Jetztpage von Montrose

Nicht hoch zu wachsen, aber schlank und frei.

Über mich
  • ich bin...

    schlank und frei

  • ich bin nicht...

    hoch

  • die Guten:

    geistvolle und kritische Menschen

  • die Bösen:

    der Rest

  • wenn ich Geld hätte, würde ich...

    nichts ändern (was heißt hier hätte?)

Gästebuch
apollyon

05.02.2015 - 10:45
apollyon

Interessante Meinung, auch wenn ich sie nicht teile.
Ich glaube, bei den großen IT-Firmen ist vieles Profit getrieben. Die Anpassung an die Politik und an das prüde US-Klima, das Buhlen um Familienfreundlichkeit, die Konfliktvermeidung, das Clickbait-Syndrom, und das Datensammeln und Erstellen von Persönlichkeitsprofilen. All das hat IMHO wirtschaftliche Gründe.

Facebook ist sicher ganz schön prüde (wobei ich in einigen FB-Gruppen bin, da werden auch versucht, die Grenzen auszureizen, das geht schon).
Bei google erkenne ich diese Dörflichkeit oder die soziale Kontrolle eigentlich nicht. Ich halte Google tatsächlich für relativ ideologiefrei, außer was ihre eigenen Geschäftsziele angeht. Kannst Du Beispiele nennen, bei denen Google diese Ideologie zeigt?

Die Kontrolle der IT-Firmen ist der Markt, d.h. die Nutzer, die da mitmachen. Ist eine sehr begrenzte Kontrolle, und ist ganz sicher eine Mischung aus Neoliberalismus und Ausnutzung von Leuten, die die Konsequenzen ihres Handelns nicht überblicken, aber...hey, die Services, die wir angeboten bekommen, finde ich auch ziemlich cool. Und der Konkurenz- und Innovationsdruck bei diesen Firmen ist riesig, was uns wieder zugute kommt.

apollyon

03.02.2015 - 18:30
apollyon

Also jetzt sag doch mal: Was steck denn für ein Weltbild hinter Apple, Google und Facebook? Und was wollen die denn, was sich nicht durch ihre wirtschaftlichen Pläne erklären lässt?

Ich bin da ja naiv. Ich finde google und amazon echt gut, facebook geht mir manchmal auf den Senkel -- finde sie auch eher groß als innovativ. Apple hat gute Ideen und gutes Marketing, sind mir aber zu besitzergreifend.
Klar, die sind alle extrem...naja, heute nennt man es wohl neoliberal. Aber das finde ich für börsennotierte Unternehmen nicht verwunderlich.

apollyon

03.02.2015 - 17:28
apollyon

Naja, das Problem des rappenden Vorstadtproleten war ja, dass er die Kombination aus dumm und arrogant war, die kein Mensch wirklich hier braucht.

"Fremd sein" fände ich gut. Ich fände aber auch mal was anderes gut: Den Versuch, die andere Seite zu verstehen. Oder zumindest mal zuzuhören. Hier wurden zig Artikel ÜBER Pegida-Anhänger geschrieben. Ich hätte gerne gehabt, dass man mit jemanden aus der Pegida-Mittelschicht -- eben nicht den arbeitslosen Neonazi -- spricht. So spricht, dass nicht die Verachtung aus jeder Interviewfrage herausquillt. Einfach mal anhören, was solche Leute bewegt, wie sie denken, warum sie so denken, was sie wollen. Ich will sie nicht verteidigen. Aber ich brauche nicht die SZ, um meine Vorurteile um ihre Vorurteile zu ergänzen.

Die großen amerikanischen IT-Player sind ziemlich agnostisch, glaube ich. Bei google sehe ich gar keine Bevormundung. Das sind Techies, die ihren Spieltrieb ausspielen wollen, und dabei halt noch wirtschaftlich agieren. Apple will familienfreundlich sein. Geräte ohne Pornos heißt, dass Eltern schon die Kids mit 7 an ihr iSpielzeug gewöhnen kann, so dass sie mit 17 ihr Taschengeld für iSpielzeug ausgeben. Apple weiß, wie es die Konsumenten von morgen züchtet. Facebook will nur Größe und Reichweite. Also passen die sich allem an.
Das Problem von den Großvernetzern ist doch, dass sie strikte Regeln brauchen, weil es immer Leute gibt, die versuchen, die Grenzen zu verschieben.

Ich sehe eigentlich nicht, wie wir von den IT-Konzernen in unseren Wertungen und Meinungen fremdbestimmt werden. Von den Medienkonzernen wohl. Aber ansonsten ist google doch ziemlich egal, was Du denkst, solange sie nur wissen, was Du denkst.
Oder wo siehst Du Dich von google bevormundet?

apollyon

03.02.2015 - 16:37
apollyon

Journalismus hier: Die können witzig schreiben, nur schlecht recherchieren. Und mir ist ja die Meinung zu einseitig. PC pur, zu wenig selbst kritisch nachdenken. Es gibt noch Lichtblicke, aber insgesamt weiß man halt ganz genau, in welche Richtung die Artikel laufen. Ich will häufiger überrascht werden. Ich hätte ja lieber einmal am Tag einen wirklich recherchierten, durchdachten, kritisch beleuchteten Artikel, als 5 Artikel, die alle so meh sind.
Hmmm...was ist denn die Rolle von Helten? Nee, als Medienguru finde v. Gehlen auch ein bisschen schwach. Jaja, Piraten sind toll, aber so richtig, richtig ernsthafte Auseinandersetzung mit den harten Themen finde ich da auch nicht.

Amerikanische Konzerne kann man meines Erachtens nicht über einen Kamm scheren. Die einen wollen nur Kohle machen. Da lautet einfach die Losung: Zielgruppenorientierung ==> Nutzerkategorisierung über Data Mining ==> Schubladisierung ==> Verkauf von zielgerichteter Werbung ==> Cash.
Dann gibt es welche, die meinen, einen sozial-moralischen Auftrag zu haben. Ob Fox oder Jezebel, ob Bild oder SZ, ist wumpe -- die haben alle ihre Agenda. Und während es die einen Ecken im Internet gibt, die Titten, Football & Beer zur Lebensphilosophie hochstilisieren, gibt es halt die anderen, die meinen, die Welt bekehren zu müssen. Nur die Nachrichten der einen werden von den anderen nicht mehr verstanden. Und dann gibt's halt die Leute, denen das irgendwann zu blöd wird und die sich nur noch für Eulen und Katzen interessieren.

Ich hatte früher das Gefühl, jetzt.de gibt mir einen guten Querschnitt über einen interessanten Bevölkerungsteil, mit dem ich sonst nicht so viel zu tun habe. Inzwischen suche ich mir ein paar Leute raus, die ich mag, und der Rest läuft für mich unter Rauschen.

apollyon

03.02.2015 - 15:33
apollyon

Zu Deinem Kommentar eben:
Das Internet fördert die Filter-Bubble extrem. Nur funktioniert sie eben nicht physisch-geographisch, sondern durch Meinungen, Hintergrund und Interessen.
Grundsätzlich finde ich das ja nicht schlecht, weil ich lieber mit Leuten abhänge, die sich für das gleiche interessieren, als mit Leuten, die zufällig über mir wohnen.

Nur hast Du dann halt das Problem, dass gewisse Gesellschaftsgruppen komplett aneinander vorbeireden. Sie verstehen sich einfach nicht mehr. Huffpo-Leser und Fox-Gucker leben auf unterschiedlichen Planeten, haben eine unterschiedliche Wahrnehmung. Da hast Du dann die Parallelgesellschaften. Die nur etwas anders funktionieren als "die bösen Muslims, die kein Deutsch sprechen".
jetzt.de ist noch nicht auf Bild-Niveau, aber geht sehr stark in eine Richtung.

Weiter Seite 1 2 3 ... 12
Dieses Gästebuch enthält 56 Einträge.
Zuletzt kommentiert

Tagesblog - 04. März 2015

04.03.2015 - 17:44

livingnextdoortoelvis sagte: Montrose sagte: Also man könnte das durchaus auch anders sehen.... Zum Kommentar

Gleicher Lohn für alle

04.03.2015 - 17:37

vaus sagte: stimmt. es wurde noch nicht mal beschlossen, und hier ist schon gekreische. dass... Zum Kommentar

Tagesblog - 04. März 2015

04.03.2015 - 17:10

livingnextdoortoelvis sagte: Aber zu der Zeitungsschlagzeile ist zu sagen, wenn wir vor ein paar... Zum Kommentar

Jetzt-Mitglied

Avatarbild von Montrose offline

Montrose

ist jetzt-User
dabei seit: 19.04.2011