know. Verqueres männlichkeitsbild der rastafaris!? in afrika werden männer die was mit männenr machen übrigens auch heute noch totgeschlagen. primitive und ungebildete gesellschaften halt..
So mi go so, do yuh see weh I see???
Niggas when your doin that
Nuff a dem a freak dem a carry all dem dutty act
Thug nigga wanna bees nuff a dem a lick it back
It dem bring it to we, hold on nuff a cop a shot
Coppa shot rise up every calico go rat tat tat
Rat tat tat every chi chi man dem haffi get flat
Get flat, mi and my niggas ago mek a pack
Chi chi man fi dead and dat's a fact
Chorus:
From dem a par inna chi chi man car
Blaze di fire mek we bun dem!!!! (Bun dem!!!!)
From dem a drink inna chi chi man bar
Blaze di fire mek we dun dem!!!! (Dun dem!!!!)
14.08.2009 - 10:57 Uhr
shikkl
BrainsenOverkill sagte:
Haben T.O.K. nicht auch damals den "Reggae Comapssionate Act" mit unterschrieben, der beinhaltet, dass wenigstens in Europa keine battyman tunes gespielt werden?
Habe ich noch nie was von gehört, aber wenn es diesen RCA wirklich gibt, dann ist das ein ganz schönes Armutszeugnis. Denn das beseitigt das Problem an und für sich nicht, es blendet eben für Europäer nur aus, dass es dieses Problem gibt. "Scheuklappen" nennt man sowas.
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9
13.08.2009 - 18:41 Uhr
Jollscherl
und unter den raggae-leuten siehts da wohl ähnlich aus...
man muss wohl aufpassen, wen man sich bei so nem festival ins haus holt. in zeiten des internets und songtext-seiten, für jedermann zugänglich, kann man sich da auch nicht rausreden, als veranstalter.