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Lieber F., Stell dir vor, ich hätte beinahe den fremden Jungen geküsst. Ich wollte wissen wie sich seine Lippen anfühlen würden und seine Hände auf meiner Taille. Natürlich habe ich es nicht get...
Stumm starre ich auf die andere Straßenseite, auf das kleine Haltestellenhäuschen mit der gesprungen Glasscheibe. Es regnet, obwohl es Ende August ist und es regnet immerzu, wenn ich an dieser Stra...
Du kannst mir nicht vertrauen, noch nicht, sagst du. Dabei siehst du mich nicht an. Müde lächele ich zu dir hinüber. Überhaupt lächele ich immerzu. Wir sehen beide gegen die dreckigen Wände, ich ri...
Du sagst mir ich soll einen Moment festhalten. Eine Erinnerung soll ich heraufbeschwören und skizzieren als sei sie allgegenwärtig. Nur einzelne Fetzen verteilen sich vor mir, blasse, aber allesamt...
Warum erzähle ich dir das? Wir laufen in Kreiseln, ich laufe im Kreis, du läufst schneller, unterbrechungslos, ich renne und renne. Und es führt doch zu nichts. Immer wieder. Ich habe große Tint...
Als ich mit einem großen Netzkescher durch das Zimmer lief, mein linkes Bein dabei ungelenk hinterher hinkte, ich etwas suchte, dabei stolperte und mit einem hastigen Blick durch den Raum strich, a...
Sie hatte ihre Beine stumm angewinkelt, ihren Rock so weit hinunter geschoben, sodass man ihre Unterwäsche nicht sah und hielt sich an einer Tasse Tee fest, die in ihrer Handfläche brannte. Sie ...
Ich glaube ich verstehe. Wirklich, ich verstehe. Mehr noch: Ich fühle. Ich habe alles versenkt. Ich habe es in einem Plastikbeutel, einer für das Gefrierfach, verstaut und in den Fluss hinein...
Ja, Frederik. Alles ist neu. Neu. Es ist neu. Er hat die Arme um meine Hüften gelegt, streichelt mit seinem Zeigefinger an meinem Bauch, an der kleinen Falte zwischen dem Bauchnabel entlan...
Das ist der Brief, den ich immer schreiben wollte. (Getrocknete Gedanken, die im Wind flattern würden wie Segeltuch.) Dies ist kein Liebesbrief. Das bist du also: Hoch gewachsen, breite Sc...
Wenn wir mit unseren nackten Füßen durch das flache Wasser trotten, die Zehennägel dort fest eingraben, die klamme Kälte spüren, Hand in Hand ohne einander loszulassen uns ansehen, dann bleibt alle...
„Wir schweben in unsichtbaren Gewässern“, sagen sie. Sie sagen viel. Viel zu viel. Sie kommunizieren pausenlos, ununterbrochen, unaufhörlich und schnappen nur zu selten nach Luft ohne dabei zu e...
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