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HalloBRD
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Mag ich Mag ich nicht

9

16.04.2013 - 17:52 Uhr
HalloBRD

Kleiner Tipp: Vielleicht doch wieder BaföG-Antrag stellen? Die Not scheint ja noch nicht groß genug zu sein, wenn man sich nicht jedes halbe Jahr zwei Stunden Zeit nimmt, um 116 Euro mehr in der Tasche zu haben. Das erste Mal ist der Antrag sicherlich schwierig zu verstehen, aber einmal gemacht, ist es nun wirklich kein Problem mehr bei den weiteren Anträgen.
Wer BaföG, egal wie hoch, trotz Berechtigung nicht bezieht, ist selber Schuld. Habe gerade meinen BaföG-Rückzahlungsbescheid bekommen, der Deal ist fast schon lächerlich gut für Studenten.

wetzer123
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Mag ich Mag ich nicht

5

16.04.2013 - 18:28 Uhr
wetzer123

Und wenn das vielleicht blöd klingen mag, aber wer einfach nur eine gute wissenschaftliche Ausbildung möchte, und wenig Geld hat, dem würde ich empfehlen nicht in einer der besonders teuren Städte zu studieren.

Und wenn Mensch den Aufwand einen BAföG Antrag zu stellen für 116€ pro Monat Förderung zu aufwändig findet möchte wohlmöglich eh nicht wirklich ernst genommen werden?

Schade hätte ein interessantes Thema sein können.

Henriettesbimmelbahn
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Mag ich Mag ich nicht

2

16.04.2013 - 18:52 Uhr
Henriettesbimmelbahn

@wetzer123 hmm, aber ob die kleinen Unis auch so gut sind? Halle, Passau Frankfurt Oder sind mir bisher eher durch irgendwelche seltsamen Mischstudiengaenge aufgefallen. Aber mag sein, das ich einzelnen Fakultaeten groszes Unrecht antue, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Und die klassischen Unistaedte Tuebingen, Freiburg und Heidelberg koennen Hamburg und Muenchen in Sachen Miete durchaus das Wasser reichen.

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

5

16.04.2013 - 19:03 Uhr
eisengrau

Der Bericht erinnert mich an vielen Stellen an die düsterenTage meiner frühen Studienzeit. Neue Stadt, kaum Kontakte außer WG und anderen Studienanfängern, keine Mama mit Tupperdosen und keine Tanten oder große Geschwister, die einem einen Zwanziger zustecken. Dafür plötzlich Miete, Nebenkosten, Krankenversicherung, Telefongebühren, Studentenwerksbeitrag, teure UTB-Bücher und Kopierkarten (BaföG gab's keins. Angeblich hatte ich nicht alles, was zu holen war, bei meinen Eltern rausgepresst). Und auf die AStA- Semester-Opening-Party wollte man ja auch mal gehen.

Daher kenn ich auch die Brot mit Ketchup- Situation. Einmal musste mir sogar mal eine mildtätige Kommilitonin Brot einpacken, damit ich überhaupt was außer Ketchup hatte.

Also auch hier: Kneipenjobs, kleine Dienstleistungen, der Vermieterin mal die Geländer schwarz gestrichen (also, schon rot, aber eben schwarz) usw.
Mit der Zeit wurde es besser. Man kannte mehr Leute, wusste, wo es die besseren Jobs gab, welche Bäcker ab 18 Uhr Happy Hour haben, wer einem billig das Fahrrad repariert usw. Das Wichtige als Neuling in dieser Welt ist ja nicht nur, Geld einzunehmen und zu horten, sondern auch zu wissen, wo man unnötig welches verschenkt.

wetzer123
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1

16.04.2013 - 19:58 Uhr
wetzer123

@Henriettesbimmelbahn Das kann man so global nicht beantworten, keine Universität ist für jedes Fach und jedes gewünschte Spezialgebiet optimal, insofern muss man da eh gucken.

Aber es gibt auch mehrere alte und klassische Universitäten in deren Städten man zu übersichtlichen Preisen wohnen kann. Und wenn man dann 200€ beim Wohnen spart und die durch nicht-für-200€-arbeiten-müssen Zeit zum Studium gewinnt, dann gewinnt insbesondere die Qualität der Ausbildung.

In dem Fach, welches ich studierte ist übrigens keine der ganz teuren Städte besonders toll, da liegen die Hochburgen eher in der Provinz, aber das ist eben immer unterschiedlich, und zu Beginn auch weniger wichtig, wenn man zum master hin den Spezialisierungswunsch genau kennt muss man ggf. eh wechseln, und dann kann mit Pech na klar auch ein teurer Standort rauskommen

edeneve
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2

16.04.2013 - 21:08 Uhr
edeneve

Selbst wenn dem so wäre, dass es nur eine Frage mangelnden Fleißes sei, 116 Euro mehr oder weniger im Monat zu haben, wären diese allein wohl doch nur ein, wenn auch vielleicht nicht unbeträchtlicher, Tropfen auf dem heißen Stein. Abgesehen davon kann ich durchaus nachvollziehen, warum sich davor gesträubt wird, überhaupt von 'Geld auf Pump' zu leben, sei dies nun BaföG oder ein Studienkredit. Ich selbst befinde mich in einer ähnlichen Situation. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium und längerem Auslandsaufenthalt hatte ich das Glück, in meinem ersehnten Masterstudiengang genommen worden zu sein - diesen hatte ich sehr bewusst ausgewählt, und er lässt sich in dieser Form beinahe alternativlos nur an meinem gegenwärtigen Studienort studieren.
Lange hatte ich das Glück finanizielle Unterstützung durch meine Familie zu erhalten, dies ist nun einfach nicht mehr mögich (und bringt ehrlich gesagt auch eine Erleichterung des Gewissens mit sich). Also finanziere ich mir meinen Lebensunterhalt vollständig selbst. Machbar, schaffbar, nicht gerade optimal - aber auf die Organisationsfähigkeit kommt es an, und nicht zuletzt auf die Kulanz der DozentInnen, wenn eine Abgabe länger dauert. Gegenwärtig habe ich zwei Nebenjobs was eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 bis 35 Stunden bedeutet. Selbstverständlich dauert mein Studium länger. Ist aber unter diesen Umständen absolut zu rechtfertigen. Sozialversicherungs-, Renten- und Krankenversicherungsbeitragszuzahlungen erhalte ich deswegen nicht, weil ich dem Gesetz nach immer noch in erster Linie Studentin bin - meine Arbeitszeit fällt vor allem in die Nacht- und Wochenendstunden, und wird somit vom Gesetzgeber nicht miteinbezogen. Schön für meine Arbeitgeber, schlecht für mich. Eine einzelne Beschäftigung auf Teilzeitbasis inkl. Bezug derartiger Leistungen muss sich auch erst mal finden lassen. Spaß macht das nicht, aber schaffbar ist es, drum: an alle, die sich ihr Studium selbst finanzieren: Weitermachen, es geht, wenn mehr Arbeit anfällt besteht die Chance zu sparen; und übrigens: auch geringfügig Beschäftigten, sei dies nun auf 400 (450) Euro Basis oder auf kurzfristiger Basis, steht eine 100%ige Entgeldfortzahlung im Krankheitsfall zu.

muelle2001
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Mag ich Mag ich nicht

2

16.04.2013 - 21:28 Uhr
muelle2001

Besser arm dran als Arm ab. Not, Angst und Elend sind immer relativ, insofern wäre es zu einem gewissen Grad zynisch der Autorin vorzuhalten, dass sie im Vergleich zu vielen Hartz IV-Empfängern, besonders mit Kindern, noch relativ gut da steht: ihre Eltern scheinen sie unterstützen zu können, sie kann arbeiten, sie könnte BaföG beantragen. Die Sorgenrechnung geht spätestens dann nicht mehr so gut auf, wenn zu Wohnung und Lebensmitteln noch Kosten für die Sozialversicherung anfallen. Das wird dem Hartz IV-Empfänger gezahlt, nicht aber dem Studenten, der älter als 25 ist und sein Studium erst nach einer Ausbildung aufnimmt oder auf Grund seiner Lebensumstände länger als das anderthalbfache der Regelstudienzeit benötigt. Einen sozialversicherten Studentenjob gibt es schließlich auch nicht häufig, so dass für diese Personen, sofern sie niemand sonst finanziell unterstützt, ein Studium nicht (mehr) in Frage kommt. Verschenktes Potential in vielen Fällen... und nicht wenige würden sich vermutlich den Arm dafür abschneiden, einmal arm dran zu sein.

Wilberforce
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4

16.04.2013 - 21:36 Uhr
Wilberforce

Wem "weniger als 900 Euro" (800?) nicht reichen, der sollte mal dringend wieder bei Mutti einziehen, oder endlich erwachsen werden.

Mareikepueh
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Mag ich Mag ich nicht

4

16.04.2013 - 21:40 Uhr
Mareikepueh

Also, wenn du 60€ die Woche für Essen und Trinken ausgeben konntest, war die Not ja nicht so groß. Ich bin auch Studentin und ich komme mit gesundem! Essen mit 25€ die Woche locker aus. Kalkulation und Gewohnheit ist alles. Leider wird das einem heute nicht mehr beigebracht, ich musste das auch erst selbst lernen.

Wilberforce
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Mag ich Mag ich nicht

0

16.04.2013 - 21:42 Uhr
Wilberforce

muelle2001 sagte:
Die Sorgenrechnung geht spätestens dann nicht mehr so gut auf, wenn zu Wohnung und Lebensmitteln noch Kosten für die Sozialversicherung anfallen.


Das ist doch Quark. Als Student braucht man nur eine Krankenversicherung, und die kostet ein Jahr lang 160 Euro/Monat, danach 180 oder so. Dann studiert man halt nicht in München, oder gibt das Rauchen auf.

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