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heidelbaerin
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1

09.04.2013 - 13:16 Uhr
heidelbaerin

izzy_bizzy sagte:

Sie war vielleicht nicht schön - aber verdammt nochmal praktisch. Es wurde Wohnraum gebraucht, also wurden Plattenbauden errichtet.


Im Gegenzug aber ganze Altstädte platt gemacht, die ebenfalls Wohnraum boten. Wäre Wohnraum für alle im Vordergrund gestanden, hätte man eine Kombination aus Erhalt von Altbauten UND Neubauten gewählt. Häufig blieb dann dort wo mal eine Altstadt war eine grüne Wiese und nicht Neubauten. Nur soviel zum Wohnbau in der DDR.

Und warum geht die Diskussion in die Richtung? Es geht nicht um Wohnraum/lieber Onkel Ericht etc., sondern um den Einwand, in der DDR seien Architekten zuerst Bauarbeiter gewesen. Und dass die DDR Architektur kein Vorbild ist, steht für mich fest.

izzy_bizzy
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Mag ich Mag ich nicht

-2

10.04.2013 - 08:07 Uhr
izzy_bizzy

heidelbaerin sagte:
izzy_bizzy sagte:

Sie war vielleicht nicht schön - aber verdammt nochmal praktisch. Es wurde Wohnraum gebraucht, also wurden Plattenbauden errichtet.


Im Gegenzug aber ganze Altstädte platt gemacht, die ebenfalls Wohnraum boten. Wäre Wohnraum für alle im Vordergrund gestanden, hätte man eine Kombination aus Erhalt von Altbauten UND Neubauten gewählt. Häufig blieb dann dort wo mal eine Altstadt war eine grüne Wiese und nicht Neubauten. Nur soviel zum Wohnbau in der DDR.

Und warum geht die Diskussion in die Richtung? Es geht nicht um Wohnraum/lieber Onkel Ericht etc., sondern um den Einwand, in der DDR seien Architekten zuerst Bauarbeiter gewesen. Und dass die DDR Architektur kein Vorbild ist, steht für mich fest.


Mag für dich so sein, für mich ist die Architektur der DDR ein Paradebeispiel für praktischen Wohnungsbau, nicht so wie heutzutage, wo die Wohnungen so steril und unmöglich gemacht werden, nur um gut auszusehen, wo man aber nicht drinne hausen kann.

Und es war halt damals so, das die zukünftigen Architekten erstmal eine einschlägige Ausbildung machen mussten, was ich definitiv als richtig empfinde.

Erstmal selbst lernen, was geht bevor man trocken plant, was gehen müsste.

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-2

10.04.2013 - 08:10 Uhr
izzy_bizzy

JoergAuch sagte:
izzy_bizzy sagte:
Sie war vielleicht nicht schön - aber verdammt nochmal praktisch. Es wurde Wohnraum gebraucht, also wurden Plattenbauden errichtet.

Praktisch pleite war sie, und zwar die ganzen 40 Jahre ihrer ebenso armseligen wie überflüssigen Existenz. Frag mal DDR-Insassen: Eine Wohnung zu bekommen war für viele ähnlich schwierig wie ein Auto (bzw. was man da unter "Auto" verstand). Und von Wohnung und Wohngegend aussuchen konnte keine Rede sein.
Heute wird Wohnraum wieder gebraucht (vor allem sozialer Wohnraum), doch die Wohnräume werden immer steriler und kostenintensiver gebaut und bleiben letztendlich leer.

"Steril" trifft ja wohl am allerehesten auf die verkackten DDR-Plattenbauten zu, und von leerstehenden Wohnungen in großem Umfang weiß ich auch nichts. Dass billiger Wohnraum in manchen Gegenden schwierig zu finden ist, ist natürlich ein Problem, aber ein lösbares.

Dieses nachträgliche Schönreden dieses unsäglichen Verbrecherstaates DDR ist wirklich widerlich.



Wer nie dort gelebt hat, wird das auch nicht nachvollziehen können, in den Geschichtsbüchern wird von Diktatur u.ä. gefaselt, aber vielen ging es damals besser als heute.
Man hat den Menschen mehr "denken" abgenommen, heute muss man permanent aufpassen, dass einen die Marktwirtschaft nicht übern Nuckel zieht.
Man hat viel mehr Verantwortung, damit sind viele nach der Wende auch nicht klar gekommen.

JoergAuch
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10.04.2013 - 11:13 Uhr
JoergAuch

izzy_bizzy sagte:
Wer nie dort gelebt hat, wird das auch nicht nachvollziehen können, in den Geschichtsbüchern wird von Diktatur u.ä. gefaselt, aber vielen ging es damals besser als heute.

Klar, jede Diktatur hat auch ihre Gewinnler, die sich auf Kosten der Menschen ein schönes Leben machen. Du gehörst also zu denen, gegen die sich 1989 die Proteste richteten, die für den Tod von (mindestens) Hunderten Menschen verantwortlich waren, die Andersdenkende mit Stasi verfolgt, gefoltert und in Gefängnisse gesteckt haben, eine nie vorher gesehene Grenzanlage gebaut haben, damit damit niemand vor ihnen abhauen kann.

Gut zu wissen, dass sich so jemand hier rumtreibt.
Man hat den Menschen mehr "denken" abgenommen, heute muss man permanent aufpassen, dass einen die Marktwirtschaft nicht übern Nuckel zieht.

Typen wie dir wünscht man das geradezu, und nach deinem Satz oben zu urteilen, scheint es ja funktionieren. Das ist schon mal ein Vorteil der Marktwirtschaft.
Man hat viel mehr Verantwortung, damit sind viele nach der Wende auch nicht klar gekommen.

Freiheit geht nicht ohne Verantwortung und denken. So ist das nunmal.

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10.04.2013 - 11:14 Uhr
JoergAuch

izzy_bizzy sagte:
für mich ist die Architektur der DDR ein Paradebeispiel für praktischen Wohnungsbau,

Bei solchen Bemerkungen kann man nur permanent kotzen.
Und ja, ich kenne Plattenbauten, auch von innen.

Geh doch nach Nordkorea, da bauen sie heute noch so.

geistlosgluecklich
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12.04.2013 - 06:21 Uhr
geistlosgluecklich

izzy_bizzy sagte:
Wie schön elitär sich hier manche vorkommen... zu DDR Zeiten musste jemand der Architektur studiert hat erstmal einen einschlägigen Beruf erlernen (z.B. Maurer), das war damals Grundvoraussetzung.

Heute merkt man, dass dem nicht mehr so ist. Moderne Gebäude sind nur noch für die Optik, aber nicht mehr für die Menschen da.

Ich fänds gut, wenn alle bevor sie studieren würden erstmal "den Ernst des Lebens" kennenlernen würden. Das würde die Welt besser machen.
Wir hätten weniger Theoretiker und mehr "Macher", die nicht nur große Worte schwingen, sondern das ganze auch anpacken können.

Jeder Berufstätige kennt starre, sinnlose Vorschriften, die irgendein studierter Fuzzi auf den Weg gebracht hat, der nicht weiss, wie es in der Praxis aussieht, und das vieles einfach nicht machbar ist.


setz ich gernstens meine unterschrift drunter!
und wer sich vor seinem studium durch eine praktische ausbildung gequält hat, wird auch viel mehr warnehmen, welch einen luxus die möglichkeit zu studieren eigentlich darstellt. und das studieren nicht heißen sollte, jeden tag lang zu schlafen und jeden abend lang zu feiern.

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