Facebook.com will nicht nur deine Daten.
Schau dir meine Fotos in Facebook an - von dir ist bestimmt auch eins dabei.Ich war eigentlich nur kurz auf facebook.com, und auch nur, da in den letzten Tagen im Zusammenhang mit dem Iran vermehrt von dieser Plattform gesprochen wurde. Was daraus wurde, ist verheerend und ärgerlich.
Kaum eingeloggt, wurde mir eingeblendet, dass ich noch keine „Freunde“ habe. Dann gab es auch ein Knöpfchen (Link) auf dem zu lesen war, dass ein Blick in mein Adressbuch meine Freunde finden würde, all diejenigen, die bereits bei facebook.com registriert sind. Das wählte ich aus. Kurz danach wurden mir rund 60 Treffer mit Bilder angezeigt. Davon wählte ich rund 10 aus, die ich als wirkliche „Freunde“ bezeichnete.
Was dann geschah, war ein Schock wert. Facebook.com schrieb alle restlichen Emailadressen in meinem Adressbuch automatisch an, um mit meinem Photo und mit einer Botschaft für diese Plattform zu werben. Insgesamt mehr als 1.000 Kontakte. Wären darunter nur Freunde gewesen, wäre das Ausmaß nicht so schlimm. So musste ich mich rund 350 offiziellen Emails stellen, dabei gingen die erreichten Unternehmen sogar von einem Virus aus.

Persönliche Daten wie Bildmaterial, Emailadressen und Namen entsprechend heraus gelöscht.
Das Üble daran ist die Art der Vorgehensweise. Denn erstens kann man diese Art des knallharten Empfehlungsmarketings nach einem Adressmatching nicht verhindern und zweitens die Art der Ansprache nicht beeinflussen.
In der Folge ist jeder erfasste Kontakt auf immer und ewig bei facebook.com abgespeichert. Selbst die Löschung des Accounts führt nicht zu einer vollständigen Löschung der eigenen Daten. Im Gegenteil, diese werden gemeinsam mit allen Kontakten und allen Informationen aus dem "abgesaugten" Adressbuch (Geburtsdaten, Notizen, Status, Telefonnummern ...) an andere Unternehmen für Werbezwecke und Datenerhebungen verkauft. Auch liegen diese Daten bei Facebook nicht sicher. Die ergaunerten Informationen können von Schadprogrammen aufgespürt und verwendet werden, so dass Kontakte des Adressbuches sogar weitere Schädigungen durch Datenspionage und Phishings erfahren können.
Der durch diesen Datenmissbrauch eingebrockte Ärger sowie den kühl in Kauf genommenen persönlichen und wirtschaftlichen Schaden ist enorm. Facebook.com ist darüber hinaus nicht elektronisch erreichbar. Ich fand dazu keine Email-Kontaktmöglichkeit, kein Impressum, nichts, nada.
Facebook.com, sicher ein guter Ansatz, wenn die eine oder andere fragwürdige (amerikanische) Methode und das starke commerzielle und schädigende Bestreben Dritter nicht wäre.
VÖ25062009
2. klicken.
4. passiert zu vielen.
30.06.2009 - 11:53 Uhr
fragwuerdig
Shit happens - always and everywhere!
http://www.netzeitung.de/internet/884052...
http://zahnteufelchen.wordpress.com/2008...
http://www.manager-magazin.de/it/artikel...
denke ich ...








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25.06.2009 - 09:28 Uhr
Ioana