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keos
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Mag ich Mag ich nicht

3

01.07.2013 - 19:15 Uhr
keos

*hm
Ich finde ehrlich gesagt, das ist hier etwas undifferenziert, mit Ausnahme des Abschnitts, in welchem die Tipps von Herrn Mesovic stehen.
Was steht hinter diesem Artikel - die Überzeugung, dass ausnahmslos alle Menschen aus anderen Ländern, die nach Deutschland kommen, dort ein Bleiberecht erhalten sollen? Keine Differenzierung mehr zwischen politischen Flüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen?
Werden denn nicht auch Leute abgeschoben, welche kriminell geworden sind und aus diesem Grund ihr ursprüngliches Bleiberecht verloren? Wie geht man damit um? Wie soll man in so einer Situation herausfinden, wie die Umstände der Abschiebung sind?

Nicht falsch verstehen - ich persönlich finde es gut, sich gegen Abschiebungen zu wehren, wenn diese unter Anwendung von Gewalt durchgesetzt werden oder wenn im vorherigen Prozess bis hin zur Abschiebung etwas nicht rechtmässig abgelaufen ist. Und grundsätzlich gäbe es sicher in fast allen Ländern Aspekte des Asylrechts, die ich ändern oder komplett auf den Kopf stellen würde, wenn ich könnte. Aber auch wenn ich ganz sicher nicht mit allem einverstanden bin, was darin steht und durchaus auch die Kraft des zivilen Ungehorsams zu schätzen weiss, gibt es Gesetze nicht umsonst.

aufklaerungsfantasie
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Mag ich Mag ich nicht

-5

01.07.2013 - 19:30 Uhr
aufklaerungsfantasie

das ist linksverbohrte propaganda. mag in einzelfällen hart sein, aber 7 milliarden menschen passen nicht rein. auch nicht 1 milliarde wirtschaftsflüchtlinge. machen alle anderen länder auf der welt genauso. nur die linksverbohrten bohren wieder..

Wilberforce
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Mag ich Mag ich nicht

1

01.07.2013 - 19:40 Uhr
Wilberforce

Haha. Also mal abgesehen davon, daß wir ja in einem Rechtsstaat leben, und es jedem freisteht, sich finanziell für Rechtsbeistand für Asylbewerber zu engagieren, und daß es mal nicht in Ordnung ist, unbeteiligte Dritte für solche politisch motivierten Aktionen als Geiseln zu benutzen:

Wer solche Spielchen treibt, der kann ganz schnell auch selbst zu Sicherheitsrisiko werden, das dann zuhause bleiben muß. Und wehe irgendein übellauniger Mitreisender verpaßt nachher einen Anschlußflug oder sowas, und will Schadensersatz.

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

3

01.07.2013 - 19:46 Uhr
Digital_Data

@aufklaerungsfantasie und @keos

Unsere Welt sieht so aus, dass Waren, Wirtschaftsunternehmen und Geld grenzenlos "reisen" können während Menschen das nicht können. Wenn überhaupt müsste es genau anders herum sein.

Wirtschaftliche Flüchtlinge haben hier nichts zu suchen ? Nun wenn es eine Reisefreiheit wirklich für alle gäbe, dann müssten wir alle an einem globalen System und Ausgleich arbeiten, damit das nicht Überhand nimmt. Wenn Näherinnen aus Bangladesch nach Deutschland reisen könnten, dann müssten wir eben dafür sorgen, dass sie zu Hause bleiben wollen. Aber ihnen Hausarrest zu geben und die wirtschaftlichen Verhältnisse so zu manifestieren ist natürlich viel einfacher.

Ist schon klar warum es in Deutschland "wohnhaft" heißt.

Digital_Data

keos
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Mag ich Mag ich nicht

3

01.07.2013 - 19:47 Uhr
keos

Digital_Data sagte:
@aufklaerungsfantasie und @keos

Unsere Welt sieht so aus, dass Waren, Wirtschaftsunternehmen und Geld grenzenlos "reisen" können während Menschen das nicht können. Wenn überhaupt müsste es genau anders herum sein.

Wirtschaftliche Flüchtlinge haben hier nichts zu suchen ? Nun wenn es eine Reisefreiheit wirklich für alle gäbe, dann müssten wir alle an einem globalen System und Ausgleich arbeiten, damit das nicht Überhand nimmt. Wenn Näherinnen aus Bangladesch nach Deutschland reisen könnten, dann müssten wir eben dafür sorgen, dass sie zu Hause bleiben wollen. Aber ihnen Hausarrest zu geben und die wirtschaftlichen Verhältnisse so zu manifestieren ist natürlich viel einfacher.

Ist schon klar warum es in Deutschland "wohnhaft" heißt.

Digital_Data


Und wie genau trägt das Verhalten der beiden oben genannten Abschiebungs-Verhinderer jetzt dazu bei, die Verhältnisse zu verbessern? Versteh mich nicht falsch, ich bin grundsätzlich absolut deiner Meinung. Aber es ist keine Lösung, nicht einmal im Ansatz.

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

2

01.07.2013 - 20:01 Uhr
Digital_Data

@keos

Die Frage, die sich stellt ist ja die nach der Rechtmäßigkeit. Auch darum geht es bei dem Hungerstreik in München. Dass man abschiebt oder überhaupt Beweise für politische Verfolgung für Länder angeben muss für die das Auswärtige Amt für Deutsche Reisewarnungen ausgibt, ist eigentlich grundsätzlich schon lachhaft.

Unser Land würde sicher nicht aus den Nähten platzen, wenn es pro Jahr "6.919 Abschiebungen" weniger geben würde. Noch dazu, dass der letzte Zensus eh schon weniger Bundesbürger ermittelt hat als angenommen.

Digital_Data

keos
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Mag ich Mag ich nicht

1

01.07.2013 - 21:05 Uhr
keos

Digital_Data sagte:
@keos

Die Frage, die sich stellt ist ja die nach der Rechtmäßigkeit. Auch darum geht es bei dem Hungerstreik in München. Dass man abschiebt oder überhaupt Beweise für politische Verfolgung für Länder angeben muss für die das Auswärtige Amt für Deutsche Reisewarnungen ausgibt, ist eigentlich grundsätzlich schon lachhaft.

Unser Land würde sicher nicht aus den Nähten platzen, wenn es pro Jahr "6.919 Abschiebungen" weniger geben würde. Noch dazu, dass der letzte Zensus eh schon weniger Bundesbürger ermittelt hat als angenommen.

Digital_Data


Auch das - alles richtig. Ich wiederhole mich ungern, aber: wie hilft das Verhalten der beiden im Text Erwähnten nun, die Dinge im Asylrecht gradezurücken? Sie verhindern damit langfristig wahrscheinlich _keine einzige_ Abschiebung, da die dann einfach nachgeholt werden. Sie ärgern aber hunderte Reisende und Flughafenmitarbeiter. Sorry - aber dann lieber politisch engagieren oder im Integrationsbereich. Was verändern, da wo man kann, statt den Helden zu spielen und überhaupt nichts damit zu erreichen, ausser vielleicht ein Strafverfahren, halleluja.

gartenfrau
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Mag ich Mag ich nicht

5

01.07.2013 - 21:18 Uhr
gartenfrau

keos sagte:
Ich wiederhole mich ungern, aber: wie hilft das Verhalten der beiden im Text Erwähnten nun, die Dinge im Asylrecht gradezurücken? Sie verhindern damit langfristig wahrscheinlich _keine einzige_ Abschiebung, da die dann einfach nachgeholt werden.


aus dem text:
Kann man durch eine derartige Störaktion wirklich etwas bewegen? […] manchmal erreichen die Widerständler ihr Ziel, weiß Mesovic: „Wir erleben oft auch Fälle, in denen aus einer Widerstandshandlung ein Folgeverfahren resultiert, das dann wiederum zu einem Bleiberecht führte."

frauP
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Mag ich Mag ich nicht

7

01.07.2013 - 22:06 Uhr
frauP

für den, der abgeschoben wird, ändert sich vielleicht schon was, wenn andere für ihn oder sie eintreten und zeigen, dass sie damit nicht einverstanden sind. auch wenn die abschiebung dann nachgeholt wird.

littlejohn
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Mag ich Mag ich nicht

-11

01.07.2013 - 22:50 Uhr
littlejohn

frauP sagte:
für den, der abgeschoben wird, ändert sich vielleicht schon was, wenn andere für ihn oder sie eintreten und zeigen, dass sie damit nicht einverstanden sind. auch wenn die abschiebung dann nachgeholt wird.


Ohne auch nur annähernd die Hintergründe zu kennen, ist das in meinen Augen dümmlich, naives "Samaritertum"- und jedem der das in meiner Gegenwart meint abziehen zu müssen würde ich daraus resultierende Unannehmlichkeiten (Verpassen Anschlussflug, Stornierung Hotel etc) in Rechnung stellen...

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