-
Ist das Kunst
oder kann das weg?
Wir glauben...
dass der christliche Glauben nicht abhängig ist von der Zugehörigkeit zu einer Kirche, oder einer Glaubensgemeinschaft. Nachdem wir im schlimmsten Leid von unserer ev. Kirche alleine gelassen wurden und viel unchristliches und unbiblisches auf der Suche nach Glaube erlebt haben, sind wir aus unserer ev. Kirche ausgetreten.
Martin Luther schrieb einmal:
"Laßt uns tilgen die parteiischen Namen,
und uns Christen heißen,
nach Christus, dessen Lehre wir haben".
Wir haben nach vielem Lesen, von allen möglichen Büchern - von Esoterik bis zum tibetischen Totenbuch - Glauben, Kraft und Trost in der Bibel gefunden haben.
Wir können heute verstehen, wenn Jesus sagt:
"Niemand kommt zum Vater,
denn durch mich".
Jesus sagte aber auch:
"Der Vater und ich sind eins".
Heute wissen wir, Gott, Jesus und den heiligen Geist kann man erst durch die Geburt, durch das Leiden und die Auferstehung Christi verstehen.
Für uns, als frühere Atheisten mit Kirchenzugehörigkeit war dieser Glaube ein weiter Weg und eine lange Suche.
Uns hilft der Glaube und es tröstet uns zu wissen, dass Gott, durch Jesus Mensch wurde und durch seinen Tod und die Auferstehung, Satan besiegte.
Worte der Bibel aus Hebräer 2,14:
Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind,
hat auch er's gleichermaßen angenommen,
damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem,
der Gewalt über den Tod hatte,
nämlich dem Teufel"
Nach dem Mord an unserer Tochter hatten wir zuerst den Glauben an Gott aufgegeben. Was soll das für ein Gott sein, der soviel Leid und Unrecht zuläßt ?
Heute denken wir anders.
Was wäre das für ein Gott, der immer eingreifen würde auf dieser sichtbaren Welt ?
Hätten wir da noch einen freien Willen ?
Wären wir nicht alle Marionetten, wenn Gott ständig eingreifen würde ?
Müßten wir da noch auf Gottes Reich warten ?
In der Bibel haben wir gesucht und gefunden:
Wir glauben.....
an eine sichtbare und eine unsichtbare Welt, so wie dies Paulus im 2. Kor. 4, 17 und 18 schreibt:
"Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist,
schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit,
uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare,
sondern auf das Unsichtbare.
Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich;"
und in Hebräer 11,1 schreibt Paulus:
"Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das,
was man hofft,
und ein Nichtzweifeln an dem,
was man nicht sieht."
Jesus selbst sagt:
"Gottes Reich ist mitten unter euch".
Wir wissen, dass dies ein "kindlicher Glaube" ist. Jesus selbst aber sagt in Matthäus 18,3:
"Wahrlich, ich sage euch:
Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder,
so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."
Uns hat dieses Denken, dieser Glaube geholfen, anständig zu bleiben, keine Rache zu üben, vor der ich als Vater, kurz davor stand. Ich kannte damals, als "Namenschrist" nur die Worte der Bibel:
"Auge um Auge,
Zahn um Zahn".
und so benahm ich mich auch. Rache, und dies, um jeden Preis.
Erst in der tiefsten, schlimmsten Verzweiflung, kurz vor meiner eigenen Verhaftung, da ich nur auf Selbstjustiz aus war, konnte ich in der Bibel, die ich früher als Märchenbuch bezeichnete, kurz nach dem Konfirmationsspruch unserer Tochter lesen:
Römer 12,12 der Konf. Spruch unserer Tochter:
"Seid fröhlich in Hoffnung,
geduldig in Trübsal,
haltet an am Gebet".
..einige Verse weiter las ich unter Tränen, so als ob mir dies unsere Tochter persönlich sagte:
"Rächt euch nicht selbst,
ihr Lieben,
sondern gebt Raum dem Zorn Gottes,
denn es steht geschrieben:
Die Rache ist mein,
ich werde vergelten spricht der Herr".
Römer 12,19
Wir glauben daher an eine Gerechtigkeit "nach dem Tod", denn den Glauben an eine gerechte Justiz, oder eine helfende, tröstende Kirche, den haben wir verloren.
Bei uns wurden die Worte Martin Luthers war:
"Und der Glaube ist nimmermehr
stärker und herrlicher,
als wenn die Trübsal und Anfechtung
am größen ist."
Der wesentliche Unterschied zwischen Katholiken und evang. Christen ist wohl die Tatsache, dass - sehr reduziert, aber im Prinzip m.E. richtig ausgedrückt - erstere vor allem an die Kirche und die andern an Christus glauben. Kein Mensch kann aber an Gott glauben, wenn es der Heilige Geist ihm nicht möglich macht. Auf diesen Kern des Glaubens legen m.E. Evangelen mehr Wert, als Katholen. Den Glauben erklären zu wollen (auch die Warum- und Wozu-Fragen) ist genauso sinnlos, wie einen anderen Menschen zu Gott bekehren zu wollen. Gott ist Liebe und er ist zugleich ein dunkler, unnahbarer Gott. Wer will das schon "verstehen"? Letztendlich kommt es mit der Frage auf den Punkt "Warum musste das Böse in die Welt kommen?", wenn es allein der Sourveränität Gottes zusteht, den Menschen durch Glauben wieder zum Guten zu führen. Nur wenn mich der Heilige Geist fähig zu glauben macht, kann ich Frieden über allen diesen Fragen, Geheimnissen und Ungereimheiten finden. Das ist immer eine sehr persönliche Sache.
Guter Beitrag, aber wie ist das alles zu reparieren.
Vor einigen Monaten hatte ich ein besonderes Erlebnis. In einer Hubertusmesse wurde angekündigt, dass der katholische Priester (Jäger) etwas zu St. Hubertus sagen würde. Der sagte: Nein, wenn ich die Legende weglasse, bleibt nicht mehr viel übrig. Entsetzen, nur einer hat gejubelt. Der wurde auf dem Heimweg nachdenklich. Die Bibel ist sicher voller Legenden, mit denen Arme und Ausgegrenzte gemäßigt werden sollten, die Auserwählten konnten gut profitieren. Wie soll ein moderner Kirchenmann erklären, wenn in 2000 Jahren keine Änderungen in der Auslegung geklärt wurden??
Gruß






17.09.2010 - 17:24
Pfaffenmilch
Hallo Hubertus, zu Deinem Kommentar fällt mir etwas ein:
Der Hl. Hubertus ist der Patron der Jäger und der Hl. Franziskus der Patron der Tiere. Wer wird bei einer Jagd vor Gott den größeren Einfluß haben?