01.05.2012 - 09:05 Uhr

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1. Mai

Text: DixieCulture

Müde und benommen sitze ich in der Küche, draussen scheint die Sonne des 1. Mai gewaltig auf das Haus gegenüber. Apathisch starre ich nach draussen beobachte die Fussgänger die schnell die Strasse hoch und runter hasten. Es ist gerade mal viertel vor neun, ich bin schon seit über einer Stunde wach habe schon literweise Kaffee in mich reingeschüttet und schon wieder zuviel geraucht. Aus irgendeinem Grund hat mich heute schon wieder diese Unruhe ergriffen die ich mir nicht erklären kann. Im Wohnzimmer schläft Ana immernoch friedlich, sie hat nicht mitbekommen das ich schon längst wach bin, rast- und ruhelos angefangen habe das wenige Geschirr zu spülen das in meiner Küche rumsteht und die eigentlich sowieso schon saubere Arbeitsplatte schrubbe.
Ich bin genervt über die Tatsache das ich heute eigentlich hätte ausschlafen können und trotzdem schon wieder wach bin. Aber so ist das seit neuster Zeit dauernd, ich werde früh wach und fange an meine sowieso schon so ungewohnt aufgeräumte Wohnung noch sauberer zu machen.
Das Ana hier ist beruhigt mich irgendwie ein bisschen wenn auch nicht gänzlich.
Zum x-ten mal schlurfe ich zur Kaffeemaschine um mir den gefühlt 20. Kaffee in meine selbstbemalte Tasse zu kippen und mich wieder auf meinen Stuhl fallen zu lassen um wie die letzten 20 Minuten weiter aus dem Fenster in die Sonne zu starren. Genau genommen würde ich am liebsten die Rollos meiner Küche wieder nach unten machen um die Sonne und das geschäftige treiben auf der Strasse nicht sehen zu müssen. Was ist bloß mit mir los?
Ana ist gerade eine der wenigen deren Gesellschaft ich länger als ein paar Stunden ertragen kann, das liegt wohl an der Ruhe die sie ausstrahlt.
Gestern Abend habe ich sie gefragt ob sie vorbei kommen möchte damit ich ihr bei ihren Ausbildungssachen helfen kann, ich fand den Gedanken endlich mal was sinnvolles in meiner Freizeit zu tun und einer Freundin zu helfen garnicht schlecht.
Solche Abende sind gerade selten, meistens hab ich garkeine Lust auf Menschen um mich herum.

Die Sonne brennt immernoch auf das Haus gegenüber und das spiegeln des Sonnenlichts in der Scheibe blendet mich, vielleicht sollte ich doch den Rollo wieder runter machen und mich in die Dunkelheit verkriechen die mir seit Wochen so sicher erscheint.
Aber ich kann mich auch nicht ewig verstecken, vielleicht sollte ich aufstehen mich anziehen und einfach mal rausgehen in die Sonne und unter Menschen.... aber sie machen mir Angst die Menschen!



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3 Kommentare

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mizgii
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Mag ich Mag ich nicht

1

01.05.2012 - 09:24 Uhr
mizgii

kenne ich gut: das ausschlafen-wollen und nicht-können...

golden_platitudes
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Mag ich Mag ich nicht

0

01.05.2012 - 10:35 Uhr
golden_platitudes

na, immerhin lässt du leute an dich ran.

burgermgr
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Mag ich Mag ich nicht

0

01.05.2012 - 10:35 Uhr
burgermgr

Hi,

z. zt. ist es bei mir eher umgekehrt. So versuche ich oft früh ins Bett zu kommen, und stehe dann doch erst kurz vor knapp auf, und habe dann kaum noch Zeit, um meine Sachen zu richten. Ich schätze mal dass Phänomen ist allgemein bekannt.

Der letzte Absatz hat mich angesprochen. Gerade wenn ich wieder einmal nicht aus den Quark komme, finde ich es schon schade, wenn ich draußen die ganze Welt verschlafe.
Auch die sogen. "Menschenfurcht" kann ich verstehen. Ich verstehe es auch nicht so ganz, aber manchmal wünsche ich mir beim Rausgehen, dass ich nicht auf dem Hof einen Nachbarn begegne, mit dem ich dann noch ein paar nette Worte wechseln muss.

cu Bgm


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