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stehplatz
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Mag ich Mag ich nicht

1

13.02.2013 - 19:19 Uhr
stehplatz

Eine Gegenrede, die ohne EIGENE Argumente auskommt.

"Wir müssen keinen Mann finden, der uns ernährt, keine Kinder zeugen, die den Familienbetrieb erhalten, oder uns über andere definieren lassen."

Bezieht sich dieses "Phänomen" jetzt nur auf Frauen!? Stimmt, wir Männer sind die neuen Abgekoppelten - also höchstens noch die Ja&Amen-Sager..

---
"leichtefertig" - leichenfertig? Bürozombie?

Suche
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Mag ich Mag ich nicht

1

13.02.2013 - 20:15 Uhr
Suche

Ich finde, dass an dem Ganzen was dran ist. Das mit dem "Maybe", dieses Unverbindliche, mitunter Beliebige, das stimmt auf jeden Fall. Dabei läuft das alles in engen Grenzen ab, denn was ein "No-Go" ist, das ist allen klar. Möglicherweise ist es auch eine Art Duckmäuser-Generation, gezüchtet durch die Anforderungen des Bologna-Systems, die Hürden des Berufseinstiegs usw. Aber besser nicht zu viel sagen, das könnte ja Nachteile bringen ;-)

FocusTurnier
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Mag ich Mag ich nicht

-3

13.02.2013 - 20:28 Uhr
FocusTurnier

"Wir müssen keinen Mann finden, der uns ernährt, keine Kinder zeugen, die den Familienbetrieb erhalten, oder uns über andere definieren lassen. "

Also spricht dieser Artikel nur für Frauen??
Aha.

"Aber stellt sich da nicht die Frage, ob es eher dieses Schwarz-Weiß- als unser „grau bis athrazit“-Denken zu überprüfen gilt?".....In jedem Fall entscheidet sich die Generation dagegen, pauschalisiert und die „Jeinsager“ genannt zu werden und bittet darum, diese Entscheidung zu respektieren. "

Und ich, werte Frau Fries, als Mann meiner Generation, entscheide mich entschieden dagegen, daß Frauen Ihrer Generationen mich als Sexisten und Vergewaltiger pauschalisieren. Gleiches Recht für alle, oder?

"Schluss mit der Sippenhaft ..."

Jupp. Der Meinung bin ich als Mann auch. Und das ist keine Generationenfrage.


MfG
FT

teresa-fries
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13.02.2013 - 20:41 Uhr
teresa-fries

"Kinder zeugen, die den Familienbetrieb erhalten" - das gilt auch aus männlicher Perspektive. Hier steht nicht gebären. Das gilt auch dafür, sich durch andere Menschen oder seine Herkunft definieren zu lassen.

Natürlich soll der Artikel für Frauen wie für Männer sprechen.

FocusTurnier
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Mag ich Mag ich nicht

1

13.02.2013 - 20:53 Uhr
FocusTurnier

teresa-fries sagte:


Natürlich soll der Artikel für Frauen wie für Männer sprechen.



Oh, gut. Aber eine Frage: Sie wehren sich dagegen, pauschalisiert zu werden. Gut so. Aber bei ihnen gilt das Motto "keine Entscheidung ist auch ne Entscheidung". Wie will man denn ohne Entscheidungen vorankommen? Sehen Sie das als Schwäche oder Stärke, dauernd eigentlich keine Entscheidungen zu treffen , nur um sich nicht pauschalisieren zu lassen?

MfG
FT

ZeroDegrees
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Mag ich Mag ich nicht

0

13.02.2013 - 20:55 Uhr
ZeroDegrees

"Wir müssen (...) keine Kinder zeugen, die den Familienbetrieb erhalten, oder uns über andere definieren lassen."

FocusTurnier sagte:
Also spricht dieser Artikel nur für Frauen??
Aha.
(...)
Und ich, werte Frau Fries, als Mann meiner Generation, entscheide mich entschieden dagegen, daß Frauen Ihrer Generationen mich als Sexisten und Vergewaltiger pauschalisieren. Gleiches Recht für alle, oder?


Genau, das trifft alles nur und ausschließlich auf Frauen zu. Man kann aber auch wirklich alles falsch verstehen. Hauptsache man kann sich immer schön auf den "Schlips" getreten fühlen und weiter "bashen".

Scheint dein Ego hart getroffen zu haben, dass du immer wieder beteuern musst, dass diese Pauschalisierung eben nicht auf dich zu trifft. Dabei liegt es eben im Kern einer Pauschalisierung, dass die eben pauschalisiert und nicht auf jeden zutrifft.

Es wäre also nett, wenn du mit dieser ewigen Wiederholung der selben Leier endlich aufhörst, zumal das hier nicht wirklich das Kernthema ist.

Und falls es dir nicht auffällt, "daß Frauen Ihrer Generation mich als Sexisten und Vergewaltiger pauschalisieren" ansich ist auch schon eine Pauschalisierung, da nur sehr wenige Frauen dies getan haben und eben nicht "Frauen Ihrer Generation" - da fehlt also zumindest eine Einschränkung wie z.B. "manche Frauen".
Wenn man also so kleinlich ist, sollte man selbst auch bei seiner eigenen Wortwahl besser aufpassen.

fettesmaedchen
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Mag ich Mag ich nicht

2

13.02.2013 - 20:59 Uhr
fettesmaedchen

Die Resi kanns halt nicht. Hat man ja schon an diesem seltsamen "Artikel" über den "Zusammenhang" zwischen Limonade und Depressionen gesehen. Schlecht bei der Haaf abgeschrieben.

apollyon
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Mag ich Mag ich nicht

2

13.02.2013 - 21:06 Uhr
apollyon

Als sie nur eine ambivalente Antwort geben kann sagt man ihr, sie müsse lernen ihre Aussagen zuzuspitzen.

Genau das sollte sich die Journalistin von der FAZ mal zu Herzen nehmen. Für ihre wachsweiche These "irgendwie können die Jungen keine Entscheidungen mehr treffen" sucht sie sich vollkommen beliebige Beispiele raus, die ihr grad in den Kram passen, um dann ellenlang rumzuschwurbeln.
Dabei wirft sie wild Vegetarier, Car-Sharer, Polyamouröse und diejenigen, die gegen Todesstrafe für Vergewaltiger sind, in einen Topf.

Ein Artikel, der es nicht wert ist, verlinkt zu werden.

teresa-fries
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13.02.2013 - 21:06 Uhr
teresa-fries

FocusTurnier sagte:

Aber bei ihnen gilt das Motto "keine Entscheidung ist auch ne Entscheidung". Wie will man denn ohne Entscheidungen vorankommen? Sehen Sie das als Schwäche oder Stärke, dauernd eigentlich keine Entscheidungen zu treffen , nur um sich nicht pauschalisieren zu lassen?


Berechtigter Einwand, nur war es etwas anders gemeint: Sich auf keinen Partner festzulegen zum Beispiel ist auch eine Entscheidung.

Sicher gibt es auch Menschen, die nicht vorankommen, weil sie Entscheidungen meiden. Das ist der Punkt: Menschen gehen unterschiedlich damit um. Gerade deswegen kann man Generationen nicht pauschalisieren.

ZeroDegrees
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Mag ich Mag ich nicht

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13.02.2013 - 21:07 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
teresa-fries sagte:


Natürlich soll der Artikel für Frauen wie für Männer sprechen.



Oh, gut. Aber eine Frage: Sie wehren sich dagegen, pauschalisiert zu werden. Gut so. Aber bei ihnen gilt das Motto "keine Entscheidung ist auch ne Entscheidung". Wie will man denn ohne Entscheidungen vorankommen? Sehen Sie das als Schwäche oder Stärke, dauernd eigentlich keine Entscheidungen zu treffen , nur um sich nicht pauschalisieren zu lassen?

MfG
FT


Was hat den "dauernd eigentlich keine Entscheidungen zu treffen , nur um sich nicht pauschalisieren zu lassen?" miteinander zu tun? Jeder kann frei entscheiden (oder eben nicht entscheiden) ohne dass dies als Grundlage für eine Pauschalisierung einer ganzen Generation dienen sollte. Das ist analog genau das, was du immer bei dem Sexismusthema wiederholst, falls du es noch nicht gemerkt hast.

FocusTurnier
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Mag ich Mag ich nicht

-1

13.02.2013 - 21:09 Uhr
FocusTurnier

"FocusTurnier sagte:
dagegen, daß Frauen Ihrer Generationen mich als Sexisten und Vergewaltiger pauschalisieren. Gleiches Recht für alle, oder?"


"Genau, das trifft alles nur und ausschließlich auf Frauen zu. Man kann aber auch wirklich alles falsch verstehen. Hauptsache man kann sich immer schön auf den "Schlips" getreten fühlen und weiter "bashen"."

Jepp, kann man. Wir hatten den #aufschrei nur, weil wir alle alles falsch verstanden haben. Männer und Frauen. Alte und Junge. Schwarze und Weiße (!nicht p.c.!).

"Dabei liegt es eben im Kern einer Pauschalisierung, dass die eben pauschalisiert und nicht auf jeden zutrifft."

Richtig. Was anderes habe ich mit meinem posting auch nicht sagen wollen. Sie (die Pauschalisierung) pauschalisiert und trifft ebend nicht auf jeden zu. Und wenn sie sich dabei nicht auf den Schlips getreten fühlen, ist das ihr gutes Recht. Würden Sie Frau Fries das auch sagen - daß sie sich doch bitte von den älteren Generationen nicht auf den Schlips getreten fühlen soll?

"Es wäre also nett, wenn du mit dieser ewigen Wiederholung der selben Leier endlich aufhörst, zumal das hier nicht wirklich das Kernthema ist."


Doch. Hier geht es darum, daß die Generation von Frau Fries (auch ihre Generation?) nicht pauschalisiert werden möchte. Das ist doch ok. Aber dann darf ich das für meine Generation auch verlangen. Und ich glaube, daß wir gar nicht sooooo weit weg voneinander sind, was die Generation betrifft.


"Und falls es dir nicht auffällt, "daß Frauen Ihrer Generation mich als Sexisten und Vergewaltiger pauschalisieren" ansich ist auch schon eine Pauschalisierung, da nur sehr wenige Frauen dies getan haben und eben nicht "Frauen Ihrer Generation" - da fehlt also zumindest eine Einschränkung wie z.B. "manche Frauen"."

"Frauen" meint: einige, manche, eine unbestimmte Anzahl, aber eben nicht DIE Frauen ihrer Generation.


MfG
FT

ZeroDegrees
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13.02.2013 - 21:22 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
"Frauen" meint: einige, manche, eine unbestimmte Anzahl, aber eben nicht DIE Frauen ihrer Generation.


"Männer" meint genauso manche, eine unbestimmte Anzahl, aber eben nicht DIE Männer. Und deine ganze Aufregung hier und bei den anderen Artikeln ist somit belanglos und haltlos.

Aber hey, mir egal. Lassen wir das lieber, bevor du noch mit weiteren Pauschalisierungen gegen das Pauschalisieren ankommst. ^^

FocusTurnier
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13.02.2013 - 21:22 Uhr
FocusTurnier

ZeroDegrees sagte:
FocusTurnier sagte:
teresa-fries sagte:


Natürlich soll der Artikel für Frauen wie für Männer sprechen.



Oh, gut. Aber eine Frage: Sie wehren sich dagegen, pauschalisiert zu werden. Gut so. Aber bei ihnen gilt das Motto "keine Entscheidung ist auch ne Entscheidung". Wie will man denn ohne Entscheidungen vorankommen? Sehen Sie das als Schwäche oder Stärke, dauernd eigentlich keine Entscheidungen zu treffen , nur um sich nicht pauschalisieren zu lassen?

MfG
FT


Was hat den "dauernd eigentlich keine Entscheidungen zu treffen , nur um sich nicht pauschalisieren zu lassen?" miteinander zu tun? Jeder kann frei entscheiden (oder eben nicht entscheiden) ohne dass dies als Grundlage für eine Pauschalisierung einer ganzen Generation dienen sollte. Das ist analog genau das, was du immer bei dem Sexismusthema wiederholst, falls du es noch nicht gemerkt hast.



Wenn sie (?) sich entscheiden, kein Haus zu bauen, tun sie dies (unter anderem), weil sie nicht als "Häuslebauer" pauschalisiert werden wollen. Oder warum entscheiden sie sich nicht für eine Innenstadtwohnung? Aber da könnte man sie ja als "Hipster" pauschalisieren. Ich wollte damit ja eigentlich nur ausdrücken, daß ich mich auch gegen Pauschalisierungen wehre und sie nicht unterstütze. Ud an dem Sexismusding kann man das ziemlich gut festmachen, weil es eben jeder diskutiert hat. Ausreichend diskutiert hat.
Fühlst du (?) dich auf den Schlips getreten?

MfG
FT

ZeroDegrees
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13.02.2013 - 21:36 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
Wenn sie (?) sich entscheiden, kein Haus zu bauen, tun sie dies (unter anderem), weil sie nicht als "Häuslebauer" pauschalisiert werden wollen.


Genau, das wird der alles entscheidende Grund sein. Wie kommt man auf so'nen scheiß?

Im Text geht es darum, dass die Generation eben nicht als "Jein-Sager" pauschalisiert werden möchte, weil eben nicht alle - gar nichtmal die meisten - Jein-Sager sind, sondern durchaus sich für (ja) oder gegen (nein) etwas entscheiden können.

"Wenn Berendsen nach jungen Menschen sucht, die sich eintscheiden, fängt sie „bei dem jungen Paar aus dem Dorf (der) Eltern (an), das gerade beginnt, ein Haus abzubezahlen. Oder bei der Kassiererin im Supermarkt“. " Dies nicht zu tun, ist eben kein Unentschlossen sein, sondern die Folge, dass man andere Entscheidungen im Leben getroffen hat.

FocusTurnier
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13.02.2013 - 21:49 Uhr
FocusTurnier

ZeroDegrees sagte:
FocusTurnier sagte:
Wenn sie (?) sich entscheiden, kein Haus zu bauen, tun sie dies (unter anderem), weil sie nicht als "Häuslebauer" pauschalisiert werden wollen.


Genau, das wird der alles entscheidende Grund sein. Wie kommt man auf so'nen scheiß?

Im Text geht es darum, dass die Generation eben nicht als "Jein-Sager" pauschalisiert werden möchte, weil eben nicht alle - gar nichtmal die meisten - Jein-Sager sind, sondern durchaus sich für (ja) oder gegen (nein) etwas entscheiden können.

"Wenn Berendsen nach jungen Menschen sucht, die sich eintscheiden, fängt sie „bei dem jungen Paar aus dem Dorf (der) Eltern (an), das gerade beginnt, ein Haus abzubezahlen. Oder bei der Kassiererin im Supermarkt“. " Dies nicht zu tun, ist eben kein Unentschlossen sein, sondern die Folge, dass man andere Entscheidungen im Leben getroffen hat.



Aber wenn jemand der Überzeugung ist, daß sie jein-Sager sind, dann mauß er/sie sich dieses Urteil irgendwie gebildet haben, indem er/sie z.Bsp. die "Ergebnisse" dieser Generation betrachtet. Aber Sie sagen, daß es eigentlich alle sind, die sich für/gegen etwas entscheiden (also Entscheidungen treffen) . Also müßten auch sichtbare Ergebnisse vorhanden sein. Und die gibt es eben pauschal nicht. Es gibt Menschen, die "Ergebnisse liefern (wie man dies auch immer definieren mag, evtl. "footprint"). Es gibt aber auch welche, die (wie Frau Fries auch sagt) "mit dem Leben nicht fertig werden". Wir reden einander vorbei, aber wir sind uns eiegntlich einig: Pauschal, schwarz/weiß, geht nicht. Nicht mehr. Ein, zwei Generationen vorher ging das evtl. noch. Aber heute nicht mehr. Ich glaub, sie haben das mit dem Sexismus in den falschen Hals bekommen.

MfG
FT

ZeroDegrees
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Mag ich Mag ich nicht

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13.02.2013 - 22:09 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
Aber wenn jemand der Überzeugung ist, daß sie jein-Sager sind, dann mauß er/sie sich dieses Urteil irgendwie gebildet haben, indem er/sie z.Bsp. die "Ergebnisse" dieser Generation betrachtet. Aber Sie sagen, daß es eigentlich alle sind, die sich für/gegen etwas entscheiden (also Entscheidungen treffen)


Ähm, ich bin ein Jein-Sager. Es gibt Dinge zu denen sage ich ja und zu anderen nein oder vielleicht und vertage die Entscheidung, was auch eine Entscheidung ist - denn am Ende ist auch das

teresa-fries sagte:
Sicher gibt es auch Menschen, die nicht vorankommen, weil sie Entscheidungen meiden.


eine Entscheidung, nämlich sich (vorerst) gegen eine Entscheidung zu entscheiden. Und auch das wird am Ende zu einem "Ergebnis" führen.

Wenn ich mich vorerst nicht für oder gegen ein Studium entscheiden kann/möchte - also jein sage - dann führt das am Ende erstmal zu keinen Studium. Aber das Gute ist, dass man sich immer noch entscheiden kann oder sich gar auch umentscheiden kann. Außer bei Dingen wie dem Kinder bekommen, wo es zeitlich Grenzen gibt - ist es meist kein Problem.

Die Frage ist doch, wenn jemand anhand irgendwelche Ergebnisse meint, ich sei ein Jein-Sager, worauf das basiert. Bloß, weil man Abitur hat muss man nicht studieren. Bloß, weil man den Partner des Lebens gefunden hat, muss man nicht, wie die Frau im Text meint, ein Haus bauen und Kinder bekommen.
Man kann gerne einen Trend in einer Generation feststellen ohne dabei zu pauschalisieren und dann bitte auch etwas fundierter und nicht auf so fadenscheinigen Ereignissen, wie es die Frau da wohl tut. Zumal das "Endergebnis" ja nun wahrlich noch aussteht und vieles nicht von vorneherein abgeschrieben werden sollte.

Ich glaube, dass auch viele die Kritikfähigkeit und das Hinterfragen schon stört, weil eben oftmals nicht mehr der erwartete (vorgeschriebene) Weg gegangen wird, sondern man sich auch mal selbst reflektiert und fragt was man wirklich will und eben dabei auch gerne mal Umwege geht, statt gleich das Haus zu bauen und im Familienunternehmen z.B. einzusteigen.

FocusTurnier
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1

13.02.2013 - 22:20 Uhr
FocusTurnier

ZeroDegrees sagte:

Ich glaube, dass auch viele die Kritikfähigkeit und das Hinterfragen schon stört, weil eben oftmals nicht mehr der erwartete (vorgeschriebene) Weg gegangen wird, sondern man sich auch mal selbst reflektiert und fragt was man wirklich will und eben dabei auch gerne mal Umwege geht, statt gleich das Haus zu bauen und im Familienunternehmen z.B. einzusteigen.


Bin ich bei ihnen. Kritikfähigkeit (an- und abgehende), Hinterfragen, Reflektion. Und den eigenen Weg finden. Ich denke, daß die Krtik an diesem Verhalten (eben das Pauschalisieren bzw. Zurechtweisen) eben genau dieser Tatsache geschuldet ist. Es gibt eben Personen in der älteren Generation, die sich eine solche Gesellschaft nicht vorstellen können. Sie ist ja auch schwer vorstellbar. Eine ungeordnete Gesellschaft. Diffus. Unklar. Kann das funktionieren? Sollte bzw. kann eine Gesellschaft nur funktionieren, wenn es "tragende Säulen" bzw. "Fundamente" gibt, anstatt nur einen wirren "Brei"? Der Artikel ist ein Statement pro Individualität. Aber wie weit kann die gehen? Auf welche Basis (ergo Pauschal(!)-Festlegung) kann/muss sich eine Gesellschaft stützen?

MfG
FT

ZeroDegrees
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13.02.2013 - 22:34 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
Der Artikel ist ein Statement pro Individualität. Aber wie weit kann die gehen?


Im Endeffekt ist es egal, was andere pauschal von einer Generation denken oder was jemand von mir denkt, vorallem wen dies eher negativ behaftet ist. Jeder Einzelne muss seine Entscheidungen tragen können und damit zufrieden und glücklich leben können. Es hilft nicht, sich selbst auf Wunsch anderer zu verbiegen, nur damit diese ein gutes bild von einem haben. (Natürlich immer unter der Prämisse keinem anderen zu Schaden.) Ich denke, dass jeder Einzelne sogar viel mehr "schafft" oder "leisten kann", wenn es selbst für sein Handeln entscheidet und damit glücklich ist, als in den alten Zwängen, wie man was oder wann zu machen habe.

Man hört leider manchmal auch von Menschen älterer Generationen, dass sie ansich mit ihrem Leben unzufrieden sind und manche brechen sogar irgendwann aus, um endlich ihr "richtiges" Leben zuführen. Wie viel mehr Lebensfreude und Dinge hätten sie wohl erreichen können, wenn sie es von Anfang so gemacht hätten?

FocusTurnier
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Mag ich Mag ich nicht

1

13.02.2013 - 22:50 Uhr
FocusTurnier

ZeroDegrees sagte:


Im Endeffekt ist es egal, was andere pauschal von einer Generation denken oder was jemand von mir denkt, vorallem wen dies eher negativ behaftet ist.


Wollen Sie denn nicht dagegen aufstehen bzw. richtigstellen, wenn ihn (ihrer Meinung nach) eine negative Außenwahrnehmung mitgeteilt wird? Sind sie dann still und sagen nix, weil....Ja warum?

ZeroDegrees sagte:
Jeder Einzelne muss seine Entscheidungen tragen können und damit zufrieden und glücklich leben können. Es hilft nicht, sich selbst auf Wunsch anderer zu verbiegen, nur damit diese ein gutes bild von einem haben.


Der Verbrecher, Sexist, giere Manager kann sein Verhalten begründen und trägt die Konsequenzen freiwillig.


ZeroDegrees sagte:
(Natürlich immer unter der Prämisse keinem anderen zu Schaden.)


Wie ist diese Prämisse definiert? Prämissen sind grundsätzliche Festlegungen, die pauschal sind und eine grobe Marschrichtung vorgeben.

ZeroDegrees sagte:

Ich denke, dass jeder Einzelne sogar viel mehr "schafft" oder "leisten kann", wenn es selbst für sein Handeln entscheidet und damit glücklich ist, als in den alten Zwängen, wie man was oder wann zu machen habe.


Wo wollen Sie Grenzen ziehen, wenn jeder alles das machen sollte, für das er sich selbst die Grenzen zieht und durch niemanden Grenzen gezogen bekommt?

ZeroDegrees sagte:
Man hört leider manchmal auch von Menschen älterer Generationen, dass sie ansich mit ihrem Leben unzufrieden sind und manche brechen sogar irgendwann aus, um endlich ihr "richtiges" Leben zuführen. Wie viel mehr Lebensfreude und Dinge hätten sie wohl erreichen können, wenn sie es von Anfang so gemacht hätten?


Jepp, der Meinung bin ich auch. Die Arbeit ist wichtig und notwendig, aber sie ist nicht das Leben. Aber auch auf Arbeit muss ich teilweise einen stuen pauschalen Weg gehen, um an die Lösung zu gelangen, weil die Lösungsfindung eines Problems sich durch diffuse Wege verlängern, verteuern oder alles noch verschlimmbessern kann.


MfG
FT

schwindlicht
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13.02.2013 - 22:58 Uhr
schwindlicht

Was soll "Universalismus" da oben meinen?
(Und wenn die FAZ über junge Leute kanzelt, redet auch der Topf über die Deckel. Das ist billig, konnen'se gleich ein Hohelied auf die überkommenen Werte singen.)

ZeroDegrees
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13.02.2013 - 23:14 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
Wollen Sie denn nicht dagegen aufstehen bzw. richtigstellen, wenn ihn (ihrer Meinung nach) eine negative Außenwahrnehmung mitgeteilt wird? Sind sie dann still und sagen nix, weil....Ja warum?


Nein, aber endlose Wiederholungen führen auch nicht zu einer anderen Überzeugung bei manchen Menschen. Deswegen sollte man sich nicht zu sehr aufs Wehren versteifen. Mit der Beteuereung allein überzeugt man halt kaum jemanden und manche wird man nie überzeugen. Damit muss man leben und sich nicht aufhalten lassen.

FocusTurnier sagte:
ZeroDegrees sagte:
Jeder Einzelne muss seine Entscheidungen tragen können und damit zufrieden und glücklich leben können. Es hilft nicht, sich selbst auf Wunsch anderer zu verbiegen, nur damit diese ein gutes bild von einem haben.


Der Verbrecher, Sexist, giere Manager kann sein Verhalten begründen und trägt die Konsequenzen freiwillig.

ZeroDegrees sagte:
(Natürlich immer unter der Prämisse keinem anderen zu Schaden.)


Wie ist diese Prämisse definiert? Prämissen sind grundsätzliche Festlegungen, die pauschal sind und eine grobe Marschrichtung vorgeben.
(...)
Wo wollen Sie Grenzen ziehen, wenn jeder alles das machen sollte, für das er sich selbst die Grenzen zieht und durch niemanden Grenzen gezogen
bekommt?


Das du den Zusammenhang nicht selbst erkennst, ist sehr schade.
Ich habe geahnt, dass genau solche wirren Bsp. kommen und genau deswegen steht auch da.. Solange man keinem schadet - was ein Verbrecher, Seixist oder aber gieriger Manager eben direkt oder indirekt tut.
Die geforderten Gesetze sind doch eben solche "pauschalen" Prämissen. Sie gelten eben für alle Menschen, haben aber nichts mit der Pauschalisierung wie im Text zu tun.

FocusTurnier
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13.02.2013 - 23:17 Uhr
FocusTurnier

schwindlicht sagte:
Was soll "Universalismus" da oben meinen?
(Und wenn die FAZ über junge Leute kanzelt, redet auch der Topf über die Deckel. Das ist billig, konnen'se gleich ein Hohelied auf die überkommenen Werte singen.)



Naja, auch wenns nicht Ihre erste Info-Quelle ist....Zumindest ist sie ein Medium, in dem die Generation schreibt, welcher Frau Fries "vorwirft", sich nicht entscheiden zu können. Das kann man zumindst lesen, um sich einen Eindruck vom eigentlichen Problem zu machen und auch mal seine Perspektive ändert und andere Sichtweisen zulässt und diskutiert.
Und mit "Universalismus" ist m.M.n. eine "jeder-kann-alles-und-ist-alles"-Einstellung gemeint. Gleichheit. Uniformität. Ein Teppich aus vielen verworrenen Fäden (Lebensläufe) ohne von außen sichtbare Akzente. Und weil man (bzw. die ältere Generation) von außen eben keine peaks, Spitzen, Ausschläge sieht oder mitbekommt, fällt es vielleicht schwer, eine gemeinsame Richtung zu finden.

schwindlicht
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13.02.2013 - 23:23 Uhr
schwindlicht

Uniformität würd ich ja noch verstehen, aber die müsste dann in sein.
Da steht aber "Denn Universalismus sei out."
(Und Universalismus würde ich auch nicht als Uniformität. Eher als Gegenstück zum "vorgeblichen" Relativismus der Jungen. Aber so wie es da steht, zeugt es eher von Unkenntniss und Bluffertum. )

FocusTurnier
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-2

13.02.2013 - 23:28 Uhr
FocusTurnier

ZeroDegrees sagte:


Nein, aber endlose Wiederholungen führen auch nicht zu einer anderen Überzeugung bei manchen Menschen. Deswegen sollte man sich nicht zu sehr aufs Wehren versteifen. Mit der Beteuereung allein überzeugt man halt kaum jemanden und manche wird man nie überzeugen. Damit muss man leben und sich nicht aufhalten lassen.


Nur ein Beispiel, nicht persönlich nehmen: Wenn jemand von außen Ihnen (wie auch immer) mitteilt, daß Sie ein Idiot sind, nix können und nach nix aussehen und es eh im Leben nicht hinkriegen werden - dann zucken sie nach zweimaliger mündlicher Widersprache mit den Schultern und trotten von dannen? Krasseres Beispiel: Wenn Ihnen ein nichteuropäischer Ausländer sagen würde, daß sie als Deutscher ein Nazi sind, weil sie ja Menschen umgebracht haben (und der ist wirklich davon überzeugt, weil man es ihm in der Schule so beigebracht hat) - dann würden sie sich nach kurzer Wortmeldung ihrem Schicksal ergeben? Haben Sie kein Interesse daran, wie sie nach außen hin wirken? Das ist ihnen "scheißegal, wie andere darüber denken"?

ZeroDegrees sagte:

Das du den Zusammenhang nicht selbst erkennst, ist sehr schade.
Ich habe geahnt, dass genau solche wirren Bsp. kommen und genau deswegen steht auch da.. Solange man keinem schadet - was ein Verbrecher, Seixist oder aber gieriger Manager eben direkt oder indirekt tut.
Die geforderten Gesetze sind doch eben solche "pauschalen" Prämissen. Sie gelten eben für alle Menschen, haben aber nichts mit der Pauschalisierung wie im Text zu tun.



Ja, ist ja richtig, Aber WER definiert Recht und Unrecht in einer Gesellschaft, in der eigentlich alles individuell ist? Die Mehrheit? Die (unterdrückte?) Minderheit? Die junge Generation mit NUR IHREN Interessen oder die junge Generation mit nur IHREN Interessen? AUf welche gemeinsame Richtung muß man sich einigen und wieso gibt es denn keine Interaktion zwischen älteren Politikern und jungen Wählern? Weil die Wähler sauer auf die alten Politiker sind? Oder weil die alten Politiker die jungen Wähler nicht verstehen?

MfG
FT

schwindlicht
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0

14.02.2013 - 00:23 Uhr
schwindlicht

So den FAZ-Artikel gelesen, der meint in der Tat einen (Werte-)Universalismus (im Gegensatz zu einem, da vom Papst angeprangerten, Relativismus). Aber auch kein guter Artikel. Ein großes Fragezeichen. Ein Auch-Nichts-Sagen. Nichts-Dagegen-Setzen. Wo man ein Unwort wie "geschlechtsloses Humankapital" nicht sofort verdammt. Oder "kuckt". Oder die Tofuweltnichtbeschützer zutreffend beschimpft. Was aber auch zu nichts führt.

"Wir stimmen gegen die Privatisierung des Trinkwassers, setzen uns für die Abschaffung der Studiengebühren an und starten einen #Aufschrei gegen Sexismus."
Die Welt ist ja so viiiiel komplexer. Was ein Grund ist, immer platter zu argumentieren. Dafür. Dagegen. Ihr Milchbrötchen! (http://www.zeit.de/2013/05/Arbeiterkind-Schulsystem-Aufstieg?fb_action_ids=205794982892289&fb_action_types=og.recommends&fb_ref=facebook.zonarticle.klick.article.recommend&fb_source=aggregation&fb_aggregation_id=288381481237582) Oder ein Grund, für oder gegen eine Generation zu sprechen (und sich natürlich zunächst dagegen verwehren - was dann ziemlich hohl bleibt.)

Den Artikel besser bespricht (mehr ist das hier auch nicht):
http://alrightokee.de/links/links-vom-13-2-13/

ZeroDegrees
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1

14.02.2013 - 01:03 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
Nur ein Beispiel, nicht persönlich nehmen: Wenn jemand von außen Ihnen (wie auch immer) mitteilt, daß Sie ein Idiot sind, nix können und nach nix aussehen und es eh im Leben nicht hinkriegen werden - dann zucken sie nach zweimaliger mündlicher Widersprache mit den Schultern und trotten von dannen? Krasseres Beispiel: Wenn Ihnen ein nichteuropäischer Ausländer sagen würde, daß sie als Deutscher ein Nazi sind, weil sie ja Menschen umgebracht haben (und der ist wirklich davon überzeugt, weil man es ihm in der Schule so beigebracht hat) - dann würden sie sich nach kurzer Wortmeldung ihrem Schicksal ergeben? Haben Sie kein Interesse daran, wie sie nach außen hin wirken? Das ist ihnen "scheißegal, wie andere darüber denken"?


Es ist ja nun nicht so, dass ich es dann einfach ohne Versuch so stehen ließ. Aber man kann auch endlos weiter versuchen einen durch Argumente oder gar Fakten unüberzeugbaren, da wirklich davon überzeugten, einzelnen Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Sehr sinnvolle Implikation - vielen Dank.

Wen man sich ständig um die Meinung einzelner kümmern würde, käme man in der Tat nicht voran, sondern müsste sich ständig für irgendjemanden verbiegen.

FocusTurnier
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-2

14.02.2013 - 06:24 Uhr
FocusTurnier

ZeroDegrees sagte:
Es ist ja nun nicht so, dass ich es dann einfach ohne Versuch so stehen ließ. Aber man kann auch endlos weiter versuchen einen durch Argumente oder gar Fakten unüberzeugbaren, da wirklich davon überzeugten, einzelnen Menschen vom Gegenteil zu überzeugen. Sehr sinnvolle Implikation - vielen Dank. Wen man sich ständig um die Meinung einzelner kümmern würde, käme man in der Tat nicht voran, sondern müsste sich ständig für irgendjemanden verbiegen.


Naja, das ich "unüberzeugbar" bin, denke ich nicht. Aber überzeugen kann man durch Fakten und stichhaltige Punkte. Damit ein Verhalten begründbar ist und auch nach außen so wiedergegeben werden kann. Damit die "Gegenseite" vielleicht auch mitbekommt, was man von einem will. Und hier geht es ja anscheinend nicht um die Meinung Einzelner, sondern es wird beklagt, daß es eine Generationen-Kluft gibt. Und verbiegen müssen sie sich wohl ihr ganzens Leben lang, verbiegen heißt ja flexibel sein, individuell, stromlinienförmig. Spätestens dann, wenn ihr Arbeitgeber Ihnen ihren Lohn am Monatsende auszahlt, und nicht, wie sie das evtl. gerne hätten, am Monatsanfang. Man kann ja trotzdem eine Linie verfolgen, um voran zu kommen. Aber das möchten Sie nicht, weil man Sie sonst pauschal einordnen könnte. Sie halten sich also alle Optionen offen, können alles machen zu jedem Zeitpunkt, wo und wie sie das wollen, und wundern sich aber, wenn andere Generationen das nicht so sehen und nicht verstehen.
So hab ich das verstanden.

MfG
FT

Rudel
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1

14.02.2013 - 07:11 Uhr
Rudel

Das größte Problem ist nicht, dass sich die "jungen" Leute nicht mehr entscheiden wollen, sondern dass sie sich alle Optionen offen lassen möchten. Weil sie in irgendwelchen komischen Serien im Fernsehen mitbekommen, wie schön das Leben sein kann. Und wenn sie sich für den "langweiligen" Bürojob entscheiden, das Leben ganz anders sein wird, als bei nem Job als Einzelkämpfer aufm Mars. Es gibt heutzutage eben auch viel mehr Möglichkeiten als vor 30 Jahren. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Am schlimmsten ist aber das hinterherjammern. Hätte, wenn und aber. Davon wird nichts besser. Weiß jetzt auch grad nicht, ob das hier reinpasst, wollts aber grad mal loswerden :)

FocusTurnier
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-1

14.02.2013 - 08:03 Uhr
FocusTurnier

Rudel sagte:
Das größte Problem ist nicht, dass sich die "jungen" Leute nicht mehr entscheiden wollen, sondern dass sie sich alle Optionen offen lassen möchten. Weil sie in irgendwelchen komischen Serien im Fernsehen mitbekommen, wie schön das Leben sein kann. Und wenn sie sich für den "langweiligen" Bürojob entscheiden, das Leben ganz anders sein wird, als bei nem Job als Einzelkämpfer aufm Mars. Es gibt heutzutage eben auch viel mehr Möglichkeiten als vor 30 Jahren. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Am schlimmsten ist aber das hinterherjammern. Hätte, wenn und aber. Davon wird nichts besser. Weiß jetzt auch grad nicht, ob das hier reinpasst, wollts aber grad mal loswerden :)



Das paßt schon. Die "junge Generation" hat einfach zuviele Möglichkeiten. Und ist damit wohl überfordert, weil sie sich nicht festlegen möchte. Möchte? Oder kann? Aber leider nicht zu der Einsicht gelangt, daß ohne eine Entscheidung, ohne eine handfeste Richtung, nichts geht - weil man sich alle Möglichkeiten offen halten will. Also alles wollen ohne etwas definiertes erreichen zu können. #Aufschrei und Anti-Privatisierung sind zwar gut, aber eben nicht alles.

MfG
FT

chrinamu
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4

14.02.2013 - 08:50 Uhr
chrinamu

Danke für diesen Beitrag, auch wenn ich nicht allen Argumenten zustimme. Über das Generationengerede rege ich mich immer wieder auf. Vor allem weil die Leute, die solche Thesen aufstellen, immer aus demselben vergleichsweise kleinen Milieu kommen, nämlich aus der großstädtisch lebenden Akademiker-Branche, meist auch noch aus dem Bereich der "Kreativen". Und die kriegen oft gar nicht mit, dass der Großteil ihrer Generation (insbesondere auf dem Land) mit 25 heiratet und mit 28 Hausbau und Kinder in Angriff nimmt.

cosmashiva
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1

14.02.2013 - 09:39 Uhr
cosmashiva

Gute Antwort auf den wirklich blödsinnigen FAZ-Artikel.

GoldSoundz
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0

14.02.2013 - 10:38 Uhr
GoldSoundz

Ich finde solche Pauschalisierungen über eine ganze Generation hinweg ja immer sehr schwierig. Schon beim Wort "Wir" bekomme ich ein ungutes Gefühl. Wenn es wenigstens wirklich "alle" einer Generation wären, über die gesprochen wird. Aber dann sind es doch nur die unter ihrer Akademisierung leidenden FAZ-Leser.

FocusTurnier
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-1

14.02.2013 - 11:00 Uhr
FocusTurnier

GoldSoundz sagte:
Aber dann sind es doch nur die unter ihrer Akademisierung leidenden FAZ-Leser.


Die FAZ ist teilweise auch nur BILD. Mit Akademikern hat das nichts zu tun.

MfG
FT

ThomasCrown
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3

14.02.2013 - 11:18 Uhr
ThomasCrown

Sie wird gefragt, ob der Neoliberalismus aus Geschlechterperspektive gut oder schlecht sei. Als sie nur eine ambivalente Antwort geben kann sagt man ihr, sie müsse lernen ihre Aussagen zuzuspitzen. Der Fall sei Ausdruck unsere Generation, die kein klares „Ja“, oder „Nein“ mehr kennt, sondern nur noch ein „Ja, aber“ oder ein „Ich möchte lieber nicht“.


"wir" sollen also statt differenzierter aussagen lernen, uns für eine seite zu entscheiden? was ist aber, wenn das bei vielen themen (neoliberalismus aus geschlechterperspektive, äh, hallo? soll ich die antwort jetzt in drei einzeilige powerpoint-bullets pressen?) eben nicht so einfach geht wie bei geha oder pelikan, mcdonalds oder burgerking, freiheit oder sozialismus?

ts66
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2

14.02.2013 - 11:54 Uhr
ts66

FocusTurnier sagte:
GoldSoundz sagte:
Aber dann sind es doch nur die unter ihrer Akademisierung leidenden FAZ-Leser.


Die FAZ ist teilweise auch nur BILD. Mit Akademikern hat das nichts zu tun.

MfG
FT


Naja. Wenn Du mal sueddeutsche.de und faz.net vergleichst, dann findest Du hier deutlich mehr Boulevard- und Klatschthemen, und viele Artikel die Themen nur sehr oberflächlich oder einseitig betrachten. Da finde ich den Journalismus der FAZ schon hochwertiger. Eigenlich traurig, wenn man bedenkt welche Qualität die Printausgabe der Süddeutschen mal hatte oder vielleicht sogar noch hat.

ZeroDegrees
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1

14.02.2013 - 12:13 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
Und hier geht es ja anscheinend nicht um die Meinung Einzelner, sondern es wird beklagt, daß es eine Generationen-Kluft gibt.
(...) Und verbiegen müssen sie sich wohl ihr ganzens Leben lang, verbiegen heißt ja flexibel sein, individuell, stromlinienförmig.
So hab ich das verstanden.


Klar geht es hier nicht um die Meinung Einzelner. Meine Antwort bezog sich aber explizit auf deine Beispiele, in denen eben ein Einzelner davon überzeugt sei, ich sei ein Idiot oder aber ein "nicht-europäischer Ausländer" wirklich davon überzeugt sei, ich sei ein Nazi.
Diese Antwort nun auf einen anderen Fall zu beziehen ist absichtliche Verdrängung meiner Worte... Wer's braucht. Bitte sehr. Dann brauchen wir aber auf dem Niveau nicht weiter zu diskutieren.

Und sich (für andere) verbiegen mit (für die eigene Träume) flexibel zu sein gleichzusetzen... Naja.

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14.02.2013 - 12:14 Uhr
ZeroDegrees

FocusTurnier sagte:
Und hier geht es ja anscheinend nicht um die Meinung Einzelner, sondern es wird beklagt, daß es eine Generationen-Kluft gibt.
(...) Und verbiegen müssen sie sich wohl ihr ganzens Leben lang, verbiegen heißt ja flexibel sein, individuell, stromlinienförmig.
So hab ich das verstanden.


Klar geht es hier nicht um die Meinung Einzelner. Meine Antwort bezog sich aber explizit auf deine Beispiele, in denen eben ein Einzelner davon überzeugt sei, ich sei ein Idiot oder aber ein "nicht-europäischer Ausländer" wirklich davon überzeugt sei, ich sei ein Nazi.
Diese Antwort nun auf einen anderen Fall zu beziehen ist absichtliche Verdrängung meiner Worte... Wer's braucht. Bitte sehr. Dann brauchen wir aber auf dem Niveau nicht weiter zu diskutieren.

Und sich (für andere) verbiegen mit (für die eigene Träume) flexibel zu sein gleichzusetzen... Naja.

Leider wurde von meinen Worten kaum etwas verstanden. Vielleicht bin ich auch nicht fähig es verständlicher auszudrücken, aber wenn man manches verdreht und plötzlich auf andere Sachen bezieht, dann ist es auch eher noch schwerer zu verstehen.

vaus
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3

14.02.2013 - 12:25 Uhr
vaus

hmm, also wenn ich mir das hier so anschaue, komme ich nicht gerade zur überzeugung, dass es zu wenig meinung auf der welt gibt.

Awesomeness
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14.02.2013 - 15:18 Uhr
Awesomeness

Ich finde dieses Gerede von Generation XY müßig, sehr müßig!!

Da wir nach dieser Denke mittlerweile schon vier verschiedenen Generation angehören müssten, führt sie sich eigentlich schon selbst ad absurdum.

Ich denke, es ist nur ein kurz- bis mittelfristiger Trend, der besonders innerhalb einer bestimmten Altersgruppe greift.

So ca. 5 Jahre nach mir war es der Piercing- / Tattoo-Hype. Auch dazu musste ich "Generation Piercing" lesen. Mittlerweile hat sich das abgeflacht aber auch ausgebreitet. 40Jährige Frauen glauben, sie könnten wieder als jung gelten mit Lippenpiercing und A.-Geweih. Tatsächlich ist es vor allem peinlich bis lächerlich.

Die Generation Golf, zu der ich auch gehören soll, hat ihrerseits in diesem (aber durchaus auch anderen) Auto(s), einen finanzierbaren Wagen gesehen, aus dem man viel machen konnte. Soweit der 3er Golf. Schon der 4er war dann eher ein teureres Auto für junge Familien und Berufstätige.

Generation Love Parade hätte ich früher sein sollen. Ich war auch in Berlin fast immer dabei, aber viele meiner Altersgenossen auch nicht.

Generation Umhängetasche soll ich im Moment angehören. Ja, ich besitze eine Umhängetasche; genau wie Bauern im Altertum zum Sähen, Hippies in ihrer Zeit und Schüler schon 10 Jahre vor mir...

paleika
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0

14.02.2013 - 16:49 Uhr
paleika

Gegenrede hin oder her, ich habe noch nie einen so treffenden Artikel all jene Dinge gelesen, die mir permanent in meinem Umfeld über den Weg laufen.

cendt
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1

14.02.2013 - 17:10 Uhr
cendt

Ich habe eine Antwort auf diese Antwort geschrieben: Im Zweifel für den Zweifel - Warum ich kein Problem damit habe, zur Generation Jein zu gehören.

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/566360/JEIN

mia_mia
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2

14.02.2013 - 17:45 Uhr
mia_mia

ThomasCrown sagte:

"wir" sollen also statt differenzierter aussagen lernen, uns für eine seite zu entscheiden? was ist aber, wenn das bei vielen themen (neoliberalismus aus geschlechterperspektive, äh, hallo? soll ich die antwort jetzt in drei einzeilige powerpoint-bullets pressen?) eben nicht so einfach geht wie bei geha oder pelikan, mcdonalds oder burgerking, freiheit oder sozialismus?


Ach, Differenzierung Schmifferenzierung...
Die jungen Leut haben heut halt einfach keinen Mumm mehr, kein Engagement, stehen für nichts ein, wollen sich nicht festlegen. Immer nur Partypartyparty und überhaupt ist denen doch eh alles egal, weil DENEN GEHT ES EINFACH ZU GUT!

"differenzierte Meinung", pah, alles nur weichgespülter Soziologenrechtfertigungsschmu.

Ich zitier mal Edgar Wasser,
Heute gibt es Aids - gab es damals nicht
Damals gab es Öl - haben wir heut' nicht
Heute gibt es keine guten Meldungen in Zeitungen
damals gabs keine Frauenrechte - dafür keine Scheidungen.

Tja, schon Kacke wenn man sich "in der Liebe nicht festlegen" will.

FocusTurnier
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-1

14.02.2013 - 18:03 Uhr
FocusTurnier

mia_mia sagte:


Ach, Differenzierung Schmifferenzierung...
Die jungen Leut haben heut halt einfach keinen Mumm mehr, kein Engagement, stehen für nichts ein, wollen sich nicht festlegen. Immer nur Partypartyparty und überhaupt ist denen doch eh alles egal, weil DENEN GEHT ES EINFACH ZU GUT!

"differenzierte Meinung", pah, alles nur weichgespülter Soziologenrechtfertigungsschmu.


Genau das wirds sein. Die Luxusleiden einer völlig verwöhnten Generation. Unsere Gesellschaft ist einfach satt, was soll man denn da auch noch weiter erreichen?

MfG
FT

mia_mia
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1

14.02.2013 - 18:19 Uhr
mia_mia

Lieber @FocusTurnier,

das war Ironie, auch so eine neue Generationenkrankheit. Ich hatte zwar kurzzeitig die Befürchtung, dass du das nicht erkennen würdest, aber habe sie dann wieder verwofen.
Da habe ich dich wohl falsch eingeschätzt.

Du scheinst dein Urteil über die nachkommenden Generationen ziemlich unreflektiert zu fällen, deshalb empfehle ich dir für den Anfang mal die Shell-Studie, dort werden unter anderem Sichtweisen, Stimmungen und Erwartungen der heutigen Jugend befragt.

http://www.shell.de/aboutshell/our-commitment/shell-youth-study/2010.html

Ich glaube, die Lektüre kann zu ein bisschen mehr Verständnis verhelfen, denn auch wenn sie nur an der Oberfläche kratzt - so zeigt sie doch Tendenzen auf.

Um diese Diskussion zielführend zu gestalten wäre es sicherlich hilfreich, mal über den Tellerrand zu blicken, ein bisschen Empathie zu zeigen und sich mit den Ängsten und Problematiken auseinander zu setzen. Die heutigen Probleme sind andere als früher, deswegen wiegen sie aber keinesfalls weniger schwer.

FocusTurnier
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0

14.02.2013 - 18:28 Uhr
FocusTurnier

mia_mia sagte:
Lieber @FocusTurnier,

das war Ironie, auch so eine neue Generationenkrankheit.



Glaube mir, ich weiß das. Hast du denn die Ironie in meinem post nicht verstanden? :=) Ironie ist glaube ich keine Generationensache.


mia_mia sagte:
Du scheinst dein Urteil über die nachkommenden Generationen ziemlich unreflektiert zu fällen,



Nö, tue ich nicht. Aber bestimmte Dinge verstehe ich nicht, daß gebe ich zu. Deswegen frage ich ja nach.


mia_mia sagte:
Um diese Diskussion zielführend zu gestalten wäre es sicherlich hilfreich, mal über den Tellerrand zu blicken, ein bisschen Empathie zu zeigen und sich mit den Ängsten und Problematiken auseinander zu setzen. Die heutigen Probleme sind andere als früher, deswegen wiegen sie aber keinesfalls weniger schwer.



Die Tastatur ist leider nun mal un-empathisch. Ich habe oben auch schon ein smiley benutzt, um etwas daran zu ändern...;=) Ich bin an einer zielführenden Diskussion interessiert, aber wie du ja und auch die Shell-Studie sagen, gehört ihr einer Generation an, die sehr individuell, lose, unzusammenhängend ist. Und diese Tatsache macht es ja ebend SCHWERER, von außen einen Eindruck zu gewinnen, WEIL man ebend VIELE Meinungen hören muss, um eine gewisse Tendenz zu erkennen. Da gibts halt welche, denen ist alles scheißegal. Und welche, die wollen alles besser machen. Und welche dazwischen. Viele dazwischen.

MfG
FT

Rudel
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14.02.2013 - 19:49 Uhr
Rudel

chrinamu sagte:
Danke für diesen Beitrag, auch wenn ich nicht allen Argumenten zustimme. Über das Generationengerede rege ich mich immer wieder auf. Vor allem weil die Leute, die solche Thesen aufstellen, immer aus demselben vergleichsweise kleinen Milieu kommen, nämlich aus der großstädtisch lebenden Akademiker-Branche, meist auch noch aus dem Bereich der "Kreativen". Und die kriegen oft gar nicht mit, dass der Großteil ihrer Generation (insbesondere auf dem Land) mit 25 heiratet und mit 28 Hausbau und Kinder in Angriff nimmt.


Ja, aber in der Stadt wissen die Menschen halt nicht, was wirklich wichtig ist :)

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