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schraege
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1

26.06.2013 - 22:21 Uhr
schraege

Liest sich gut.
Aber (kleines aber) gabs denn niemandem, dem es nicht gefallen hat?

jetzt_Kaffee
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2

27.06.2013 - 08:20 Uhr
jetzt_Kaffee

Abgelegen? Mit über 10,000 Einwohnern....? Na ja....

octopussy
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0

27.06.2013 - 09:55 Uhr
octopussy

schraege sagte:
Liest sich gut.
Aber (kleines aber) gabs denn niemandem, dem es nicht gefallen hat?


geht hier wohl nur um eine durchweg positive Darstellung. Um Umstellungsschwierigkeiten gehts nicht.

Azaki
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4

27.06.2013 - 10:22 Uhr
Azaki

50.000 Einwohner ist Provinz? Dafuq? 50.000 Einwohner hat wenigstens schon innerstädtischen Busverkehr! Provinz ist da, wo die Jugend sich am einzigen McDonald's trifft, weil es nichts anderes gibt!

nowis2013
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27.06.2013 - 10:31 Uhr
nowis2013

Seien wir nicht naiv. Wenn man den Leuten eine Frage im Zusammenhang mit ihrer Arbeit stellt und ihre echten Namen im Artikel nennt, wird niemand wirklich die Situation kritisieren. Man muss zwischen den Zeilen lesen, um die Nachteile des ländlichen Lebens zu sehen. Gerade Passau passt nicht so gut, mit mehr als 50 000 Einwohnern im Vergleich zu den anderen ganz kleinen Städten und Dörfern. Aber es ist immer abhängig vom Standpunkt, was man als Provinz sieht. Doch wenn jemand München mit seinem kleinen Ort vergleichen will, und das einzige, was ihm einfällt, ist, dass er den gleichen Schuh in seinem Ort findet, den er in München gekauft hätte, kann ich nur ratlos denken: Manche Menschen sind einfach nicht dazu gemacht, in einer großen Stadt zu leben. Aber es ist wahr, ich kenne einige Leute, die aus der Provinz kamen und in die Großstadt zogen, sich dort aber gleich verhalten, als ob sie noch in ihrem kleinen Dorf lebten. Unter "Ausgehen", verstehen sie, ins Kino oder ihr einziges Lieblings-Restaurant zu gehen. Wenn sie einkaufen, ist es eine große Samstags-Aktion, die in den gleichen paar Standard-Geschäften stattfindet, die man in jeder kleinen Stadt finden würde, und abgesehen davon, bleiben sie in ihrer Ecke der Stadt, beschweren sich über den Lärm und träumen von einem Haus mit Garten. Sicher vermissen sie die Stadt später nicht, da sie nie ihre Möglichkeiten ausgenutzt haben. Meine Verwandten leben in einer ländlichen Gegend und es ist wie ein Urlaub, sie von Zeit zu Zeit zu besuchen, aber der Gedanke, dort für den Rest meines Arbeitslebens leben zu müssen würde mich depressiv machen. Nie mehr könnte ich in einem Dorf leben!

Schneemann2
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27.06.2013 - 10:35 Uhr
Schneemann2

Jemand, der in Stuttgart seine Ausbildung gemacht hat wundert sich, dass er auf dem Land schon dreimal geblitzt worden ist?
Sehr seltsam, zumal ich noch nie mehr - vor allem festinstallierte - Blitzer gesehen hab, als in Stuttgart...

...und ja, ich finds auf dem Land auch angenehmer als in der Stadt, vor allem, wenn man 10min von der nächsten Autobahn und 5min von der nächsten Bundesstrasse wegwohnt und somit absolut nichts hört, wenn man ein Fenster aufmacht - außer Vögel vielleicht.

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27.06.2013 - 10:38 Uhr
Schneemann2

zum Kommentar von nowis2013:
Wir gehören zu denen, die ab und zu mal in der Stadt Urlaub vom Land machen, Einkaufen, Weggehen, Freunde von früher, als wir noch in der Stadt gewohnt haben, treffen. Muss ab und zu mal sein, weil nur Land wird langweilig mit der Zeit.

nowis2013
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27.06.2013 - 11:33 Uhr
nowis2013

Schneemann2 sagte:
zum Kommentar von nowis2013:
Wir gehören zu denen, die ab und zu mal in der Stadt Urlaub vom Land machen, Einkaufen, Weggehen, Freunde von früher, als wir noch in der Stadt gewohnt haben, treffen. Muss ab und zu mal sein, weil nur Land wird langweilig mit der Zeit.


Ich denke, das Problem ist, dass man sich nach einer Weile an die Möglichkeiten, die man hat, anpasst. Am Anfang möchte man vielleicht jedes Wochenende nach München fahren wegen des langweiligen Nachtlebens (Ich denke zum Beispiel an die Dame aus Passau). Aber nach einer Weile, verliert man den Kontakt zu den alten Freunden, knüpft neue Kontakte am neuen Wohnort, und plötzlich scheint es viel zu viel Aufwand, 2 Stunden jeden Samstag hin und her zu fahren, wenn es auch einen H&M und Schuhgeschäft in der nächsten kleinen Stadt gibt, oder eine anständige Pizzeria oder so etwas. Und nach ein paar Jahren, weiß man dann nicht mehr, was los ist in München, es sei denn die Zeitung schreibt darüber. Das Leben wird zum typischen Leben der Menschen in der Provinz, die einmal im Monat in die Stadt fahren und denken, dass sie nichts verpassen. Natürlich hängt es davon ab, wie weit die Stadt entfernt ist. Vielleicht sollte ich auch erwähnen, dass es mit Ausnahme der Familie viel weniger wahrscheinlich ist, dass Freunde aus der Stadt jemanden im Dorf besuchen, als umgekehrt. Provinzler werden als langweilig angesehen, und wenn man sieht, wie zum Beispiel Fahrrad-Diebstähle als große Neuigkeit in Lokalteilen von Zeitungen diskutiert werden, kann man sich vielleicht den Grund dafür denken ;) Sicher, viele Menschen sind glücklich so, aber ich kann nur für mich sagen, dass ich in der tiefsten Provinz aufgewachsen bin und nach dem Umzug in die Großstadt sozial sehr viel nachzuholen hatte im Vergleich mit den Großstadtkindern. Gut, auf der anderen Seite können diese keine Kiefer von einer Fichte unterscheiden. Man muss einfach wissen, was einem für sich selbst und seine Kinder wichtiger ist.

ManPride
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1

28.06.2013 - 09:49 Uhr
ManPride

Azaki sagte:
Provinz ist da, wo die Jugend sich am einzigen McDonald's trifft, weil es nichts anderes gibt!


Du sprichst mir aus der Seele! Ich bin in einem Nest aufgewachsen, in dem der komplette Landkreis vielleicht 100.000 Einwohner hatte. Dort habe ich in der ersten Zeit sogar noch gearbeitet.

Als Jugendliche bis 16 war es wirklich übel, weil Anfang der 90er immer mehr Läden wie z.B. Kinos dicht machten. Nach und nach musste man dazu immer weiter weg, bis es für das Hauptverkehrsmittel Fahrrad unerreichbar war. Eltern werden da auf harte Proben gestellt, weil sie einen ständig überall abholen müssen.
Und tatsächlich, wie @Azaki schreibt, der Burger King und ein paar Cafés in der nahegelegenen Kleinstadt war einer der beliebtesten Anlaufpunkte.

Die Dorfkneipe hatte immerhin einen Billardtisch, aber dann zeigten ein paar Blockwarte den Wirt an, weil wir mit unter 16 natürlich dort nichts zu suchen hatten, auch wenn es sonst nichts gab. Das hätte den Cafés auch passieren können.
In Dörfern, in denen es wirklich gar nichts gab, haben auch 14jährige aus Langeweile noch Laternen ausgetreten und Klingeltürchen gespielt.

Mit 16 hatte so ziemlich jeder eine 125er, die Mädchen "süße Roller". Damit kamen die ca. 40km entfernten, größeren Städte - etwa wie Passau - schon wieder in den Einzugsbereich. Dann war der Geldbeutel der Flaschenhalt, denn ein Liter Benzin kostete im Sommer manchmal umgerechnet fast 60 Cent!!!! :-)

Als dann 2 Jahre später mehr oder minder alle Auto fuhren, konnte man auch bei Regenwetter was unternehmen. Diejenigen, die kein Abi machen wollten, hatten auch erst da keine Probleme mehr, morgens zur Ausbildungsstätte zu fahren. Regen ist mit einem Zweirad ja noch zu machen, wenn auch sehr unangenehm; aber bei Eis und Schnee sollte das Ding auf jeden Fall in der Garage bleiben!

Passau mag keine Metropole sein und jene sind auch nicht allzu schnell zu erreichen; aber es gibt dort schon genug, um gut zu leben, Abends Unterhaltung zu finden und auch Arbeitsplätze sind nicht allzu knapp.
Von Letzteren hat man auch viel mehr, weil nicht 3/4 des Gehalts / der Freizeit für Miete oder Pendeln draufgehen.

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1

28.06.2013 - 09:58 Uhr
ManPride

nowis2013 sagte:
Ich denke, das Problem ist, dass man sich nach einer Weile an die Möglichkeiten, die man hat, anpasst. [...]

Das Leben wird zum typischen Leben der Menschen in der Provinz, die einmal im Monat in die Stadt fahren und denken, dass sie nichts verpassen. [...]

Man muss einfach wissen, was einem für sich selbst und seine Kinder wichtiger ist.


Du schreibst ja hier auch vom wichtigen Aspekt, nämlich der Lebensphase.
Als Teenager ist es mitunter grausam, an das Provinzdörfchen gefesselt zu sein und wie ich schrieb ist Passau da ja schon eine Wohltat!

Im Studentenalter, gerade wenn man aus dem Dorf kommt, ist es natürlich superspannend, mal in eine Metropole zu ziehen und das aufregende Leben dort kennen zu lernen.

Wenn man dann aber irgendwann Kinder bekommt, hat man das Bedürfnis, sie zu schützen und ihnen ein "behütetes Aufwachsen" zu geben. Für richtig kleine Kinder ist das Landleben ja auch noch richtig toll! Man kann eben mit 7-8-9-10 Jahren ohne Weiteres allein durch die Gegend rennen, ohne dass die Eltern sich Sorgen machen.

Zwischen 12 und 16 ist es dann reine Folter. Die introvertierten Computerfreaks kotzt die Schneckentempo-Internetverbindung des einzigen Anbieters Telekom an. Die Partylöwen kommen ohne Eltern bzw. ältere Freunde nicht zu Feten oder Discos im weiteren Umland. Und auch Sportler müssen zu Spielen oder Training immer wieder gefahren werden.

Ich werde wahrscheinlich einen Mittelweg wählen. Man muss ja nicht am Marienplatz wohnen und dort seine Kinder aufziehen. Auf der anderen Seite muss man ja auch nicht in Muschenried bei Winklarn am Fremder Weiher abgemalt sein...

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