Steckt euer Geld in den Krieg und werdet reich!
Katja Kobolt ist eine gute Finanzberaterin: dunkles Kostüm, höfliches Lächeln, große Versprechen: „Investieren Sie Ihr Geld doch in die Rüstungsindustrie“, rät die 29-Jährige den Passanten in der Münchner Fußgängerzone. „Organhandel und Zwangsprostitution sind auch lukrative Branchen.“ Dazu gibt es Glückskekse und ein Glas Sekt. Nachdenklich blättern sich die potentiellen Kunden durch die Broschüren. Katja leitet den Warmarkt Inc., natürlich ein politisches Satireprojekt, mit dem die Slowenin zurzeit durch Europa tourt. Mit jetzt.de sprach die vermeintliche Kriegs-Gewinnlerin über die Hintergründe ihrer Aktion.
Katja, du führst den Leuten vor, wie viel Rendite sie mit dem Krieg machen könnten. Am meisten Gewinn wirft wohl der Waffenhandel ab. Welche Branchen empfiehlst du uns noch? Wie wäre es mit Organhandel? Der Gewinn, der da für dich abspringt, ist einfach sagenhaft - besonders in Nachkriegsgebieten. Eine verarmte Mutter gibt für ein paar Hundert Euro gerne ihre Niere weg, wenn sie mit diesem Geld ein Schuljahr für ihr Kind bezahlen kann. Aber auch Investitionen in die Medienkonzerne und Fotoagenturen können sehr rentabel sein. Während dem Krieg können die blutige Informationen und Bilder liefern, das wiederum führt zu höheren Werbeeinnahmen. Am Ende streichst du als Investor eine satte Dividende ein. Das ist ziemlich zynisch. Politisch korrekt ist es natürlich nicht. Wir übertreiben total, und erzählen teilweise echt geschmacklose Sachen. Aber wir nennen die Dinge beim Namen und verzichten auf ethische Euphemismen.

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13.12.2006 - 21:03 Uhr
soylentyellow
Man denke an den 11. September, "Traumeinschaltquoten" aber keine Werbung. Warum? Aus Pietät etwa? Nein. Sondern weil Menschen die aus Hochhausfenstern springen kein adäquates Werbeumfeld für "flauschig weiches" Flüssigvollwaschmittel schaffen. Der "feel good" Faktor, das heimelige Wohnzimmer-Feierabend-Gefühl welches mit dem Produkt assoziert werden soll stellt sich bei solchen Bildern einfach nicht ein.
Auch in der Medizin ein hochexplosives Thema... Aber können wir eine ethische Diskussion überhaupt führen -dh. gibt es überhaupt genügend Interessierte, oder haben wir uns dem Kommerz alle schon ergeben (hoffentlich nicht)
Ist schon abgefahren wie manche Regierungen und Länder Ihren Haushalt aufbessern. ( Wenn die Feinde keine Waffen mehr zum Krieg spielen haben dann geben wir Ihnen halt welche. Ist doch klar)
kommentare: hahahahahahahahaha
Ich hab's jedenfalls gemacht und bereuen tu' ich nicht!
04.05.2007 - 20:31 Uhr
HansGaertner
Ich hab's jedenfalls gemacht und bereuen tu' ich nicht!
Die angegebene Firma hat ihren Sitz in Israel und ob sie wirklich eingetragen und lizensiert ist sei dahingestellt.
Stellt Euch vor, dass Ihr geduldig auf den Anstieg des Dinars gewartet haben. Plötzlich wird Euch beim Wechsel der Noten mitgeteilt, dass es sich um gefälschte Noten handelt oder dass die Noten in einem schlechten Zustand sind und deshalb von der Bank nicht akzeptiert werden. Oder Ihr könnt nicht Belegen, dass Ihr der rechtliche Besitzer der Noten sind.
Deshalb ist es empfehlenswert sich seinen Verkaufspartner genau unter die Lupe zu nehmen und nur von seriösen und lizensierten Firmen zu kaufen.
Die Firma M&S Investment GmbH aus Zürich macht einen sehr guten Eindruck: schaut mal unter www.dinar2buy.com
Hab also recht lange nach dem passenden Händler gesucht und mich letztendlich doch auch für DinarToday.com entschieden, die sahen in der Hinsicht am zuverlässigsten aus.
Also: erst eine Probebestellung von knapp 250 Euro - die Dinars wurden nach 5 Tagen von einem FedEx-Kurier (!) gebracht. Mit Echtheitszertifikat und Garantieschein!
Vom Preis-/Leistungsverhältnis gehen die Firma eindeutig als Sieger hervor - einen Aufpreis von 150 Euro für die selbe Leistung, der von anderen Firmen verlangt wird, ist IMO nicht nachvollziehbar...
Die Investition in irakische Dinar kann ich jedenfalls jedem weiterempfehlen!








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13.12.2006 - 20:57 Uhr
soylentyellow
Heute wäre allerdings ein schlechter Zeitpunkt in Aktien dieser Firmen zu investieren (Irak-Krieg zieht sich hin => nicht mehr "sexy", kein "Nintendo-Krieg" mehr, Werbeverbot für Tabak in der EU).
Direkt nach dem 11. September oder Anfang 2003 (als sich der Irak-Krieg abgezeichnet hat und die Aktienkurse allgemein niedriger lagen als heute) wäre ein wesentlich lukrativerer Zeitpunkt gewesen.
Investitionen in Organ- und Drogenhandel sowie Prostitution sind da schwieriger weil meist verboten und keine Aktiengesellschaft...wären aber sicher noch lukrativer.
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Super Idee anzuregen darüber nachzudenken wo man die Grenze zwischen Moral und Rendite zieht. Vor allem bei denjenigen die sich dabei ertappen, mit dem Gedanken zu spielen sich auf eine eingehendere Beratung einzulassen...