Tuvalu: Ein kleines Inselparadies geht unter
Alle reden ständig von globaler Erwärmung. Billigfliegen macht keinen Spaß mehr, weil uns das schlechte Gewissen plagt, und unseren spritfressenden alten Saab wollen wir auch nicht mehr fahren. Und alles wegen des CO²-Ausstoßes. So vorbildlich das sein mag, man fragt sich doch hin und wieder, ob die Folgen wirklich schon absehbar sind.
Auf Tuvalu, dem kleinen Inselatoll rechts neben Neuseeland, sind sie das. Da gibt es ein paar Fakten, die nicht ganz ins romantische Südsee-Bild passen. Tuvalu wird nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach in 25 Jahren unbewohnbar und in 50 Jahren komplett verschwunden sein. Und das, obwohl der CO²-Ausstoß dort ziemlich gering ist. Es gibt ungefähr drei Autos, fünf Motorräder und 5000 Fahrräder. Auch Fabriken wird man nicht finden. 80 Prozent der Menschen leben vom Fischfang, und der wird nicht in Plastik eingeschweißt um die Welt geschickt, sondern auf dem idyllischen Wochenmarkt verkauft.

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Der Untergang ist eine Geschichte mit etlichen Fortsetzungen, natürlich, denn es handelt sich hier nicht um den Untergang des III. reiches, sondern um den der vor allem wegen der Domain-Endung .tv bekannten Inselgruppe Tuvalu. Der widmet das investigative Magazin "jetzt.de" jetzt einen traurigen nachruf, der folgendermaßen anhebt:
Tuvalu: Ein kleines Inselparadies geht unter
Alle reden ständig von globaler Erwärmung. Billigfliegen macht keinen Spaß mehr, weil uns das schlechte Gewissen plagt, und unseren spritfressenden alten Saab wollen wir auch nicht mehr fahren. Und alles wegen des CO²-Ausstoßes. So vorbildlich das sein mag, man fragt sich doch hin und wieder, ob die Folgen wirklich schon absehbar sind. Auf Tuvalu, dem kleinen Inselatoll rechts neben Neuseeland, sind sie das. Da gibt es ein paar Fakten, die nicht ganz ins romantische Südsee-Bild passen. Tuvalu wird nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach in 25 Jahren unbewohnbar und in 50 Jahren komplett verschwunden sein.
Hätte man dieselbe Geschichte mit anderen Worten nicht zufällig schon vor sechs jahren im investigativen "Spiegel" gelesen Der Untergang, müsste man Kenntnis davon haben, dass der Anstieg des Meeresspiegels vielleicht eine Möglichkeit irgendwann in der Zukunft sein könnte, sich aber bis heute mit Daten nicht belegen lässt. Sieht man im Bild schön:
Google findet derzeit dennoch 42.000 Trefferstellen für Tuvalu + Untergang. Etliche davon hat sicher auch jetzt.de fleißig abgesurft. Und so geht Tuvalu unter, und unter, und unter und immer weiter unter. Ohne einen einzigen Meter zu versinken...
Gepostet von binladenhüter an 19:23 0 Kommentare
http://politplatschquatsch.blogspot.com/
Zum Glück hilft Wikipedia immer:
"Tuvalu liegt im Südwesten des Pazifischen Ozeans, östlich von Papua-Neuguinea und nördlich von Neuseeland. Zu den umliegenden Inseln gehören die Salomonen, Nauru, Kiribati, Tokelau, Samoa, Wallis und Futuna, Fidschi und Vanuatu."
aber halt eine schön plakative empörvorlage für ökomoralisten.
gibts eigentlich noch weltverbesserer, die sich über den völkermord in darfur oder hunger in nordkorea empören ?
Aber Klimawandel ist trotzdem doof. Dennoch gut recherchiert von politkwatsch.
30.03.2007 - 01:17 Uhr
the-wrong-girl
30.03.2007 - 01:28 Uhr
the-wrong-girl
was du mir getan hast, hast du der ganzen welt getan. Selten sind uralte Weisheiten so wahr gewesen, wie auf tuvalu. (Rede nur von dem Satz, nicht vom christlichen-jüdischen Weltbild). Daß sich der Untergang nicht in 5 Jahren (für den westlichen Medienkonsumenten ist das - zugegeben - nicht nur Schnee von gestern, sondern Steinzeit) seit dem Spiegel-Artikel, sondern in Jahrzehnten abspielt, was für erdverhältnisse quasi erdrutschartig ist, sollte man sich mal in aller Ruhe vergegenwärtigen (!). Dann entlarvt sich nämlich dein Politgequatsche als das was es ist, nämlich unendlich eingebildetes und selbstbezogenes Zeug, von jemandem, der nicht mal über den eigenen Tellerrand geschweige denn die Grenzen des eigenen Landes oder der eigenen Zeit zu denken können scheint.
Wie sagte schon Kant: "Eine Rechtsverletzung an einem Platz der Erde wird an allen gefühlt" (Zum ewigen Frieden)
Tuvalu sind wir alle!
Zehn Jahre später ist vielleicht Hiddensee dran, 20 Jahre später Usedom und Rügen braucht auch nicht mehr lange warten, dann sind die friesischen Inseln schon lage weg. Vielleicht sind das Perspektiven, die ihr versteht.
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29.03.2007 - 19:50 Uhr
spaetabends