07.08.2009 - 18:30 Uhr

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Mädchen, wie steht es wirklich um den Cunnilingus?

Text: friedemann-karig

Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches versteht man nicht bei denen.

Jüngst klagte eine Gefährtin bitterlich: Die einen Männer wollen nicht, die anderen trauen sich nicht und viele haben´s einfach nicht drauf. Wie viele Männer gerne und gut lecken, könne sie nur schätzen, die Quote sei aber sicher lausig. Zu viele Frauen verzichteten folgerichtig lieber, und der Cunnilingus führe ergo ein Schattendasein. Im Normalfall bleibt dieses Thema eher in der kommunikativen Komfortzone. Wenn man aber doch einmal im Kreise seiner Lieben darüber spricht, wird alsbald klar: Die Wahrheit ändert sich mit der Perspektive. Jede Frau ist anders, jeder Mann hat andere Erfahrungen gemacht, ein Patentrezept gibt es kaum. Schwierig, schwierig. Und für mich Anlass, dabei eine gewisse Lockerheit zu kultivieren: Versagen kann ich nicht, da es kein absolutes richtig oder falsch gibt. Sie und ich können quasi nur gewinnen. Eigentlich eine komfortable Situation - oder denke ich zu kurz? Ich drehe es mal um: Beim Fellatio, dem leichter thematisierten Gegenstück, kann Frau zwar sehr wohl mißperformen, doch bleiben nachhaltige Klagen oder gar Abstinenz eher die Ausnahme. Die meisten Blow-Jobs sind eben zumindest zweckdienlich, viele gut, manche ziemlich geil. Das Verhältnis Cunnilingus zu Fellatio ist also eher ein Pars-Pro-Toto-Paradebeispiel für generelle Gender-Sex-Relationen: Männer sind (auf rein technischer Ebene) einfacher zu befriedigen, Männer haben (u.a. auch deswegen) im drögen Durchschnitt mehr finalen Spaß am Sex. In den Spitzen sind Frauen jedoch deutlich satisfaktionsfähiger. Was ich glaube verstanden zu haben, ist Folgendes: Um sich, pardon, ordentlich oral bedienen lassen zu können, muss für die meisten Frauen sowohl alles stimmen, als auch der Mann vieles richtig machen. Weil es um Vertrauen und maximale Intimität geht. Dass „Da unten“ eben sensibles Terrain ist, scheint mir jedoch jeder halbwegs zivilisierte Mann inzwischen kapiert zu haben. In der Therme des antiken Ostia hingegen pflegten männliche Prostituierte angeblich den oralen Akt (obwohl damals mehr als verpönt) an betuchten weiblichen Gästen durchzuführen. Waren die alten Römerinnen denn wahlloser, emanzipierter, offener oder experimentierfreudiger? Oder die Lustboys damals besonders gewieft? Müssten sich Mädels, platt gesprochen, vielleicht einfach mal locker machen, zu Gunsten eines mitunter immensen Lustgewinns? Inwiefern können wir Jungens dazu beitragen, außer uns möglichst geschickt anzustellen und Detailfragen in „Der perfekte Liebhaber“ nachzuschlagen? Wie sprechen wir am besten übers Lecken, damit keine Wünsche offen bleiben? Findet Ihr solch eine Mediations-Denke bei Sex auch so extrem lustfeindlich wie ich? Wie kann man Euch eleganter zu mehr Spaß durch Zunge verhelfen? Habt Ihr da überhaupt Bock drauf? Die Mädchenantwort gibt's auf der nächsten Seite!
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