Lautes Schweigen
Amazon heute: Nach der ARD-Dokumentation 'Ausgeliefert' fegt ein Sturm der Entrüstung durch das Internet. Die Politik greift das Thema Arbeitsbedingungen auf. Einige Verlage melden sich zu Wort, üben öffentlich Kritik, kündigen die Zusammenarbeit mit Amazon. Andere schweigen.
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Rektoren mit Zündschnur vor 48 Min.
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und dass man den hauptgeschäftsführer des börsenvereins des deutschen buchhandels schreiben lääst lässt auch keine vollkommen neutralität vermuten.
allerdings: das schlimmste finde ich wirklich, dass amazon hier die gesamte infrastruktur nutzt, sich aber vorm steuern zahlen drückt um ebendiese mitzufinanzieren. das ist asozial.
22.02.2013 - 19:39 Uhr
speerspitze
Alexander Skipis sagte:
Flächendeckend gibt es in Deutschland ein Netz von Buchhandlungen mit Beratung und Komfort
Das ist inzwischen vielerorts leider Wunschdenken, wenn man Thalia und andere Buchverderber-Ketten nicht mitzählt.
Was nun den Apell an die Verbraucher angeht ... der tolle Markt regelt eben nun mal NICHT alles ganz toll selber.
Im Gegenteil braucht es ethisch integere Menschen, die politisch handeln und als Gesetzgeber und Gesetz-Durchsetzer ein Regelwerk zum Schutz der beteiligten Menschen implementieren, das den allenthalben zu beobachtenden menschenfeindlichen Auswüchsen des ach-so-tollen freien Marktes wirksam und schmerzhaft die Daumenschrauben und Hemmschuhe anzieht, welche solche Lohndrücker-Erfolgskonzepte wie das von "Amazon", von "Citymail" und anderen Lohnverderbern nun mal einfach verdienen.
Lohndrückerei ist hierzulande nur deswegen ein Erfolgskonzept geworden, weil ein paar fehlgeleitete Hanseln aus der ehemaligen Sozialdemokratie sich haben kaufen lassen.
Das muss man einsehen, zugeben, möglicherweise bedauern und dann ganz schnell, deutlich und umfassend wieder entsprechend drakonisch sanktionierten Einschränkungen unterwerfen.
Fertig.
Diffuses Marktgefasel ist an diesem Punkt schlichtweg kontraproduktiv, denn der "Markt" nach Gerdgazprom-Gesichtspunkten hat uns den Haufen Scheisse ja erst eingetragen.
Montagsgast sagte:
Alexander Skipis sagte:
Diffuses Marktgefasel ist an diesem Punkt schlichtweg kontraproduktiv, denn der "Markt" nach Gerdgazprom-Gesichtspunkten hat uns den Haufen Scheisse ja erst eingetragen.
Ich finde das auch alles scheisse.
Niedrige Jugendarbeitslosigkeit ist scheisse, sollen die Leute doch nach Griechenland gehen, wenn sie Arbeit suchen. Ausgeglichener Staatshaushalt ist auch scheisse, Geld kann man sich schliesslich drucken oder bis ans Ende aller Tage von den Banken leihen. Und der Sozialstaat finanziert sich von alleine. Die vielen Arbeitsplätze netven auch total. Wer 2002 eine Arbeit gesucht hat weiss wovon ich spreche, damals gab es halt noch Herausforderungen die heute fehlen.
Vielleicht wandere ich ins Saarland oder nach Griechenland aus. Da hat linke Politik dafür gesorgt, das es den Menschen noch richtig gut geht.
Montagsgast sagte:
Schwätzer
Diese Antwort ist natürlich konsequent und folgt der Linie, die Du mit deiner Gasgerd-Stammtischpolemik vorgegeben hast.
speerspitze sagte:
allerdings: das schlimmste finde ich wirklich, dass amazon hier die gesamte infrastruktur nutzt, sich aber vorm steuern zahlen drückt um ebendiese mitzufinanzieren. das ist asozial.
Wer kann, der kann.
Grrmpf sagte:
speerspitze sagte:
allerdings: das schlimmste finde ich wirklich, dass amazon hier die gesamte infrastruktur nutzt, sich aber vorm steuern zahlen drückt um ebendiese mitzufinanzieren. das ist asozial.
Wer kann, der kann.
ja, amazon kann. aber ich glaube, amazon kann in diesem falle, weil der gesetzgeber einfach nur pennt. ist nichtmal politisch gewollt, wegen standort deutschland und so. einfach verpennt.











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22.02.2013 - 18:44 Uhr
Purcell
Heute durfte eine ehemalige studentische Mitarbeiterin (Ferienjob) in der FAZ darüber jammern, daß dort ihr die Anreisezeit morgens und abends nicht auf die Arbeitszeit angerechnet wurde (immerhin bei einem Stundenlohn von 9,50 für eine ungelernte Tätigkeit), oder daß ihr nicht von Anfang an Handschuhe zur Verfügung gestellt wurden und sie sich über Kleber an den Händen ärgerte (die Handschuhe bekam sie dann aber auf Nachfrage auch sofort), daß sie mittags nicht genügend Gemüse bekam (!), etc. - man kann es auch übertreiben. Durch so eine Jammerei geraten die eigentlichen Mißstände bei Amazon (die es bestimmt durchaus gibt) wohl eher in den Hintergrund.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/un...