Frau Merkel, hier sind wir! Wie Studenten die Bundeskanzlerin erreichen wollen
Seit Juli wendet sich Angela Merkel in Videopodcasts wöchentlich an die deutschen Web-Bürger. Um ihr zu antworten, gingen fünf Studenten aus Brandenburg einen ungewöhnlichen Weg. Sie schufen www.direktzurkanzlerin.de. Dort können Bürger der Kanzlerin schreiben. Im Kanzleramt mag man die Idee: "Wir finden, das ist eine tolle Sache", ließ Rüdiger Petz vom Bundespresseamt verlauten. Ein Interview mit Initiator Caveh Valipour Zonooz.
Wie kam es zu der Website www.direktzurkanzlerin.de? Unsere Seite ist als direkte Reaktion auf den Videopodcast der Kanzlerin zur High-Tech-Strategie der Bundesregierung am 2. September entstanden. Da hätte ich Ihr am liebsten in den Monitor gerufen: „Hallo, hier sind wir!“ Wir hatten Ihr nämlich kurz zuvor eine E-Mail geschrieben, in der wir sie auf das Problem der Innovationsförderung an unserer Hochschule aufmerksam machen wollten und bekamen darauf nur eine automatisierte Antwort. An der Idee haben wir teilweise 24 Stunden gearbeitet, weil wir die Seite gerne zum Tag der Deutschen Einheit online haben wollten. Wie war die Resonanz bisher? Wir hatten schon bevor wir richtig losgelegt haben innerhalb weniger Tage 20.000 Klicks auf die Seite. Seit die Bürger selber posten können, also seit dem 3. Oktober sind in der Summe noch einmal 25.000 Klicks dazugekommen.

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