09.10.2007 - 14:15 Uhr

0 131 Über Twitter weiterempfehlen

Fußball und Politik: Deutsch-Iraner will nicht nach Israel

Text: stefan-winter

Der Fußball-Bund gibt sich selbstkritisch: "Wir haben Dejagahs Entschuldigung zu schnell akzeptiert, wir hätten mehr nachfragen und nachbohren müssen." Theo Zwanziger ist Chef des Deutschen Fußball-Bundes und einer seiner Schützlinge stellt ihn gerade vor eine Herausforderung, die über Abseits und Eckbälle hinaus geht: Der 21-jährige Ashkan Dejagah ist Mitglied der U21-Nationalmannschaft. Beim Länderspiel am Freitag will er aber nicht mitkicken. Der Grund: Es geht gegen Israel und Ashkan Dejagah mag Israel nicht.
Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat deshalb gefordert, ihn aus der U21- Nationalmannschaft auszuschließen. Ihr Grund: Ashkan Dejagah "persönlichen Gründen", die er für die Absage angeführt hat, sind politisch. "Jeder weiß, dass ich Deutsch-Iraner bin", hatte der Spieler des VfL Wolfsburg Bild-Zeitung gesagt. Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad, der Israel mit der nuklearen Vernichtung droht, hat von iranischen Sportlern gefordert, nicht gegen israelische Sportler anzutreten. Ashkan Dejagah will dem offenbar folgen. Was denkst du darüber? Soll DFB-Chef Zwanziger ihn ausschließen? Soll ihm erlaubt werden, seine politischen Ansichten auch über den Sport zu transportieren? Ein fußball-politischer Tagesticker


Neue Magazin-Texte:

Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!

Textoptionen
Mehr Texte von
stefan-winter
Mehr Texte zum Label
jetztticker
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
131 Kommentare

speichern

Alle Kommentare anzeigen

ShesSoHigh
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:27 Uhr
ShesSoHigh

erste

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:28 Uhr
ShesSoHigh

interessant wäre jetzt: welche Folgen hätte es, wenn er mitführe, ich meine - hätte er aus dem Iran Konsequenzen zu fürchten?

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:38 Uhr
alcofribas

raus aus der mannschaft. punkt. keine falsche toleranz, keine diskussion

coolfire
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:40 Uhr
coolfire

So isses alco!

ShesSoHigh
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:43 Uhr
ShesSoHigh

finde ich im grunde auch, aber wenn ihm jetzt irgendwas aus dem Iran droht wäre das Erpressung und daher würde ich das unter anderen Vorzeichen sehen.
Wobei sich auch wieder fragt: welche Konsequenzen wären das.

Ich vermute allerdings es gibt überhaupt keine Konsequenzen.

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:45 Uhr
alcofribas

@ssh
wenn der typ nun ein deutscher wäre, und seine nazifreunde würden sagen, wenn du gegen juden spielst, gibts aufs maul, ist das auch kein grund, ihn vor den konsequenzen zu schützen oder einer tatsächlichen oder vermuteten erpressung nachzugeben

coolfire
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:46 Uhr
coolfire

Ausserdem Politik und Sport geht halt gar nicht zusammen! Und dann auch noch Fußball - wie sagte es Bill Shankly so schön:

"Someone said 'football is more important than life and death to you' and I said 'Listen, it's more important than that'."

der_heilige_bimbam
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:47 Uhr
der_heilige_bimbam

sein bruder spielt bei einem teheraner club und ich könnte mir vorstellen, dass die tatsache bei dejagahs entscheidung eine rolle spielt.
von israel nicht mögen, wie im artikel vorschnell behauptet wird, war bisher nie die rede.

ShesSoHigh
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:49 Uhr
ShesSoHigh

Ich finde nicht dass man das gutheißen muss, auf keinen Fall, finde aber doch, dass man das berücksichtigen kann wenn ihm 30 Jahre Kerkerhaft drohen oder was weiß ich.
Genauso gut kannst du auch pauschal sagen: Alle raus die damals nicht im Widerstand waren.
Natürlich ist der moralische Anspruch definitiv, im Widerstand gewesen zu sein, eine andere Frage ist aber, ob man nicht verstehen kann, dass manche eben lieber still waren statt deportiert zu werden.

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

09.10.2007 - 15:53 Uhr
alcofribas

"Alle raus die damals nicht im Widerstand waren"
das wirst du von mir nicht hören. weil ich damals nicht auf der welt war, und damit nicht wirklich eine moralische instanz sein kann.

heutzutage aber sehr wohl. "ein bißchen antisemit" oder "ein bißchen rassiste" geht sowenig wie "ein bißchen schwanger"

Weiter Seite 1 2 3 ... 14

Alle Kommentare anzeigen


Speichern

Jetzt-Mitglied

stefan-winter offline

stefan-winter

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.

Please don't slow me down