20.04.2014 - 00:50 Uhr

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Ein ständig wachsendes Lehrbuch

Text: magdalena-pemler  Bild: Hans Hellfried Wedenig/startnext

Während in Bussen und Trambahnen e-book Leser mehr und mehr das Gesamtbild bestimmen, müssen die meisten Schüler immer noch aus Büchern lernen. Zwei Berliner Väter von Schulkindern - einer davon selbst Lehrer - wollen das jetzt ändern: Mit Hilfe von crowdfunding soll das erste offene e-Schulbuch realisiert werden.
6 Kommentare
frustemanze
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Mag ich Mag ich nicht

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08.11.2012 - 19:44 Uhr
frustemanze

männer sind säue!

clnet
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Mag ich Mag ich nicht

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09.11.2012 - 00:25 Uhr
clnet

Es kann einfach nicht angehen, dass man jedem Schüler ein identisches Buch gibt und sagt: Hier, das musst du bis zum Ende des Jahres durchgeackert haben.

Warum denn nicht? Mit gleicher Berechtigung könnte der Schüler zum Lehrer sagen: »Es kann einfach nicht angehen, dass Sie hier jedem einen identischen Zettel geben und dann sagen: ›Hier, den füllt ihr aus und gebt ihn am Ende der Stunde wieder ab.‹«

Das Schulbuch ist ohnehin überschätzt. Wir mussten Jahr für Jahr tonnenweise Bücher einkaufen, oder ausleihen. Die lagen dann im Ranzen, oder zu Hause im Regal, oder auf der Schulbank – immer zugeklappt. Gebraucht hat man sie nur, um Übungsaufgaben daraus abzuschreiben.
Die Schulbücher, die ich noch habe, sind so gut wie unbenutzt. Außer Mathematik (Übungsaufgaben!) und Sprachen (total zerfleddert).

Man sollte auch nicht zu viel von der wundertätigen Macht der Modularisierung und Verlinkung erhoffen. Gerade wenn man etwas neues lernt, ist es doch besser, einer wohl erdachten Struktur zu folgen, als von Link zu Link hüpfen. Man findet dabei zwar höchst interessante Informationen, weiß aber nicht mehr, wie und warum man dorthin gekommen ist (siehe auch »wikipedia-Syndrom«, früher auch »Brockhausche Krankheit« genannt).

izzy_bizzy
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Mag ich Mag ich nicht

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09.11.2012 - 06:29 Uhr
izzy_bizzy

Wo dominieren denn die eBook Reader-Fraktionen? Wenn ich unterwegs bin, bin ich meist alleine mit dem Gerät in Bus und Bahn.

Jaheira
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Mag ich Mag ich nicht

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09.11.2012 - 21:32 Uhr
Jaheira

von clnet:

>> Es kann einfach nicht angehen, dass man jedem Schüler ein identisches Buch gibt und sagt: Hier, das musst du bis zum Ende des Jahres durchgeackert haben.


>Warum denn nicht? Mit gleicher Berechtigung könnte der Schüler zum Lehrer sagen: »Es kann einfach nicht angehen, dass Sie hier jedem einen identischen Zettel geben und dann sagen: ›Hier, den füllt ihr aus und gebt ihn am Ende der Stunde wieder ab.‹«

Möchten wir, das jeder Schüler sein Potential entfaltet und möglichst viel und dauerhaft lernt, oder möchten wir es den Schülern aus Ignoranz oder gar mit böser Absicht unnötig schwer machen und dann sagen: Du musst Dich mehr anstrengen?

Ich möchte gute Ergebnisse erziehlen, und Tablets - vor allem mit Tastatur - bieten tatsächlich viele Chancen: aktuelles Lernmaterial, Lehrtexte mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, verloren gegangenes wichtiges Vorwissen nachschlagen, Internetrecherche, Zusammenabeit mit Mitschülern über die Tablets... . Die Technik ist überzeugend, und Tablets oder Notebooks werden auch in Deutschland Standard werden. Entweder wir fördern und entwickeln Lernmaterial, oder wir werden lokalisierte Lernprogramme von ausländischen Firmen einkaufen, die früher Erfahrung sammeln und uns dann später weit voraus sein werden.

Das deutsche Modell mit Lehrern als Autoren und Verlagen als Lektorat hat keine Zukunft. Lernprogramme erfordern interdisziplinäre Zusammenarbeit von Autoren, Gestaltern und Technikern und außerdem eine Erweiterung der Methoden.

clnet
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10.11.2012 - 00:53 Uhr
clnet

@Jaheira:
Schön und gut. Wir wollen alle nette Nachbarn, weiße Weihnacht und den Weltfrieden. Aber damit ist nichts bewiesen.

Macht ein Buch es den Schülern »unnötig schwer« etwas zu lernen? Warum?

Ein Tablet bietet natürlich viele technische Möglichkeiten, sprich mögliche Lösungen. Wie sieht aber das Problem aus, dass mit diesen Möglichkeiten gelöst werden kann?

Bei allen technischen Möglichkeiten ist das Problem doch heute dasselbe wie vor Jahrhunderten: wie fasst man eine Erkenntnis so, dass ein anderer sie versteht? Ich streite nicht ab, dass ein Tablet dabei helfen kann, aber ich bezweifle, dass der Vorteil gegenüber »herkömmlichen« Methoden gravierend ist. Man denke da nur an die PowerPoint-Orgien, die manche Leute als Vortrag bezeichnen.
Ich fürchte, nur fähige Lehrer werden das neue Medium gut »bespielen« können;
Jedoch kommen derart fähige Leherer mit den alten Möglichkeiten vermutlich genauso gut zurecht.

Trotzdem ist es natürlich gut, mit den neuen Techniken zu experimentieren und eigene Inhalte zu entwickeln. Viel Glück, allen, die es versuchen!

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

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16.11.2012 - 15:23 Uhr
Digital_Data

Also ich finde das rundum gut.

1. Kann man in einem Pad viele Bücher tragen und digital sind die deutlich leichter.

2. Gibt es die Möglichkeit ein Ergebnis eben nciht nachzuschauen und dann zu wissen man war falsch, man hat die Möglichkeit falsch anzuzeighen ohne die Lösung zu verraten, damit kannd er Schüler die richtige Lösung weiter suchen.

3. Kann man Lehrinhalte tatsächlich besser anpassen. Ein fremdsprachen Text kann z.B. in verschiedenen Versionen vorliegen und damit an die INteressen des Schülers angelehnt sein. Das würde den Lerneifer sicher erhöhen.

Mir fallen da noch viele andere Vorteile ein.

Digital_Data



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magdalena-pemler

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