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08.10.2008 - 19:05 Uhr

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1929 und 2008: Zurück in die Zukunft

Wer wissen will, wie schlimm die Finanzkrise werden kann, sollte bei John Kenneth Galbraith nachschlagen. Der amerikanische Ökonom hat vor fünf Jahrzehnten ein Buch geschrieben mit dem Titel "Der große Crash".

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Deftig
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Mag ich Mag ich nicht

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08.10.2008 - 23:18 Uhr
Deftig

Wenn so Hansel wie der Kerl auf dem Foto die (Finanz-)Welt regieren...

Ich vertraue nur Männern mit Bart.

Real_Redwing
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Mag ich Mag ich nicht

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09.10.2008 - 04:44 Uhr
Real_Redwing

Sag mal, ihr WOLLTS irgendwie nicht raffen, daß die Finanzkrise kein abgeschottetes Einzelereignis ist, sondern eine von vielen verketteten Begleiterscheinungen eines Endstadiumskapitalismus, der sich dem Kollaps nähert, oder? Wo sich, in einem auf der Kaufkraft von möglichst großen Massen basierenden System, Geld/Wohlstand (etwas letztlich nun mal begrenztes) immer ungleicher verteilt und nachweislich zu immer größeren Anteilen oben bei reichen Minderheiten geparkt wird, da kommt es nun mal zu immer größeren Instabilitäten, Monopolisierung und Oligopolisierung (auch bez. Banken)- bis schließlich zum Zusammenbruch, wie zuletzt um WKII rum. Gut 300 Familien besitzen bereits circa 40% des gesamten Weltkapitals, und es gibt noch "ärmere Reiche"...
Aber ich werds nicht schon wieder detailliert erklären. Lehnt euch einfach zurück und genießt die Show. Für uns Linke ist's nicht ganz so spannend, denn WIR kennen das Ende schon- schon lange. ;-)

GAME OVER!

Shorebilly
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Mag ich Mag ich nicht

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09.10.2008 - 08:49 Uhr
Shorebilly

Capitalism (TM) - on the brink of collapse since 1867.


ein kurzer vergleich der lebensbedingungen -ueber alle gesellschaftsschichten hinweg- im laufe der letzten 150 jahre muesste eigentlich jede diskussion ueber den erfolg des kapitalismus eruebrigen. aber offenbar verleiht einem linke ideologie eine betraechtliche resistenz gegen die wahrnehmung der realitaet.

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Mag ich Mag ich nicht

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09.10.2008 - 09:01 Uhr
Shorebilly

und nur mal so als gedankenspiel: bill gates, carlos slim und warren buffet besitzen jeweils so um die 50 mrd $ (mittlerweile wohl eher deutlich weniger). multipliziert mit 300 kriegen wir 15.000.000.000.000.000$ - und das sollen 40% des weltkapitals sein? also bitte.

caveat: natuerlich duerfte diese simple rechnung das vermoegen der 300 reichsten familien masslos uebertreiben - auch wenn z.b. familie saud deutlich ueber den 50mrd liegt, wird die grosse mehrheit doch ueber deutlich weniger verfuegen.

daniel_21
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Mag ich Mag ich nicht

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09.10.2008 - 11:41 Uhr
daniel_21

na das 700mrd - rettunspaket ist doch aber schon verabschiedet!

real_redwing
und die linken die dem kapitalismus das nahe ende vorhersagen
gibts schon seit beginn des kapitalismus, aber ich denke nicht das wir schon so weit sind. ich denke entweder ziehen wir jetzt mal endlich lehren aus dem geschehenen dann sehe ich wirklich eine interessante zukunft auf uns zukommen, denn es geht auch wirtschaftlich zu denken ohne nur immer das stupide renditeziel vor augen zu haben, da das halt wie gesehen langfristig eher unwirtschaftlich ist. oder wir vermasseln es aus der krise zu lernen und es wird alles nochmal extremer. hoffe und glaube ich aber nicht, menschen sind ja durch aus lernfähig, und besonders dann wenn schlimme Konsequenzen drohen...

__xxx__
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Mag ich Mag ich nicht

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09.10.2008 - 13:09 Uhr
__xxx__

Kapitalismus wird nie ein Ende haben, weil es ein Teil der menschlichen Natur ist. Alles andere ist eine Phantasie, aber was soll's, sollen sie doch ihre Kristallkugel streicheln bis die hochglanzpoliert ist.

nordzucker
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Mag ich Mag ich nicht

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09.10.2008 - 13:16 Uhr
nordzucker

@daniel: war es langfristig "unwirtschaftlich"? ist ja eine frage des standpunktes. soll man eine party machen, wenn man doch weiss, dass sie am naechsen morgen vorbei ist?
ich befuerchte die ueberlegung muesste heissen:
soll ich eine zeit lang gut auf pump (und ausbeutung) leben, wenn ich weiss, dass es eines tages nicht mehr so weitergeht und ich wieder "arm" bin
oder sollte ich dann nicht besser gleich "arm" bleiben?

Arbeiterkind
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Mag ich Mag ich nicht

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09.10.2008 - 14:38 Uhr
Arbeiterkind

Was lehrt uns diese Krise? Wir müssen die Märkte in Zukunft am unsichtbaren Händchen nehmen und regulieren.
Und wie geht das?
Wer solche heissen Räder dreht, muss zukünftig in die persönliche Haftung genommen werden. Die Herren Bängster und Dealer und Manager müssen, wenn sie solche riskanten Deals machen um ihr persönlich zusammengerafftes Vermögen bangen.
die vision: hartz4manager

Auch mit dem Austrocknen der Steuerparadiese und Schwarzkassenplätze, wie Lichtenstein etc., könnte es jetzt erstmals ernst werden.
Und eine ordentliche Sondersteuer auf grosse Vermögen könnte natürlich den Schaden für den sogen. "kleinen" Steuerzahler erheblich begrenzen.

Kurz und gut: eine weltweite soziale Marktwirdschaft!

Harhar
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Mag ich Mag ich nicht

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09.10.2008 - 16:10 Uhr
Harhar

Hm den ersten Fehler den der Text den USA attestiert sehe ich so eigentlich nicht, den auch wenn die Krise im Grunde vom US Immobilienmarkt ausgeht, wir Europäer steckten da ja schließlich genauso mit drin - wir warn genauso doof.
Und zum zweiten:
Jep, dem stimm ich zu, das System wies jetzt ist musste zum Kollaps führen - Geld kann niemals Geld produzieren, und genau das passiert schon allein beim simplen Vorgang des Zinses. Geld braucht immer einen Gegenwert!
Wenn man bedenkt dass es ca. 126000 verschiedene Formen der Geldanlage gibt Oo.
Zum Kommentar Real_Redwings ganz am Anfang:
Das gleiche hat schon seinerzeit Martin Luther prophezeit:
"Es ist mir unverständlich wie aus sechs Gulden hundert Gulden werden können"
Triffts doch vollkommen oder?

Real_Redwing
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Mag ich Mag ich nicht

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10.10.2008 - 05:10 Uhr
Real_Redwing

Wie gesagt: Ich werds nicht noch mal für die erklären, die's nicht kapieren WOLLEN (oder eigentlich wissen, daß sie Scheiße labern). ;-)
Die Zukunft wird's beweisen; das Leben wird's euch lehren. Es gab nie einen langen Kapitalismus, sondern eine Kette von gescheiterten und neugestarteten, und jeder Kollaps artet heftiger aus und könnte irgendwann einmal der Letzte sein, angesichts heutiger Waffensysteme. Wir brauchen ein besseres System, damit dieser Mist aufhört.


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