izzy_bizzy sagte:
Generell ist es oft einfach die "Verlustangst". Starke Persönlichkeiten können auch eine Fernbeziehung führen. Klammeraffen kommen eben lieber mit.
Ob man es kann ist die eine Seite. Ob es auf Dauer glücklich macht ist die andere.
Ich kenne keine Fernbeziehung, bei der beide Partner mit der Situation glücklich sind und bei der das Ende der "Ferne" nicht abzusehen ist. Schon gar nicht, sobald Kinder da sind.
uther_the_puter sagte:
geile haxen.
Ich wollt gerade schon Fragen: Bin ich der einzige der sich denkt: "Das Paket nehm ich mit"
apollyon sagte:
izzy_bizzy sagte:
Generell ist es oft einfach die "Verlustangst". Starke Persönlichkeiten können auch eine Fernbeziehung führen. Klammeraffen kommen eben lieber mit.
Ob man es kann ist die eine Seite. Ob es auf Dauer glücklich macht ist die andere.
Ich kenne keine Fernbeziehung, bei der beide Partner mit der Situation glücklich sind und bei der das Ende der "Ferne" nicht abzusehen ist. Schon gar nicht, sobald Kinder da
sind.
Du kennst mich halt nicht ;-) Mein Partner und ich leben sehr glücklich auseinander in verschiedenen Städten, besuchen uns aber regelmäßig. Kinder kommen für uns eh nicht in Frage, ansonsten müssten wir wohl zusammenziehen.
Nicht jeder identifiziert sich so sehr mit seiner Arbeit, dass deren Aufgabe gleich einem Identitätsverlusst gleich kommt. Manche Menschen identifizieren sich eher durch ihre sozialen Strukturen. Da würden dann viele kritisieren "Aber was ist denn mit der Selbstverwirklichung? Man kann doch nicht nur mit dem Partner verschmelzen und sich mitschleifen lassen." Darauf könnte man erwiedern, ob es denn wirklich allein der Job ist, der einem Menschen Identität und ein Selbst gibt, ob es nicht auch viele Menschen gibt, die sich und ihr soziales Gefüge über den Job verlieren und vergessen. Ob das so viel wünschenswerter ist. Das muss natürlich nicht sein. Es kommt auf die jeweiligen Menschen im einzelnen an und zugleich auf das Paar als solches.
Auch muss es nicht sein, dass der "Mitziehende" von nun an gelangweilt daheim sitzt. Auch hier sind Menschen sehr verschieden. Die einen sind sehr flexibel und kreativ darin sich stets neue Aufgaben und Projekte zu suchen. Andere können sich nunmal nicht vorstellen, dass es einen anderen Lebensweg geben kann, als Schule, Bausparvertrag, Job, Rente, Grab.
Vielleicht zieht so mancher mit, weil er ganz opportunistisch die Gelegenheit wahr nimmt etwas mehr von der Welt zu sehen. Vielleicht auch weil er oder sie den Partner nicht nur als Lebensabschnittsgefährten, sondern als seine/ihre Familie begreift.
Ich glaube nicht, dass es etwas bringt mitzuziehen, wenn sich eigentlich das ganze Innere dagegen sträubt. Gleichzeitig macht es längerfristig Sinn den Partner zum bleiben bewegen zu wollen, wenn es für ihn/sie ein Opfer ist, dass von da an zwischen beiden steht.








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12.11.2012 - 16:45 Uhr
chrinamu
Mein Freund und ich sind beide Geisteswissenschaftler, da ist Umziehen für den Job vorprogrammiert. Momentan führen wir eine Fernbeziehung, weil er gerade einen Job neu angetreten hat, und wenn mein Vertrag in einem Jahr ausläuft, werde ich ihm wohl hinterherziehen - aber nur, wenn ich eine gute Stelle finde. Da es unrealistisch wäre, dass wir immer beide gleichzeitig neue Jobs brauchen und auch noch zwischen mehreren Orten wählen können, wird das wohl immer wieder mal vorkommen. Wichtig ist, dass nicht immer derselbe nachgibt, und dass man offen drüber reden kann.
Im Text hab ich den Eindruck, dass die Frauen mehr aufgeben. Gut, Anna hat ihn zum Umzug bewegt, aber danach sehr offensichtlich ein schlechtes Gewissen gehabt und ganz viele Zugeständnisse gemacht. Im zweiten Beispiel hingegen scheint der Mann kein schlechtes Gewissen zu haben.