„Mandy, 19, hat Langeweile“ – Eine professionelle SMS-Flirterin erzählt
Es muss nicht immer Jamba! sein: Andere Premium-Dienste fürs Handy locken nicht mit Musik und Games, sondern mit der Hoffnung auf Zuneigung: Flirt-SMS.
Hinter den ansprechenden Profilen von Anna aus Russland und der süßen Krankenschwester Jenny stecken allerdings komplett andere Menschen, die sich mit dem Aufbau und Halten des Kontaktes ein Zubrot verdienen.
Die teuren SMS-Dienste wurden in mehreren Prozessen als Betrug eingestuft. Seit dem Telekommunikationsgesetz (TKG) von 2004 und einem Urteil des Landesgerichtes Hannover 2005 sind die Anbieter verpflichtet, nur auf Verlangen zu flirten sowie in jeder Erst-Kurznachricht die Kosten klar offen zu legen. Machen sie auch. Das Erstaunliche: Die Branche wächst trotzdem weiter.
Jetzt.de hat sich mit einer selbstständigen Flirtdienst-Betreiberin unterhalten, die anonym bleiben möchte.

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Verdammt, warum kommen immer die anderen auf solche Ideen.
Muss ich halt weiter beim T-Shirtverkauf bleiben.
Eissenbeisser sagte:
Ist doch das Gleiche wie wenn jemand sein Geld an der Börse verspekuliert
An der Börse kann man aber wenigstens auch Gewinn machen.
Bei einem Planspiel wurden so innerhalb von vier Monaten aus 50.000€ nette 62.000€.
Solange man nicht mit echter Identität unterwegs ist, auf Partnerschaftsseiten wohlgemerkt, fände ich Prostitution den ehrenswerteren Job.
Es sollten die vorgeschriebenen Warnhinweise mal um die Facts, daß es sich zumindest optisch, nicht um die Person handeln kann, die einem antwortet, erweitert werden.
Mal sehen, wie sich dann die Nutzterzahlen entwickeln.
Könnte ja sein, daß einem Mann der Mix aus äußerlicher Attraktivität und konversationsmäßiger Stimmigkeit 2 Öre pro SMS wert ist, auch wenn eine "real life"-Beziehung von vornherein ausgeschlossen ist.
Auch wenn man die Hintergründe der ATX-Realität schon förmlich riechen kann, finde ich die Vorgaukelung von falschen Identitäten i. Zssg. als Dummenfang, der wie bei Dialern schon längst besser geregelt gehört
Das mit der "freien Entscheidung" ist nämlich so eine Sache. Natürlich ist die Entscheidung die kostenpflichtige SMS deren Preis bekannt ist zu schicken frei.
ABER: Geködert wird ja über ein Profil das in einem Umfeld publiziert wird in dem der Nutzer auf Partnersuche zu realen Menschen ist und in dem auch solche inserieren. Wäre sofort klar dass es sich um Kommunikation mit Angestellten handelt die man niemals treffen wird und die mit dem Profil nichts zu tun haben würden wohl 99 % der Nutzer überhaupt nicht schreiben. Das Entscheidende und Unfaire an der Sache ist aber eben, dass genau das nach wie vor ziemlich verschleiert bzw. nur im Kleingedruckten mitgeteilt wird. Den Betrag sind ja viele Menschen bereit zu Zahlen wenn sie die Chance auf eine Partnerschaft erkennen. Solange nicht klar und deutlich (damit meine ich außerhalb des Kleingedruckten, also idealerweise in der ersten vom Anbieter verschickten SMS) gesagt wird dass es sich nicht um einen SMS Chat mit wirklich interessierten Frauen sondern nur mit professionellen Chattern ohne Interesse an privatem Kontakt oder Treffen handelt ist das für mich immer noch sehr hart an der Grenze zum Betrug, auch wenn der juristisch vielleicht nicht nachgewiesen kann.
In jedem Fall werden hier aber einsame Menschen die die Zusammehänge nicht wirklich verstehen ausgenutzt. Denn Menschen die einen solchen Dienst bei vollem Wissen über die Hintergründe nutzen würden dürfte es nur sehr, sehr wenige geben.
dem_osten_so_nah sagte:
Eissenbeisser sagte: Ist doch das Gleiche wie wenn jemand sein Geld an der Börse verspekuliertAn der Börse kann man aber wenigstens auch Gewinn machen.Bei einem Planspiel wurden so innerhalb von vier Monaten aus 50.000€ nette 62.000€.
schön. aber ich hab gesagt: "verspekuliert".
de facto zahlen die Kunden 2 EUR für eine elegant gemachte Lüge.
Und die wenigstens wissen, oder wollen wissen, dass sie für die 2EUR angelogen werden.
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13.09.2007 - 19:25 Uhr
maggiesimpson