Wir können uns entscheiden!
Wir müssen uns Generation Golf, Praktikum und Jasager nennen lassen. Jetzt sollen wir Generation Jeinsager sein? Eine Gegenrede.
Die Vielleichtsager – wer das sein soll? Wir, „ die jungen Leute“. Das können wir zumindest aktuell in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nachlesen. In ihrem Artikel „Wir wollen lieber nicht – oder doch?“ erklärt uns Eva Berendsen, warum wir „Wischiwaschis“ sind, keine Position mehr haben und nur noch reflektieren statt zu handeln.Berendsen beginnt mit dem Beispiel einer jungen Studentin: Sie wird gefragt, ob der Neoliberalismus aus Geschlechterperspektive gut oder schlecht sei. Als sie nur eine ambivalente Antwort geben kann sagt man ihr, sie müsse lernen ihre Aussagen zuzuspitzen. Der Fall sei Ausdruck unsere Generation, die kein klares „Ja“, oder „Nein“ mehr kennt, sondern nur noch ein „Ja, aber“ oder ein „Ich möchte lieber nicht“. Wenn überhaupt. Denn Universalismus sei out. Die „Wahrheit ist heute derart außer Mode, wie es noch vor ein paar Jahren der Vollbart für den jungen Mann und die hochgeschlossene Spitzenkragenbluse für die junge Frau waren“, schreibt Berendsen.

Schuld daran sei unter anderem unsere Akademisierung. Die Wissenschaft selbst stelle das Wissen in Frage. So birgt es „eine gewisse Ironie, dass die Forderung, bitte mal wieder entschieden Haltung zu zeigen, auch aus der Akademie tönt, die doch die Haltungsschwächen der Jüngeren selbst befördert hat“, schreibt die Autorin. Als literarische Annäherung an das Problem verweist Eva Berendsen auf das Buch „Unentschlossen“ von Benjamin Kunkel aus dem Jahr 2006. Sein junger Protagonist leidet an der „chronische Abulie“ genannten Entscheidungsunfähigkeit. Dass Kunkel als „absolut durchakademisiertes Kind“ einen solchen Roman schreibt, ist für Berendsen kein Wunder.
Leider liest man immer wieder, dass unsere ganze Generation an „Abulie“ leide. In einem Artikel im Spiegel über Kunkels Buch wird sie als „Neurose der westlichen Gesellschaft“ bezeichnet, als „soziales Phänomen“. Abulie aber ist ein ernstzunehmendes Symptom psychischer Krankheiten, das zum Beispiel im Zusammenhang mit Depressionen, Hirntumoren und Schizophrenie auftreten kann und einen krankhaften Willensverlust beschreibt, der zuweilen bis zur Stummheit führt. Sind wir also eine ganze Generation von Jeinsagern mit psychischen Störungen? Warum müssen wir uns sagen lassen, wir könnten nur noch schlau daherreden und reflektieren, uns aber nicht mehr entscheiden?
Wir leben nun mal in einer Welt mit einer enormen Auswahl an Möglichkeiten. Klar, theoretisch hatten die Generationen vor uns diese zum Teil auch, aber für uns ist ihre Umsetzung realistischer. Wir können ohne größere Hindernisse ins Ausland gehen, studieren, was wir wollen, oder ein Start-up-Unternehmen gründen. Wir müssen keinen Mann finden, der uns ernährt, keine Kinder zeugen, die den Familienbetrieb erhalten, oder uns über andere definieren lassen. Würden wir nicht manchmal zögern und unsere Entscheidungen abwägen, dann wären wir nicht mutiger, willensstärker oder besser – sondern schlichtweg dämlich. Denn wir würden viel mehr Entscheidungen treffen, die wir bereuen würden und Chancen verpassen. Entscheiden wir uns leichtfertig für einen langweiligen Bürojob und gegen ein aufregendes aber vielleicht anstrengendes Studienangebot, könnten wir das unser Leben lang bereuen. Und wenn einige junge Menschen zustimmen und sagen: „Ja ich kann mich wirklich nicht entscheiden was ich studieren soll, welche Frau ich will oder was ich morgen anziehe“, dann ist das kein Generationenproblem, sondern nur menschlich.
Im vergangenen Jahr schrieb Oliver Jeges in seinem Artikel über die „Generation Maybe“: „Wir 20- bis 30-Jährigen sind eine Generation ohne Eigenschaften. Gut ausgebildet, aber ohne Plan, ohne Mut, ohne Biss. Weil alles möglich ist, sind alle heillos überfordert.“ Auch damals haben wir uns aufgeregt und dachten eigentlich, spätestens mit der Gegenrede von Silke Mühlherr sei alles gesagt gewesen: Schluss mit der Sippenhaft und der kleinbürgerlichen Etikettierung unserer Generation. „Wir sind keine Generation ohne Eigenschaften. Wir haben im Gegenteil so viele, dass wir uns nicht auf ein einziges Attribut reduzieren lassen", schrieb die junge Autorin in ihrem Text.
Dass der Gedanke der „Generation Vielleichtsager“ also schon einmal gedacht wurde, spart Eva Berendsen in ihrem Artikel aus. Dafür benutzt sie den gleichen Aufhänger wie der Autor im letzten Jahr: Die Malboro-Kampgane „Don’t be Maybe“. Der Slogan einer Zigarettenmarke als bestechendes Argument dafür, dass unsere Generation keine Entscheidungen mehr treffen kann? Das hat schon vor einem Jahr nicht funktioniert und ist immer noch genauso platt wie die Sache mit der „Geiz-ist-Geil-Generation“.
Die am Anfang des Textes aufgestellte These führt Berendsen nicht wirklich aus. Sie schreibt: „Viele junge Leute wollen sich nicht mehr festlegen, nicht in der Liebe, nicht im Konsum, nicht in der Politik“. Der erste Punkt, die Liebe, ist nun mal nicht einfach. War sie noch nie. Nur haben den älteren Generationen die Eltern oder die sozialen Umstände die schwierige Entscheidung der Partnerwahl abgenommen oder diese zumindest maßgeblich beeinflusst. Und man darf nicht vergessen, auch die Entscheidung gegen konventionelle Lebensformen und das Festlegen auf eine freie oder eben keine Partnerschaft ist eine Entscheidung.
Auch der Punkt des Konsums ist sehr fragwürdig. Die Zahl der Vegetarier war wohl noch nie so hoch. Berendsens Einwand, selbst die könnten keine klare Position mehr beziehen, denn für ihre Sojaschnitzel werde der Regenwald abgeholzt, ist nicht besonders überzeugend. Auf der Fashion Week in Berlin wimmelte es von jungen Designern die nur noch Bio-Ware benutzen und wenn junge Menschen Fair-Trade-Kokain kaufen, dann ist das vielleicht Blödsinn, aber doch auch eine eindeutige Konsumentenhaltung.
Wäre da noch der Punkt "Politik". Sogar Edmund Stoiber sagt im Spiegel, dass die Politik junge Leute nicht richtig anspricht. An der Politik- und der Parteiverdrossenheit vieler ist also etwas dran und deren Berechtigung ist ein Thema für sich. Das heißt aber nicht, dass wir nicht mehr politisch sind. Nur eben anders. Wir stimmen gegen die Privatisierung des Trinkwassers, setzen uns für die Abschaffung der Studiengebühren an und starten einen #Aufschrei gegen Sexismus. Frau Berendsen sieht es sofort als Distanzierung zu dieser Position, wenn sich jemand gegen die Todesstrafe für die Vergewaltiger von Delhi ausspricht. Aber stellt sich da nicht die Frage, ob es eher dieses Schwarz-Weiß- als unser „grau bis anthrazit“-Denken zu überprüfen gilt?
Nur weil wir nicht eindimensional Denken, heißt das nicht, dass wir keine Meinung mehr haben. Unsere Welt wird immer komplexer und wir haben Zugang zu immer mehr Informationen und Möglichkeiten. Das macht es uns nicht unbedingt einfacher, aber es wäre doch dumm sie nicht zu nutzen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen und hier kann genauso wenig für eine gesamte Generation gesprochen werden wie in Berendsens Artikel. Denn einer gesamten Generation ein Label aufzudrücken ist schlichtweg unsinnig. Aber Entscheidungen zu reflektieren ist nicht falsch oder ungenügend sondern wünschenswert und notwendig. Und ja, wir können noch Entscheidungen treffen. Schließlich sitzen zumindest die meisten von uns nicht zuhause in der Ecke und weinen, weil wir nicht wissen, was wir tun sollen. Wir können sogar entscheiden, wann wir die Entscheidungen treffen und wie lange wir warten, bis wir sie wieder verwerfen. Wenn Berendsen nach jungen Menschen sucht, die sich eintscheiden, fängt sie „bei dem jungen Paar aus dem Dorf (der) Eltern (an), das gerade beginnt, ein Haus abzubezahlen. Oder bei der Kassiererin im Supermarkt“. Das aber lässt fragwürdige Klischees vermuten, die Anlass zu einer eigenständigen Diskussion geben würden. Grundsätzlich gilt in jedem Fall: Eine Entscheidung ist nicht mehr wert, nur weil sie konventionell, für jeden offensichtlich oder früh getroffen ist. Ein Entschluss gegen Haus und Supermarktkasse ist auch schon ein Entschluss und der ist grundsätzlich weder besser noch schlechter.
In jedem Fall entscheidet sich die Generation dagegen, pauschalisiert und die „Jeinsager“ genannt zu werden und bittet darum, diese Entscheidung zu respektieren.
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FocusTurnier sagte:
"Frauen" meint: einige, manche, eine unbestimmte Anzahl, aber eben nicht DIE Frauen ihrer Generation.
"Männer" meint genauso manche, eine unbestimmte Anzahl, aber eben nicht DIE Männer. Und deine ganze Aufregung hier und bei den anderen Artikeln ist somit belanglos und haltlos.
Aber hey, mir egal. Lassen wir das lieber, bevor du noch mit weiteren Pauschalisierungen gegen das Pauschalisieren ankommst. ^^
ZeroDegrees sagte:
FocusTurnier sagte:
teresa-fries sagte:
Natürlich soll der Artikel für Frauen wie für Männer sprechen.
Oh, gut. Aber eine Frage: Sie wehren sich dagegen, pauschalisiert zu werden. Gut so. Aber bei ihnen gilt das Motto "keine Entscheidung ist auch ne Entscheidung". Wie will man denn ohne Entscheidungen vorankommen? Sehen Sie das als Schwäche oder Stärke, dauernd eigentlich keine Entscheidungen zu treffen , nur um sich nicht pauschalisieren zu lassen?
MfG
FT
Was hat den "dauernd eigentlich keine Entscheidungen zu treffen , nur um sich nicht pauschalisieren zu lassen?" miteinander zu tun? Jeder kann frei entscheiden (oder eben nicht entscheiden) ohne dass dies als Grundlage für eine Pauschalisierung einer ganzen Generation dienen sollte. Das ist analog genau das, was du immer bei dem Sexismusthema wiederholst, falls du es noch nicht gemerkt hast.
Wenn sie (?) sich entscheiden, kein Haus zu bauen, tun sie dies (unter anderem), weil sie nicht als "Häuslebauer" pauschalisiert werden wollen. Oder warum entscheiden sie sich nicht für eine Innenstadtwohnung? Aber da könnte man sie ja als "Hipster" pauschalisieren. Ich wollte damit ja eigentlich nur ausdrücken, daß ich mich auch gegen Pauschalisierungen wehre und sie nicht unterstütze. Ud an dem Sexismusding kann man das ziemlich gut festmachen, weil es eben jeder diskutiert hat. Ausreichend diskutiert hat.
Fühlst du (?) dich auf den Schlips getreten?
MfG
FT
FocusTurnier sagte:
Wenn sie (?) sich entscheiden, kein Haus zu bauen, tun sie dies (unter anderem), weil sie nicht als "Häuslebauer" pauschalisiert werden wollen.
Genau, das wird der alles entscheidende Grund sein. Wie kommt man auf so'nen scheiß?
Im Text geht es darum, dass die Generation eben nicht als "Jein-Sager" pauschalisiert werden möchte, weil eben nicht alle - gar nichtmal die meisten - Jein-Sager sind, sondern durchaus sich für (ja) oder gegen (nein) etwas entscheiden können.
"Wenn Berendsen nach jungen Menschen sucht, die sich eintscheiden, fängt sie „bei dem jungen Paar aus dem Dorf (der) Eltern (an), das gerade beginnt, ein Haus abzubezahlen. Oder bei der Kassiererin im Supermarkt“. " Dies nicht zu tun, ist eben kein Unentschlossen sein, sondern die Folge, dass man andere Entscheidungen im Leben getroffen hat.
ZeroDegrees sagte:
FocusTurnier sagte:
Wenn sie (?) sich entscheiden, kein Haus zu bauen, tun sie dies (unter anderem), weil sie nicht als "Häuslebauer" pauschalisiert werden wollen.
Genau, das wird der alles entscheidende Grund sein. Wie kommt man auf so'nen scheiß?
Im Text geht es darum, dass die Generation eben nicht als "Jein-Sager" pauschalisiert werden möchte, weil eben nicht alle - gar nichtmal die meisten - Jein-Sager sind, sondern durchaus sich für (ja) oder gegen (nein) etwas entscheiden können.
"Wenn Berendsen nach jungen Menschen sucht, die sich eintscheiden, fängt sie „bei dem jungen Paar aus dem Dorf (der) Eltern (an), das gerade beginnt, ein Haus abzubezahlen. Oder bei der Kassiererin im Supermarkt“. " Dies nicht zu tun, ist eben kein Unentschlossen sein, sondern die Folge, dass man andere Entscheidungen im Leben getroffen hat.
Aber wenn jemand der Überzeugung ist, daß sie jein-Sager sind, dann mauß er/sie sich dieses Urteil irgendwie gebildet haben, indem er/sie z.Bsp. die "Ergebnisse" dieser Generation betrachtet. Aber Sie sagen, daß es eigentlich alle sind, die sich für/gegen etwas entscheiden (also Entscheidungen treffen) . Also müßten auch sichtbare Ergebnisse vorhanden sein. Und die gibt es eben pauschal nicht. Es gibt Menschen, die "Ergebnisse liefern (wie man dies auch immer definieren mag, evtl. "footprint"). Es gibt aber auch welche, die (wie Frau Fries auch sagt) "mit dem Leben nicht fertig werden". Wir reden einander vorbei, aber wir sind uns eiegntlich einig: Pauschal, schwarz/weiß, geht nicht. Nicht mehr. Ein, zwei Generationen vorher ging das evtl. noch. Aber heute nicht mehr. Ich glaub, sie haben das mit dem Sexismus in den falschen Hals bekommen.
MfG
FT
FocusTurnier sagte:
Aber wenn jemand der Überzeugung ist, daß sie jein-Sager sind, dann mauß er/sie sich dieses Urteil irgendwie gebildet haben, indem er/sie z.Bsp. die "Ergebnisse" dieser Generation betrachtet. Aber Sie sagen, daß es eigentlich alle sind, die sich für/gegen etwas entscheiden (also Entscheidungen treffen)
Ähm, ich bin ein Jein-Sager. Es gibt Dinge zu denen sage ich ja und zu anderen nein oder vielleicht und vertage die Entscheidung, was auch eine Entscheidung ist - denn am Ende ist auch das
teresa-fries sagte:
Sicher gibt es auch Menschen, die nicht vorankommen, weil sie Entscheidungen meiden.
eine Entscheidung, nämlich sich (vorerst) gegen eine Entscheidung zu entscheiden. Und auch das wird am Ende zu einem "Ergebnis" führen.
Wenn ich mich vorerst nicht für oder gegen ein Studium entscheiden kann/möchte - also jein sage - dann führt das am Ende erstmal zu keinen Studium. Aber das Gute ist, dass man sich immer noch entscheiden kann oder sich gar auch umentscheiden kann. Außer bei Dingen wie dem Kinder bekommen, wo es zeitlich Grenzen gibt - ist es meist kein Problem.
Die Frage ist doch, wenn jemand anhand irgendwelche Ergebnisse meint, ich sei ein Jein-Sager, worauf das basiert. Bloß, weil man Abitur hat muss man nicht studieren. Bloß, weil man den Partner des Lebens gefunden hat, muss man nicht, wie die Frau im Text meint, ein Haus bauen und Kinder bekommen.
Man kann gerne einen Trend in einer Generation feststellen ohne dabei zu pauschalisieren und dann bitte auch etwas fundierter und nicht auf so fadenscheinigen Ereignissen, wie es die Frau da wohl tut. Zumal das "Endergebnis" ja nun wahrlich noch aussteht und vieles nicht von vorneherein abgeschrieben werden sollte.
Ich glaube, dass auch viele die Kritikfähigkeit und das Hinterfragen schon stört, weil eben oftmals nicht mehr der erwartete (vorgeschriebene) Weg gegangen wird, sondern man sich auch mal selbst reflektiert und fragt was man wirklich will und eben dabei auch gerne mal Umwege geht, statt gleich das Haus zu bauen und im Familienunternehmen z.B. einzusteigen.
ZeroDegrees sagte:
Ich glaube, dass auch viele die Kritikfähigkeit und das Hinterfragen schon stört, weil eben oftmals nicht mehr der erwartete (vorgeschriebene) Weg gegangen wird, sondern man sich auch mal selbst reflektiert und fragt was man wirklich will und eben dabei auch gerne mal Umwege geht, statt gleich das Haus zu bauen und im Familienunternehmen z.B. einzusteigen.
Bin ich bei ihnen. Kritikfähigkeit (an- und abgehende), Hinterfragen, Reflektion. Und den eigenen Weg finden. Ich denke, daß die Krtik an diesem Verhalten (eben das Pauschalisieren bzw. Zurechtweisen) eben genau dieser Tatsache geschuldet ist. Es gibt eben Personen in der älteren Generation, die sich eine solche Gesellschaft nicht vorstellen können. Sie ist ja auch schwer vorstellbar. Eine ungeordnete Gesellschaft. Diffus. Unklar. Kann das funktionieren? Sollte bzw. kann eine Gesellschaft nur funktionieren, wenn es "tragende Säulen" bzw. "Fundamente" gibt, anstatt nur einen wirren "Brei"? Der Artikel ist ein Statement pro Individualität. Aber wie weit kann die gehen? Auf welche Basis (ergo Pauschal(!)-Festlegung) kann/muss sich eine Gesellschaft stützen?
MfG
FT
FocusTurnier sagte:
Der Artikel ist ein Statement pro Individualität. Aber wie weit kann die gehen?
Im Endeffekt ist es egal, was andere pauschal von einer Generation denken oder was jemand von mir denkt, vorallem wen dies eher negativ behaftet ist. Jeder Einzelne muss seine Entscheidungen tragen können und damit zufrieden und glücklich leben können. Es hilft nicht, sich selbst auf Wunsch anderer zu verbiegen, nur damit diese ein gutes bild von einem haben. (Natürlich immer unter der Prämisse keinem anderen zu Schaden.) Ich denke, dass jeder Einzelne sogar viel mehr "schafft" oder "leisten kann", wenn es selbst für sein Handeln entscheidet und damit glücklich ist, als in den alten Zwängen, wie man was oder wann zu machen habe.
Man hört leider manchmal auch von Menschen älterer Generationen, dass sie ansich mit ihrem Leben unzufrieden sind und manche brechen sogar irgendwann aus, um endlich ihr "richtiges" Leben zuführen. Wie viel mehr Lebensfreude und Dinge hätten sie wohl erreichen können, wenn sie es von Anfang so gemacht hätten?
ZeroDegrees sagte:
Im Endeffekt ist es egal, was andere pauschal von einer Generation denken oder was jemand von mir denkt, vorallem wen dies eher negativ behaftet ist.
Wollen Sie denn nicht dagegen aufstehen bzw. richtigstellen, wenn ihn (ihrer Meinung nach) eine negative Außenwahrnehmung mitgeteilt wird? Sind sie dann still und sagen nix, weil....Ja warum?
ZeroDegrees sagte:
Jeder Einzelne muss seine Entscheidungen tragen können und damit zufrieden und glücklich leben können. Es hilft nicht, sich selbst auf Wunsch anderer zu verbiegen, nur damit diese ein gutes bild von einem haben.
Der Verbrecher, Sexist, giere Manager kann sein Verhalten begründen und trägt die Konsequenzen freiwillig.
ZeroDegrees sagte:
(Natürlich immer unter der Prämisse keinem anderen zu Schaden.)
Wie ist diese Prämisse definiert? Prämissen sind grundsätzliche Festlegungen, die pauschal sind und eine grobe Marschrichtung vorgeben.
ZeroDegrees sagte:
Ich denke, dass jeder Einzelne sogar viel mehr "schafft" oder "leisten kann", wenn es selbst für sein Handeln entscheidet und damit glücklich ist, als in den alten Zwängen, wie man was oder wann zu machen habe.
Wo wollen Sie Grenzen ziehen, wenn jeder alles das machen sollte, für das er sich selbst die Grenzen zieht und durch niemanden Grenzen gezogen bekommt?
ZeroDegrees sagte:
Man hört leider manchmal auch von Menschen älterer Generationen, dass sie ansich mit ihrem Leben unzufrieden sind und manche brechen sogar irgendwann aus, um endlich ihr "richtiges" Leben zuführen. Wie viel mehr Lebensfreude und Dinge hätten sie wohl erreichen können, wenn sie es von Anfang so gemacht hätten?
Jepp, der Meinung bin ich auch. Die Arbeit ist wichtig und notwendig, aber sie ist nicht das Leben. Aber auch auf Arbeit muss ich teilweise einen stuen pauschalen Weg gehen, um an die Lösung zu gelangen, weil die Lösungsfindung eines Problems sich durch diffuse Wege verlängern, verteuern oder alles noch verschlimmbessern kann.
MfG
FT
(Und wenn die FAZ über junge Leute kanzelt, redet auch der Topf über die Deckel. Das ist billig, konnen'se gleich ein Hohelied auf die überkommenen Werte singen.)
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-1
13.02.2013 - 21:09 Uhr
FocusTurnier
dagegen, daß Frauen Ihrer Generationen mich als Sexisten und Vergewaltiger pauschalisieren. Gleiches Recht für alle, oder?"
"Genau, das trifft alles nur und ausschließlich auf Frauen zu. Man kann aber auch wirklich alles falsch verstehen. Hauptsache man kann sich immer schön auf den "Schlips" getreten fühlen und weiter "bashen"."
Jepp, kann man. Wir hatten den #aufschrei nur, weil wir alle alles falsch verstanden haben. Männer und Frauen. Alte und Junge. Schwarze und Weiße (!nicht p.c.!).
"Dabei liegt es eben im Kern einer Pauschalisierung, dass die eben pauschalisiert und nicht auf jeden zutrifft."
Richtig. Was anderes habe ich mit meinem posting auch nicht sagen wollen. Sie (die Pauschalisierung) pauschalisiert und trifft ebend nicht auf jeden zu. Und wenn sie sich dabei nicht auf den Schlips getreten fühlen, ist das ihr gutes Recht. Würden Sie Frau Fries das auch sagen - daß sie sich doch bitte von den älteren Generationen nicht auf den Schlips getreten fühlen soll?
"Es wäre also nett, wenn du mit dieser ewigen Wiederholung der selben Leier endlich aufhörst, zumal das hier nicht wirklich das Kernthema ist."
Doch. Hier geht es darum, daß die Generation von Frau Fries (auch ihre Generation?) nicht pauschalisiert werden möchte. Das ist doch ok. Aber dann darf ich das für meine Generation auch verlangen. Und ich glaube, daß wir gar nicht sooooo weit weg voneinander sind, was die Generation betrifft.
"Und falls es dir nicht auffällt, "daß Frauen Ihrer Generation mich als Sexisten und Vergewaltiger pauschalisieren" ansich ist auch schon eine Pauschalisierung, da nur sehr wenige Frauen dies getan haben und eben nicht "Frauen Ihrer Generation" - da fehlt also zumindest eine Einschränkung wie z.B. "manche Frauen"."
"Frauen" meint: einige, manche, eine unbestimmte Anzahl, aber eben nicht DIE Frauen ihrer Generation.
MfG
FT