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Awesomeness
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14.03.2013 - 11:06 Uhr
Awesomeness

Muss man eigentlich die Unterrichtsformen unbedingt gewaltsam versuchen umzuschmeißen. Kindern Freiraum zum Lernen der eigenen Interesse- und Neigungsfächer ist zwar richtig und wichtig; aber gerade Heranwachsende brauchen eine Orientierung stiftende Führung, an der sie sich messen und reiben können!

Frontalunterricht in gelockerter Form und anschließender Austausch war immer ein sehr erfolgreiches Modell, jedenfalls in unserer Klasse. Die sich modern gebenden Lehrer mit Mindmaps, Gruppenarbeit, LDL und Namentanzerei haben zwar für verstärktes Blödsinn machen gesorgt, aber gelernt haben wir letztlich dabei weniger. Team stand da wirklich für "Toll ein anderer macht's!", denn man findet sich schon geplanterweise immer so zusammen, dass einer das Konzept nebst Vortrag erledigt, einer den schriftlichen Kram und der Rest rumblödeln und sich unterhalten kann.

Was mir von Schülern in meinem Umfeld so berichtet wird und wie ich sie nach Abschluss dann im Vorstellungsgespräch sitzen habe, scheint mich in meiner Erfahrung auch zu bestätigen.

Jeder Lehrer wird zudem bestätigen, dass bei gleichem Konzept eine Halbierung der Klassenstärke weit mehr bringen würde als jedes alternative Konzept aus der Hippiezeit.

the-wrong-girl
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-1

14.03.2013 - 11:24 Uhr
the-wrong-girl

ein umgestelltes klassenzimmer hat rein gar nichts mit eurythmie oder hippiekram zu tun.
engstirniges beharren auf vorhandenen strukturen, v.a. auch auf seiten der eltern, sind der grund warum eine längst fällige bildungsreform in dtl kaum möglich ist. das ist anstrengend.

Wilberforce
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14.03.2013 - 14:13 Uhr
Wilberforce

Ojemineh.

Irgendeinem Architekturprof gefällt die Schularchitektur nicht, dem Autor auch nicht, und als Vorschläge kommen Tische in Hufeisenform aufgestellt, und Lernen im stehen oder liegen.

Und daß das einzig wichtige im Klassenzimmer ein guter Lehrer ist, das hat ihnen auch noch keiner gesagt.

the-wrong-girl
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14.03.2013 - 15:34 Uhr
the-wrong-girl

ein guter lehrer ist ohne zweifel das wichtigste, aber nicht das einzige wichtige und kein grund nicht mal über reformen nachzudenken.
ich meine, wir entwickeln uns ständig in allen bereichen weiter, aber bitte um himmels willen nicht an der schulbildung rütteln.

ts66
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14.03.2013 - 16:25 Uhr
ts66

the-wrong-girl sagte:
ein guter lehrer ist ohne zweifel das wichtigste, aber nicht das einzige wichtige und kein grund nicht mal über reformen nachzudenken.
ich meine, wir entwickeln uns ständig in allen bereichen weiter, aber bitte um himmels willen nicht an der schulbildung rütteln.


Das Problem sind ja eher die Ideologiegetriebenen Reformen, nicht Reformen an sich. Erst vor wenigen Tagen gab es hier einen Artikel, dass das flächendeckend gescheiterte jahrgangsübergreifende Lernen in den meisten Schulen, in denen es eingeführt wurde, wieder abgeschafft wird. Die Grundidee, das die schwächeren Schüler von den stärkeren mitgezogen werden, ist auch zentral beim anderen großen Reformthema, der Inklusion. Ich sehe aber nicht wo die offensichtlichen Schwachpunkte von den Reformern aufgegriffen werden. Stattdessen wird die Realität ignoriert wo sie nicht ins Weltbild passt. Siehe die Zitate aus dem Artikel.

Die Bundesländer, die Kindern das Schreiben mit der neuen Lautschrift beibringen, haben ganz überraschend die schreib- und leseschwächsten Schüler in Deutschland. In NRW hat man ein Zentralabitur eingeführt, bei dem sogar Schüler der 8. Klasse Chancen haben zu bestehen.

Eine Studie hat kürzlich gezeigt, das Frontalunterricht besser funktioniert als die heute oft propagierten offeneren Unterrichtsformen.

Bei solchen Reformen sollte man sich wirklich sehr gut überlegen, ob unsere Kinder diesen Experimenten ausgesetzt werden sollen.

the-wrong-girl
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14.03.2013 - 16:54 Uhr
the-wrong-girl

wir reden hier über die gestaltung von klassenräumen und sitzordnungen. ich sehe nicht, wo das was mit ideologien zu tun hat.

bei dem rest würden mich die studien interessieren. links bitte.

ts66
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14.03.2013 - 17:01 Uhr
ts66

the-wrong-girl sagte:
wir reden hier über die gestaltung von klassenräumen und sitzordnungen. ich sehe nicht, wo das was mit ideologien zu tun hat.

bei dem rest würden mich die studien interessieren. links bitte.


Ach, als Du von Reformen gesprochen hast, ging es nur um die Sityordnung?

Hier hast Du einen ArtikelÖ http://www.sueddeutsche.de/bildung/jahrgangsuebergreifendes-lernen-paedagogische-idee-prallt-auf-multi-kulti-realitaet-1.1620920
Der Rest wurde auch bei der SZ veröffentlicht, aber schon vor ein paar Wochen. Das suche ich jetzt nicht extra raus. Wenn Du dich für Bildungspolitik interessierst, wird es dir aber bestimmt schon bekannt sein.

the-wrong-girl
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1

14.03.2013 - 17:08 Uhr
the-wrong-girl

ts66 sagte:

Ach, als Du von Reformen gesprochen hast, ging es nur um die Sityordnung?


da sich der widerstand schon gegen sitzordnungen und klassenzimmergestaltungen geregt hat, habe ich den widerstand gegen reformen im schulwesen allgemein thematisiert. welche von den angedachten oder auch tatsächlich durchgeführten reformen sinnvoll oder nicht sind, habe ich und möchte ich hier auch nicht diskutieren.

ich interessiere mich vor allem für bildung. nicht für bildungspolitik.

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1

14.03.2013 - 17:31 Uhr
the-wrong-girl

was jahrgangsübergreifendes lernen betrifft, wundert mich das nicht. ich war in berlin an einer sogenannten brennpunktschule (grundschule) und ja, das hat nicht funktioniert. allerdings würde ich das nicht am konzept an sich festmachen, sondern eher daran, dass kaum eine der lehrerinnen, die alle jenseits der 40 waren, auch nur ansatzweise ausreichend dafür ausgebildet wurden. hinzukommt resourcenmangel und auch hier zu große klassen etc. das sich-gegenseitig-helfen und mitziehen,w as ja eigelt erwünscht war, wurde ausgehebelt dadurch, dass die kinder nicht miteinander reden durften etc. etc.

ts66
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14.03.2013 - 17:52 Uhr
ts66

the-wrong-girl sagte:
was jahrgangsübergreifendes lernen betrifft, wundert mich das nicht. ich war in berlin an einer sogenannten brennpunktschule (grundschule) und ja, das hat nicht funktioniert. allerdings würde ich das nicht am konzept an sich festmachen, sondern eher daran, dass kaum eine der lehrerinnen, die alle jenseits der 40 waren, auch nur ansatzweise ausreichend dafür ausgebildet wurden. hinzukommt resourcenmangel und auch hier zu große klassen etc. das sich-gegenseitig-helfen und mitziehen,w as ja eigelt erwünscht war, wurde ausgehebelt dadurch, dass die kinder nicht miteinander reden durften etc. etc.


Was immer die Gründe waren - es war halt wieder eine Reform, die die Situation verschlechtert, nicht verbessert.

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