23.03.2006 - 01:02 Uhr

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Extrem! - Volkskrankheit Narzissmus

Text: lagerfunk

Extrem! - das Ende der Ironie Pluralismus - Extremismus - Spassgesellschaft - Narzissmus - neurotische Singles - Die einsame Masse - Anonymität - Social Networks - Perversionen - Borderline-Strukturen - Borderliner - Bindungsprobleme Ich spreche nachfolgend von Tendenzen. Der Text ist gewollt so "extrem" pauschalisierend, um die Leute aufzuwecken. Im Endeffekt betrifft es Alle in der Gesellschaft, ob Narzisst oder nicht. Mangelnde Zivilcourage Rentenlücke 0190-Pornographie im TV ... etc - die negativen Auswirkungen der Volkskrankheit Narzissmus sollte jeder mal selbst versuchen zu erkennen. Die heutige Gesellschaft : Narzisstisch gestörte Menschen. (ich bin mir relativ sicher das sich bei allen folgenden Aspekten empirisch belegen lässt das sie tendenziell in unserer Gesellschaft zugenommen haben) 1 Gewalt & Pornographie (Gesehen werden, "zu etwas Nutze sein", Anerkennung, Geld, Prestige) Ein aktuelles Beispiel sind die Gewalt- und Sex- Videos auf mobilen Endgeräten von Jugednlichen in Schulen. 2 Sadismus & Masochismus (Ego-Sexualität) Pornographie gibt es heutzutage en masse in allen möglichen Diversifikationen. 3 Pluralismus & Borderliner & SubKultur (Suche nach Identität) Grosse Koalition, Marilyn Manson. 4 Süchte & Zwänge (Suche nach Identität) Alkohol- und Drogenkonsum, Übergewicht. "Traditionell wird unter Narzissmus Selbstliebe und Ich-Bezogenheit verstanden. Dieser Lesart eines zentralen psychoanalytischen - und inzwischen auch umgangssprachlichen - Begriffs setzt Martin Altmeyer eine intersubjektive Definition entgegen. Der Narzissmus thematisiert das Grundbedürfnis, von anderen Menschen gesehen, beachtet, anerkannt und geliebt zu werden. Der Narzissmus ist gerade nicht die einsame Selbstbespiegelung. Im Spiegel der Umwelt bildet sich das Selbst. Wir wissen, dass der primäre Narzissmus des Säuglings auf die Haltefunktion der Mutter und das Lächeln in ihrem Blick angewiesen ist. Wir erleben, dass das narzisstische Kind Aufmerksamkeit und Bewunderung sucht. Wir sehen, dass die Selbstinszenierung des Medienstars den Beifall des Publikums braucht. Und wir ahnen, dass auch die narzisstische Störung einen stillen oder lärmenden, aber immer verzweifelten Kampf um intersubjektive Anerkennung bedeutet." Die neue Elite, die sich von den alten Prinzipien lossagt, identifiziert sich nicht mehr mit dem Ethos der Arbeit und der Verantwortung für erarbeiteten Wohlstand, sondern mit einer Weltanschauung, die Hedonismus und Selbsterfüllung als höchste Werte erkennt. http://www.single-generation.de/kohorten... Kommentar: Narzissmus häufiger in Industriestaaten. Durch Industrialisierung und einhergehendem Materialismus. Die produzierten und konsumierten Objekte substituieren Menschen bzw. Subjekte. Die zwischenmenschlichen Beziehungen, alte Werte wie Familie und richtige Freundschaft tritt in Hintergrund und vermindert ganz drastisch auch die eigene Indentifikation. Identitätskrise, das Finden der eigenen Identität funktioniert nur durch soziale Interaktion. Das Fehlen dieser sozialen Interaktionen führt zwangsweise in Egomanie, dem unstillbare Drang seine eigene Person zu verkaufen, dem Bedürfniss nach Anerkennung - Narzissmus. Menschen mit narzisstischen Störungen wollen keine Familie oder echte Beziehungen, wo der Zusammenhang, der Sinn die Bedürfnisse des Anderen bedeutet, sondern wollen hauptsächlich vorrangig ihre Persönlichkeit entwickeln und zur Anerkennung treiben. Dieser Trend schon seit ungefähr den 70er Jahren. Die narzisstischen materialistischen Eltern die eher ihre eigenen hedonistischen und materialistischen Ziele verfolgen, die eigene Persönlichkeit Aufmerksamkeit sucht anstatt dem Kind Anerkennung und Liebe zu geben führt schliesslich gleichsam in den Narzissmus der Kinder. Eltern narzisstisch, Kinder narzisstisch. Das Kind sucht in seinem späteren Leben nach der fehlenden Anerkennung. Es ist ein Teufelskreis. Die Identität seiner Selbst wird der Narzisst nicht in einer Familie sehen, da er auf sich konzentriert ist, seine Ziele verfolgt, seinen Nutzen maximieren will. Er wird Schwierigkeiten haben Liebe zu geben, sich Anderen zu opfern, Verantwortung zu übernehmen. Das führt zu einer fragmentierten pluralistischen Ego-Gesellschaft. Spassgesellschaft und Social Networks. Hedonismus und Identitätssuche. Das ist unsere heutige Gesellschaft. Getrieben durch modernes Marketing. http://www.taz.de/pt/2005/04/09/a0056.1/... Der narzisstische Individualist will seinen eigenen Spass maximieren, sucht schnell wechselnde Partner, wo er keine Verpflichtungen eingehen muss. Wiederum sucht er permanent nach Identifikation, nach Anerkennung, dies durch soziale Interaktion im Internet, ohne jegliche Verpflichtung, in der Anonymität, im Cyberspace, in Virtual Communities, als Blog. Einsamkeit, die Isolation des Einzelnen, manifestiert sich in etlichen Partner-Börsen und anonymisierten Kommunikations-Plattformen. Der Drang nach Spass wird immer grösser, man will immer mehr Freizeit und Genuss. Das bedeutet im Grunde weniger Produktivität der Gesellschaft. Heutzutage muss immer mehr möglich gemacht werden, vor allem müssen die Produkte billig sein, da die gewonnene Freizeit in einer verminderten Entlohung resultiert. Woraus besteht diese Neue Effizienz, das Wirtschaftswachstum der (alten) Industrie-Gesellschaften? Sie basiert auf der kosteneffizienten Produktion in Billiglohnländern, wo Arbeiter skrupellos am Existenzminimum Out-gesourced werden. So genannte Sweatshops. Ständig steigende, extremere Bedürfnisse, eine ständiges Wirtschaftswachstum und Emerging Markets die diese Bedürnisse tragen müssen. Was sollen wir dagegen tun? In den Spiegel schauen und sich fragen wie narzisstisch gestört man ist.


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4 Kommentare

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qella
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Mag ich Mag ich nicht

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23.03.2006 - 11:20 Uhr
qella

"Der Drang nach Spass wird immer grösser, man will immer mehr Freizeit und Genuss. Das bedeutet im Grunde weniger Produktivität der Gesellschaft."

ist man heute nicht eher bereit auf freizeit zu verzichten ?
heute kann nur der genießen, der vorher gearbeitet hat. unter genuss wird heute meist nur noch konsum verstanden.

jonina
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Mag ich Mag ich nicht

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23.03.2006 - 12:00 Uhr
jonina

wieso postest du den kram eigentlich zum dritten mal.

qella
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Mag ich Mag ich nicht

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26.03.2006 - 13:52 Uhr
qella

habe aber schon daran gedacht hier mehrfach zu posten. ansonsten verliert sich hier ja alles.

dustinthewind
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Mag ich Mag ich nicht

0

20.01.2010 - 12:58 Uhr
dustinthewind

Das in diesem sehr guten und aufrüttelnden Artikel beschriebene Phänomen des unsere Gesellschaft von innen auffressenden Narzissmus ist das große Problem unserer Zeit und die Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft echte Lösungen zu finden wird von Generation zu Generation geringer, denn wie im Artikel richtig erkannt, wird Narzissmus vererbt, von den narzisstischen Eltern also an narzisstische Kinder weitergegeben. Da wächst ein Krebsgeschwür, dass sich selbst ernährt und sich selbst genug ist. Wo immer mehr Narzissten, wird es immer unwahrscheinlicher von anderen die dringend benötigte Bewunderung für die eigene Genialität zu finden, dass führt zu immer größerer Unzufriedenheit und in Verbindung mit finanzieller Unabhängigkeit, die sich Narzissten in überdurchschnittlicher Weise zu verschaffen wissen, zu einer immer stärker wachsenden habituellen Rastlosigkeit.

Ich habe in dieser Hinsicht meine vielleicht etwas speziellen Erfahrungen gesammelt, die aber meiner Meinung nach ebenfalls viel mit dem hier beschriebenen Phänomen zu tun haben.

Ich bin viele Jahre in verschiedenen Teilen der Erde auf Reisen gewesen und habe mich immer gefragt, warum man, wohin man auch immer kommt, schon nach kurzer Zeit vor allem auf ein Volk trifft: Deutsche. Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Typen, aber einer Gattung begegnet man einfach auffallend häufig: Reisende, die einem ungefragt erzählen, wie lange sie unterwegs sind und was sie schon alles gesehen haben und Reisende mit riesigen, mit allem Luxus und allen nur denkbaren Sicherungseinrichtungen ausgerüsteten, und auf den oft gut ausgebauten Straßen peinlich deplatziert wirkenden Expeditionsfahrzeugen, die ebenfalls nichts eiligeres zu tun haben, als jedem, ob er es hören will oder nicht, von seinen unglaublichen Abenteuern, und hunderttausenden von zurückgelegten Kilometern zu erzählen. Da werden Länder zu Objekten krankhafter Raffsucht um das übersteigerte Ego weiter aufzublähen. Goodbye Deutschland - in anderen Ländern bin ich noch wer!


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