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newmoonrising
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Mag ich Mag ich nicht

2

15.02.2013 - 18:47 Uhr
newmoonrising

Naja, immerhin verstummst Du nicht gänzlich verschüchtert mit unangebrachtem, brennenden Schamgefühl, weil Du Dir einbildest grottenschlecht Englisch zu sprechen, was aber tatsächlich definitiv nicht der Fall ist.
Das finde ich ja noch viel nerviger. Aber ich arbeite dran. Jeden Tag. Irgendwann wird mein Mund sich vielleicht öffnen und ein vollständiger Satz auf Englisch rauskommen.Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Bangshou
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Mag ich Mag ich nicht

3

15.02.2013 - 19:04 Uhr
Bangshou

Es gibt auf dedr Welt wahrscheinlich ungefähr 2 Milliarden Menschen, die ohne jedes Schamgefühl ein entsetzliches Englisch sprechen. Man kann sie an jedem internationalen Flughafen betrachten.

Im Berufsleben gehört es oft zum guten Ton, schlechtes Englisch zu sprechen.

In der Zeit steht: " Der Chef von Ikea sagt, dass schlechtes Englisch das Gütesiegel für eine Weltfirma sei. Er sagt: Unsere Konzernsprache ist nicht Oxford-English und nicht American English, sondern: bad english. And we are proud of it."

Das haben auch sehr viele deutsche Firmen beherzigt.

moritzs7
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Mag ich Mag ich nicht

5

15.02.2013 - 19:14 Uhr
moritzs7

Die Leute, die ihr mieses englisch für gutes halten und entsprechend weder auf die Idee kommen, daran zu arbeiten, noch sich selbst mit den übelsten Konstruktionen zurückhalten können, sind aber auch schrecklich. Oder die mit Facebook-Statusmeldungen auf englisch, 9 von 10 völlig daneben. Ostentativ zur Schau gestelltes Dilletantentum - Fremdscham auf höchsten Niveau. Dann doch lieber ein wenig Schüchternheit und Zurückhaltung. Man hat halt nur eine Muttersprache und das ist auch in Ordnung so.

mus
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Mag ich Mag ich nicht

10

15.02.2013 - 19:26 Uhr
mus

Leute machen sich immer zu viele Gedanken um ihr Englisch und zu wenig um ihr Deutsch.

the-wrong-girl
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Mag ich Mag ich nicht

-3

15.02.2013 - 20:33 Uhr
the-wrong-girl

nobody's perfect, wa.

es gibt ja auch die theorie der fossilization, wobei kurz gesagt ein lerner, egal wieviel unterricht er hat und wie oft er der zielsprache ausgesetzt ist, über ein bestimmtes level nicht hinaus kommt. hoffe, das ist bei dir nicht der fall :)

anyways, falls du nachhilfe brauchst, kannst du gern bei mir einen privaten konversationskurs belegen.

ich geh aber davon aus, dass sich dein englisch trotzdem weiterhin verbessern wird, auch wenn du jetzt nicht das gefühl hast.

Montrose
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Mag ich Mag ich nicht

2

15.02.2013 - 21:27 Uhr
Montrose

Meine Güte. Ihr tut ja gerade so, als müsste man in Englisch perfekt sein, nur weil man damit überall durchkommt. Es ist doch eher so: Man kommt damit überall durch, weil die wenigsten die Sprache perfekt können, sie aber so einfach ist, dass sich selbst komplette Sprachloser damit verständlich machen können.
Außer natürlich die Koreaner, mit denen ich mal ein internationales Meeting abhalten durften. Nach fünfmal rückfragen a la "Could you please repeat?" einigten wir anderen Nationalitäten uns stillschweigend darauf, zustimmend zu nicken und einfach weiterzumachen, wenn die koreanischen Kollegen was sagten. Denn wir alle verstanden auch nach Wiederholung nicht ein einziges Wort. Und das lag vermutlich nicht an der Grammatik;-)

vaird
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Mag ich Mag ich nicht

0

15.02.2013 - 21:28 Uhr
vaird

Du musst einfach in Englisch denken, dann klappt das :)

Vepchi
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Mag ich Mag ich nicht

1

15.02.2013 - 22:33 Uhr
Vepchi

In SPIEGEL ONLINE wurde unlängst über Wasserknappheit im "Mittleren Osten" berichtet. Gemeint war aber der "Nahe Osten". Der Verfasser hatte einfach den englischen Begriff "Middle East" wörtlich ins Deutsche übertragen. Ein typischer "falscher Freund" des Übersetzers. Um so erstaunter war ich, als dann in einer Sendung der ARD über Syrien - das ist "Naher Osten" - in einer Simultanübersetzung aus dem Englischen wieder mehrere Male "Mittlerer Osten" übersetzt wurde. Immerhin sind das Spezialisten! Ein einfacheres, bekannteres Beispiel sind die amerikanischen Schulden, die gerne in englischen "Billionen" angegeben werden. Nur sind das eben leider im Deutschen nur "Milliarden" . Über eine Billion geht es bei uns nicht hinaus, wenn sich Frau Merkel sicher auch schon mit "trillions" beschäftigt hat...
Und wer sich als Deutscher testen will, braucht sich nur einen amerikanischen Werbespot anzusehen. Die Akteure brechen an Stellen in Gelächter aus, bei denen ich tiefernst bleibe, auch wenn ich die einzelnen Wörter durchaus verstanden habe...

bangshou
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Mag ich Mag ich nicht

2

15.02.2013 - 22:38 Uhr
bangshou

Einer der 2 Milliarden:
http://www.maylin.net/joke.html

ein_oxymoron
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15.02.2013 - 22:59 Uhr
ein_oxymoron

bangshou sagte:
Einer der 2 Milliarden:
http://www.maylin.net/joke.html

ass ruin :((

Nemoline
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Mag ich Mag ich nicht

0

16.02.2013 - 00:30 Uhr
Nemoline

Natürlich merkt man erst dann, dass man Probleme mit einer Sprache hat, wenn man gezwungen ist, diese im Alltag zu benutzen. Wenn ohne diese Sprache keine Kommunikation möglich ist.
Und dann merkt man, dass das Englisch aus der Schule und vielleicht auch Büchern und Filmen nicht unbedingt alltagstauglich ist.

Ich glaube, es ist völlig normal, dass man am Anfang in einer englischsprachigen Umgebung völlig überfordert ist. Und dann gibt es drei Wege, damit umzugehen: Probleme ignorieren und einfach reden, bewusst reden und aktiv lernen und sich verkriechen.
Wirklich gut ist nur der mittlere, denn nur so macht man Fortschritte.
Gib dir Zeit, die echten Fortschritte merkt man nicht sofort, sondern das dauert vielleicht einige Monate oder Jahre und gerade die erste Zeit ist extrem anstrengend.

Mir ist noch nach 4 Jahren in den USA sehr häufig bewusst, dass ich mit meinem Akzent schwierig zu verstehen bin und immer wieder Vokabeln meines Gegenübers nicht verstehe. Und gerade, wenn es emotional wird, bin ich auf Englisch manchmal noch völlig überfordert, auch wenn ich im Alltag natürlich inzwischen ganz entspannt zurecht komme. Aber ich weiß noch gut, dass am Anfang jeder Einkauf eine Herausforderung war und ich froh war, mal die Tür hinter mir zu schließen und kein Englisch mehr reden zu müssen.
Auch ich war nie gut in Vokabel-Lernen, aber inzwischen kann ich über viele Themen ganz entspannt plaudern, einfach, weil ich dazu gezwungen bin, mein Englisch zu benutzen.

Mach einfach weiter, bitte deine Kollegen, dich ab und zu auf deine häufigsten Fehler hinzuweisen (nicht ständig, das behindert die Kommunikation und frustriert nur). Dann wirst du auf Dauer dazulernen und schnell flüssiges Englisch sprechen können. Ich habe vieles von einem Kollegen gelernt, der sich über meine Fehler amüsiert hat. Dann hat er mir erklärt, warum das für ihn witzig ist, wir haben gemeinsam gelacht und ich hatte wieder etwas gelernt und zwar nachhaltig. Also einfach den Witz erklären lassen und mitlachen, so lernst du positiv.
Vieles lernt man auch unbewusst, nur davon, dass man es immer wieder richtig hört, auch als Erwachsener. Nur bleiben die Fehler, über die du dich geärgert hast, eher im Gedächtnis als die richtigen Sätze, die einfach im Alltag kommen. Wahrscheinlich ist dein Englisch schon deutlich besser als noch vor einigen Monaten, als du die Stellen angetreten hast.

MojoMenges2
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0

16.02.2013 - 09:43 Uhr
MojoMenges2

Eine gute Maßnahme wäre die Abschaffung der Synchronisierung von Filmen zugunsten von Untertiteln. So wie bei den Niederländern und Flamen.

Nicht nur, dass man die Sprache ein wenig leichter lernt, es entfallen diese gruseligen Momente, wenn Deutsche kultige Filmzitate oder Witze englischsprachiger Produktionen auf deutsch vortragen, oder zu übersetzen versuchen, die leider im englischen Original ganz anders lauten und z.T. einen ganz anderen Sinn haben.

Da dreht sich's mir im Magen um.

jurette_
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16.02.2013 - 10:49 Uhr
jurette_

Mir geht's da ganz genauso. Fremdsprachen sind mir ein graus.

chrinamu
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1

16.02.2013 - 10:53 Uhr
chrinamu

Mein schottischer Freund, also im weitesten Sinne ein Muttersprachler, sagt auch immer "I didn't went" - und wundert sich, wenn ich das lustig finde.

Und schlechtes Englisch ist tausendmal besser als Komplettverweigerung des Fremdsprachensprechens, weil man denkt, es nicht gut genug zu können...

alcofribas
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16.02.2013 - 12:29 Uhr
alcofribas

MojoMenges2 sagte:
Eine gute Maßnahme wäre die Abschaffung der Synchronisierung von Filmen zugunsten von Untertiteln. So wie bei den Niederländern und Flamen.
.


Eine gute Maßnahme wofür? Jetzt mal vom dramaturgischen / Kohärenzaspekt abgesehen?

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-1

16.02.2013 - 12:43 Uhr
alcofribas

Ich muss in dem Zusammenhang immer an meinen Englischlehrer und meinen Französisch-Prof denken, ersterer meinte immer "Deutscher Schwachsinn wird nicht sinnvoll, wenn man ihn ins Englische prügelt", zweiterer "wer wirklich etwas zu sagen hat, wird auch verstanden, wenn er das in seiner Muttersprache tut".

Und genau das ist der Punkt, denke ich, indem man mehr auf das rekurriert, WIE etwas gesagt wird ("gutes" Englisch, "perfekte Präsentation") erweckt man den Eindruck, inhaltliches Flachwasser könnte durch einen guten Auftritt wettgemacht werden. Vielleicht sollten wir alle nur noch Photoshop, Powerpoint und Schauspiel studieren, dann wird der Rest auch egal :)

yummiloco
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16.02.2013 - 13:37 Uhr
yummiloco

mir geht es genauso mit spanisch. ich kriege keinen satz gradeaus hin, obwohl ich es jahre in der schule hatte und für längere zeit in spanien war. mein englisch ist dagegen recht gut und hat mich oft im umgang mit manchen spaniern gerettet :)

MojoMenges2
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16.02.2013 - 15:33 Uhr
MojoMenges2

alcofribas sagte:

Eine gute Maßnahme wofür?


Um den Deutschen das Englische näher zu bringen. Hab' noch keinen Holländer getroffen, der nicht mindestens Englisch konnte, meist noch Deutsch dazu (dank Derrick).

alcofribas
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16.02.2013 - 16:01 Uhr
alcofribas

MojoMenges2 sagte:
alcofribas sagte:

Eine gute Maßnahme wofür?


Um den Deutschen das Englische näher zu bringen. Hab' noch keinen Holländer getroffen, der nicht mindestens Englisch konnte, meist noch Deutsch dazu (dank Derrick).


Und es ist Aufgabe von Fernsehsendern / Kinos "den Deutschen" "das Englische" näherzubringen?

da stellen sich mir halt ein paar Fragen:
Ist das wünschenswert bzw. ein Wert an sich?
was ist "das Englische"? Das bei Sherlock oder das bei True Blood?
wer sind "die Deutschen"? alle vom - sorry - Hauptschüler bis zum Akademiker? was ist mit denen, die Englisch nicht können oder lernen wollen?
und ja, gemeinhin wird behauptet, Niederländer oder Skandinavier würden besser Englisch sprechen als "wir". Aufgrund der sprachlichen Verwandtschaft sicher, wir "Deutschen" sprechen auch "besser" Englisch als Italiener und Franzosen.

Trotzdem fällt mir auf, und das scheint mir doch ein bißchen der Hintergrund des Ganzen zu sein, das Deutschland, trotz seines schlechten Englisch und obwohl wir drauf bestehen, dass alles synchronisiert wird, sich international doch ganz gut durchschlägt, wirtschaftlich, politisch, teilweise auch kulturell. Hat dann wohl doch andere Gründe als ein möglichst fließendes Englisch. Und nein, das ist nun nicht so chauvinistisch gemeint, wie es sich anhört. ich spreche zwei Fremdsprachen einigermaßen fließend, eine dritte mit anwendbaren Grundkenntnissen und bei zwei drei anderen reichts zum Zeitunglesen. ich habe noch niemanden getroffen, mit dem ich mich nicht hätte verständigen können. Mehr muss nicht, ich bin nämlich weder Übersetzer, noch muss ich Verkaufsverhandlungen in der Fremdsprache führen oder Verträge formulieren.

MojoMenges2
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16.02.2013 - 16:25 Uhr
MojoMenges2

alcofribas sagte:

Und es ist Aufgabe von Fernsehsendern / Kinos "den Deutschen" "das Englische" näherzubringen?


Wenn Bildungsauftrag, warum nicht durch originalsprachige Filme? Ob Untertitel oder Synchronübersetzung, der Unterschied ist m.E. reine Gewöhnungssache.

In Deutschland sieht man OmU leider nur auf ARTE ... okay, mit DVDs ist es zumindest Originalsprache mittlerweile im Heimkino möglich ...

Paradox_of_Choice
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16.02.2013 - 17:42 Uhr
Paradox_of_Choice

MojoMenges2 sagte:
Eine gute Maßnahme wäre die Abschaffung der Synchronisierung von Filmen zugunsten von Untertiteln. So wie bei den Niederländern und Flamen.

Nicht nur, dass man die Sprache ein wenig leichter lernt, es entfallen diese gruseligen Momente, wenn Deutsche kultige Filmzitate oder Witze englischsprachiger Produktionen auf deutsch vortragen, oder zu übersetzen versuchen, die leider im englischen Original ganz anders lauten und z.T. einen ganz anderen Sinn haben.
Da dreht sich's mir im Magen um.


Das war hier sogar angedacht, bloß kam dann die Wende.
(Letztens auf einer Lesung von Andreas Fröhlich gelernt.)

Ich finde aber z.B. Untertitel lesen auf die Dauer auch nicht soo toll.
Seit es DVDs gibt, ist es doch okay. Damit kann jeder das aussuchen, was individuell angenehmer ist, oder den Film mehrmals und dann in verschiedenen Sprachversionen sehen.

Noyala
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16.02.2013 - 20:27 Uhr
Noyala

Manche haben einfach ein natürliches Gespür für Sprachen und andere wiederum nicht so sehr. Aber das ist nicht schlimm. Mit Zeit und Geduld wird das schon.
Andererseits kann ich es schon verstehen, wenn man einen starken Akzent/Dialekt hat. Dann wird man häufig eben nicht verstanden oder muss vieles wiederholen. Aber die gehören zum Englischen wie die Butter aufs Brot, eben weil Englisch eine internationale Sprache ist. Das Vokabular wird von Tag zu Tag erweitert und eben der Sprachrhythmus bzw. die Sprachmelodie.
Aber genau das fasziniert mich so an Sprachen. Das Gefühl, sich diesen Rhythmus halbwegs anzueignen,

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16.02.2013 - 20:28 Uhr
Noyala

... tja, da muss man halt ein bisschen üben. Und zuhören. Und ein Umfeld mit einem spezifischen Akzent haben, sonst verwirrt das nur.

(Sorry, hab den Post vorher aus Versehen vorzeitig abschickt!)

apollyon
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17.02.2013 - 00:57 Uhr
apollyon

Ich hoffe, schlecht Englisch sprechen hält niemanden davon ab, es trotzdem weiter zu versuchen. Mangelndes Sprachtalent lässt sich einigermaßen gut mit Übung ausgleichen. Nur wenn man sich nie was traut, dann wird's auch nix.

Die meisten Menschen nehmen es einem auch nicht übel, wenn die Betonung nicht ganz korrekt ist. Wenn man ständig mit Russen und Indern in Besprechungen rumhängt, dann achtet sowieso niemand mehr darauf, ob man mehr British oder American English spricht.

HartImNehmen
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17.02.2013 - 10:34 Uhr
HartImNehmen

Ich finde es überhaupt nicht peinlich, schlecht englisch zu sprechen, allenfalls, das nicht zu wissen. (Peinlich finde *ich* es aber, bei schlechten Englischsprechern nachzufragen... :o))

Was mich allerdings wirklich nervt, sind die schlechten Englischsprecher, die dann 101 Anglizismen im Deutschen benutzen, am besten, wenn es dafür auch brauchbare deutsche Wörter gibt (was ja fast immer der Fall ist). "Krise" - "Schibboleth" - notfalls auch noch "Im Sturm ist jeder Hafen recht"... der Autor ist ein schönes Beispiel. Ist das anspruchsvoll - Anglizismen noch nerviger zu finden, wenn die Sprecher kein gutes Englisch können??

fulci
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17.02.2013 - 10:38 Uhr
fulci

Ehrlich gesagt ich finde diese deutsche Art und Weise sich ans englische anzubiedern etwas peinlich.
Ich habe Jahrelange Erfahrungen aus der Pharmabranche ,die voll mit Angelsachsen ist.
Ich finde es eher peinlich wenn Angelsachsen zum Teil 10 Jahre in Deutschland leben und immer noch kein deutsch sprechen.
Wir reden hierbei ausschließlich von Akademikern .

Ich finde es peinlich wie arrogant Engländer sind, die denken seien gebildet ob ihres Masters oder PhD (meist aber nur ein Bachelor -wenn man man genauer nachfragt -der aber in D. wenn vom Briten total überschätzt ist) , dann aber keine einzige Fremdsprache beherrschen - und von der kulturellen Vielfalt Kontinentaleuropas auch nach Jahren nicht viel bis gar nichts begriffen haben. Stichwort Integration - diese Leute trifft man dann auch ausschließlich in Irish Pubs . wo auch die Bedienungen immer Angelsachsen sind.

Ich finde es peinlich wenn Angelsachsen denken sie sprächen englisch, arrogant über deutschen oder französischen Akzent lästern ,aber selbst nur breitesten Schottischen -, Manchester- oder noch schlimmeren Akzent haben - Arbeiterschicht läßt grüssen.
Oder Anglo-Immigranten die dann mit Indi- Nigeria oder Karibik Akzent sprechen - ist manchmal schwer zu verstehen ob das überhaupt englisch ist oder deren Muttersprache.
Obwohl diese Leute i.d.Regel einen Britischen Paß haben.

Deutsche biedern sich da immer an, ich kenne persönlich einen Fall aus Schweden wo der britischen Person gesagt wurde : entweder endlich englisch sprechen statt schottisch oder Kündigung.
Und Schweden sprechen bekanntermaßen ein sehr gutes englisch.

Bildung bedeutet auch,daß man wenigstens Ausländern gegenüber versucht die Hochsprache anzuwenden. Wenn mein Gegenüber sich schon mit der Fremdsprache bemüht sollte ich wenigstens ihm mit der Hochsprache entgegenkommen.
..so denn man denn diese spricht und sich sprachlichen Situation bewußt ist...

Oberbayrisch ist meines Wissens auch keine anerkannte Business-sprache in Deutschland -so erwarte ich auch, daß ein Akademiker zumal Engländer vernünftig seine Muttersprache beherrscht -was leider nicht oft der Fall ist.
Fremdsprachen werden lustigerweise immer nur von Deutschen erwartet.
Weltsprache hin oder her.
Texanisch ist nun auch keine Weltsprache....eher oberbayrisch...

Da braucht man sich auch nicht mehr zu grämen, wenn man grammatikalische Fehler macht. Die meisten Briten sprechen selbst so schlecht ihre Sprache, daß das kaum auffällt.

the-wrong-girl
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-2

17.02.2013 - 10:42 Uhr
the-wrong-girl

ich find's richtig peinlich alle briten über einen kamm zu scheren.

lars-weisbrod
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17.02.2013 - 15:39 Uhr
lars-weisbrod

MojoMenges2 sagte:
Eine gute Maßnahme wäre die Abschaffung der Synchronisierung von Filmen zugunsten von Untertiteln. So wie bei den Niederländern und Flamen.


Zumindest bei mir funktioniert das leider nicht: Ich schaue wirklich überdurchschnittlich viel Zeug, und alles auf Englisch. Mein Englisch wird irgendwie nicht besser und mein Vokabelschatz erweitert sich nur um Wörter, die man eh nie gebrauchen kann (sluck, bruise - okay, vielleicht sollte ich einfach mal wieder was anderes gucken als Law&Order).

Aber vielleicht ist es ja jetzt schon zu spät und die Synchronisierungsabschaffung hilft vor allem, weil man dann auch schon als Kind alles auf Englisch guckt.

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17.02.2013 - 15:42 Uhr
lars-weisbrod

lars-weisbrod sagte:
sluck


Schau, der Beweis: Das sollte "slug" heißen. Vom Hören weiß man dann ja auch nie ,wie man's schreibt! Es ist einfach fubar.

MojoMenges2
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17.02.2013 - 17:45 Uhr
MojoMenges2

lars-weisbrod sagte:

Zumindest bei mir funktioniert das leider nicht: Ich schaue wirklich überdurchschnittlich viel Zeug, und alles auf Englisch.


Aber vielleicht verstehst Du so eher, was jemand von Dir wollen könnte. Wäre schonmal die halbe Miete ;-)

izzy_bizzy
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18.02.2013 - 12:03 Uhr
izzy_bizzy

Also, ich selber spreche sehr gut Englisch, finde aber, dass man in Deutschland deutsch sprechen sollte, weswegen ich niemanden einen Vorwurf mache, der schlecht englisch spricht, oder erst gar keine Fremdsprache lernen will.

Henriettesbimmelbahn
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18.02.2013 - 13:19 Uhr
Henriettesbimmelbahn

Die Woerter richtig zu betonen ist echt richtig schwer. Mein Freund, der Amerikaner ist, lacht sich regelmaeszig kringelig, wenn ich aus Unwissenheit "Maeschinn" statt Mach-ine" sage. Wer kann denn schon "superflous" oder "mercenary" richtig betonen, oder kennt den Unterschied zwischen "Kansas" und "Arkansas" ? Selbst der Klassiker der falschen Freunde "Psycho" wird von vielen Leuten, die passabel englisch sprechen, und viele Serien auf englisch gucken, falsch ausgesprochen.

fulci
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18.02.2013 - 23:10 Uhr
fulci

@ the wrong girl
Peinlich ist es nur wenn man naiv ist und die kulturelle & linguistische Vielfalt der Welt ignoriert.

Wer kämmt alle Briten über einen Kamm ???

Wenn man mehrere Sprachen spricht und permanent viel Kontakt mit Menschen aus vielen verschiedenen Kulturkreisen hat, wird man sich bewußt wie albern diese Anbiederei an ein vermeintlich perfektes englisch ist.
Wenn nichtmal Engländer dasselbe sprechen.
Das Sprach-Niveau der Deutschen ist guter Durchschnitt.

Wenn ich mich an die Briten,Amerikaner,Iren erinnern soll die wirklich gutes sauberes englisch sprachen...ehrlich...weniger als eine Handvoll bei paar hundert nativ speakern und wer sonst noch so auf der Welt alles auf englisch in Konzernen kommuniziert.

Meistens herrscht ein bestimmtes Sprachlevel innerhalb eines Konzerns....das meist nicht allzu hoch ist wenn man sich am Oxford Englisch orientiert. Und Grammatik rückt in den Hintergrund da meist Standard Phrasen in e-mails kursieren.
So ist die Realität.

Und in Konzernen kommunizert man oft in der Landessprache mit den den jeweiligen Kollegen...es gibt noch andere Sprachen als Englisch ...weiß glaube ich the-wrong-girl aber noch nicht.
Aber ja, beschimpfen sie mich. Sprechen sie mir meine Erfahrungen ab.
Anglistik Studium 2. Semester kennt die Welt besser als jemand der 15 Jahre in US Konzernen war...jaja..

Awesomeness
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19.02.2013 - 00:45 Uhr
Awesomeness

Ich kann @fulci nur zustimmen, bin selbst sehr viel beruflich unterwegs und kann es leider nicht machen wie in dem amüsanten Beispiel mit den Koreanern...

Meiner Erfahrung nach bauen sich einfach Situationen auf, in denen die Information oft nicht direkt von einer Person zur anderen fließen, sondern gerade wenn eine davon schlecht Englisch versteht, wird sie einen anderen Kollegen fragen und es sich von ihm noch einmal vllt. sogar in ihrer Muttersprache erklären lassen.
Das hatte nach meiner Erfahrung sogar oft den Bonus, dass das Gesagte meist von wenigstens zwei Leuten bewusst reflektiert wird, die Information also nicht nur "fließt", sondern auch "schwappt" und langsam abläuft.

Im Geschäftsleben finde ich es wesentlich anstrengender mit Leuten arbeiten zu müssen, die nicht von ihrem Dialekt wegkommen, obwohl sie nach eigenem Empfinden schon "nach der Schrift" sprechen.

Bitte nicht falsch verstehen, so ein uriges Bayerisch, auch "eingehochdeutscht", ist absolut liebenswert und hat einen angenehmen Charme. Aber wenn man in einer Telefonkonferenz jemanden verstehen muss und in hohem Tempo nur "Hudeldi dideldi daddeldi" aus der Spinne tönt, hat man schon nach 10 Minuten Kopfschmerzen davon.

Und zum Abschluss: den Punkt für das grausamste Englisch holt sich souverän und jederzeit wieder die deutsche Bahn!

das_maedchen
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19.02.2013 - 09:59 Uhr
das_maedchen

newmoonrising sagte:
Naja, immerhin verstummst Du nicht gänzlich verschüchtert mit unangebrachtem, brennenden Schamgefühl, weil Du Dir einbildest grottenschlecht Englisch zu sprechen, was aber tatsächlich definitiv nicht der Fall ist.
Das finde ich ja noch viel nerviger. Aber ich arbeite dran. Jeden Tag. Irgendwann wird mein Mund sich vielleicht öffnen und ein vollständiger Satz auf Englisch rauskommen.Ich gebe die Hoffnung nicht auf.


so gehts mir!

the-wrong-girl
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Mag ich Mag ich nicht

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19.02.2013 - 10:59 Uhr
the-wrong-girl

fulci sagte:

Ich finde es peinlich wie arrogant Engländer sind, die denken seien gebildet ob...

Ich finde es peinlich wenn Angelsachsen denken sie sprächen englisch, arrogant über deutschen oder französischen Akzent lästern ,aber selbst nur breitesten Schottischen -, Manchester- oder noch schlimmeren Akzent haben - Arbeiterschicht läßt grüssen.
Oder Anglo-Immigranten die dann mit Indi- Nigeria oder Karibik Akzent sprechen - ist manchmal schwer zu verstehen ob das überhaupt englisch ist oder deren Muttersprache.
Obwohl diese Leute i.d.Regel einen Britischen Paß haben.

Die meisten Briten sprechen selbst so schlecht ihre Sprache, daß das kaum auffällt.


@fulci: siehe oben, strotzt nur so von verallgemeinerungen über briten, deren bildungsstandards, deren sprachfähigkeiten bzgl ihrer eigenen sprache oder fremdsprachen......

dazu kommt noch: irisches englisch ist überhaupt nicht mit oberbayerisch zu vergleichen.
gleiches gilt für die verschiedenen variationen in den ehemaligen kolonien.

gerade bei einer sprache die in so vielen unterschiedlichen teilen der erde gesprochen wird, würde ich gern mal wissen, was du als hochsprache ansiehst. das englisch, das in teilen von london gesprochen wird? das englisch der queen? und warum ist irisches englisch schlimmer als amerikanisches englisch? sollten dann nicht auch amerikaner sich an der vermeintlichen 'hochsprache' orientieren?

ich habe viele freunde in deutschland aus irland, england, schottland etc. die meisten davon haben schon in der schule mindestens 1 fremdsprache gelernt und nach ihrem umzug nach deutschland auch deutsch.
und die meisten davon beschweren sich darüber, dass deutsche, wenn sie mitbekommen, dass der gesprächspartner englischer muttersprachler ist, anfangen auf englisch zu antworten anstatt weiter deutsch zu sprechen. mir ist das lustiger weise selbst mal passiert, dass jemand darauf bestanden hat mit mir englisch zu sprechen, obwohl ich mit ihm deutsch gesprochen habe und das nur, weil er gehört hat, wie ich mich vorher auf englisch unterhalten habe.

und zu guter letzt, komische vermutungen über was und wie lange ich es studiere, kannst du dir sparen.

generell zu der diskussion, ich find's völlig ok nicht so super englisch zu sprechen und es auch gar nicht peinlich., wobei ich fremdsprachen grundsätzlich für eine bereicherung halte.

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Mag ich Mag ich nicht

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19.02.2013 - 11:00 Uhr
the-wrong-girl

fulci sagte:

Aber ja, beschimpfen sie mich...


möchte mal gern wissen, wo ich dich beschimpft habe.

b_last_o
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Mag ich Mag ich nicht

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19.02.2013 - 14:06 Uhr
b_last_o

Sorry for my bad English...

...but my german is even worse!

lars-weisbrod
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19.02.2013 - 18:35 Uhr
lars-weisbrod

b_last_o sagte:
Sorry for my bad English...

...but my german is even worse!


Ich hatte den Kommentar eigentlich noch viel früher erhofft!

b_last_o
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Mag ich Mag ich nicht

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19.02.2013 - 21:18 Uhr
b_last_o

lars-weisbrod sagte:
b_last_o sagte:
Sorry for my bad English...

...but my german is even worse!


Ich hatte den Kommentar eigentlich noch viel früher erhofft!


Ja, Panik!

john_doa
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20.02.2013 - 23:45 Uhr
john_doa

Ich musste neulich mit einem Texaner telefonieren. Ich habe exakt gaaaar nichts verstanden, aber entschuldigt hat sich der Knabe auch nicht :/

the-wrong-girl
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21.02.2013 - 13:29 Uhr
the-wrong-girl

passt dazu
http://www.exberliner.com/articles/sorry-no-german/

tuladoesthehula
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07.04.2013 - 19:51 Uhr
tuladoesthehula

bei "kleine deutsche gartenzwergwelt" musste ich dann doch laut lachen.


außerdem kannst du ein gefühl ziemlich gut in worte kleiden. und das ist ja auch schon mal was.

halb_drei
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15.07.2013 - 21:27 Uhr
halb_drei

lars-weisbrod sagte:
Es ist einfach fubar.


(chuckle)

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