Ode an die Asexualität
Auf einem Felsen steh ich hier,
betracht die See, die unter mir
mit Sturm und Wellen um sich schlägt
und Menschenschwärme mit sich trägt,
die gegen Strömung nichts vermögen,
deren Glieder sich nicht regen,
bis auf eines, das auffährt,
doch nur im Menschenstrom verkehrt,
so bleib allein ich drüber steh‘n,
vom Felsen aus kann ich sie seh’n,
wie sie die See hinfort denn spült,
am Felsen es sich so anfühlt,
als wär ein Übermensch ich hier,
fernab von Trieben und der Gier
nach nackter Haut und feuchtem Fleisch,
nach geiler Lust und lautem Kreisch,
im Stoßgebet sprech ich zum Herrn:
Ich danke dir nur allzu gern
mein Leben lang so klar wie wahr
für diese Gabe immerdar,
so dass ich ohne Zauberspiel
ja Liebeskummer niemals fühl,
genauso wenig wie den Frust
denn über unerfüllte Lust
und spar so Nerven, Zeit und Geld,
weil sie auch Bälger von mir hält,
so steh auf Felsen stolz ich hier,
zum Übermenschen ich mich kür,
sodann von Strömung und von Trieben
werden jene, die sich lieben,
fern von mir hinweggeschwemmt,
nur ein Gefühl, das ungehemmt
in meinem Herzen Unbill treibt,
weil Einsamkeit mein Schicksal bleibt.

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12.02.2013 - 23:18 Uhr
tuladoesthehula









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12.02.2013 - 11:21 Uhr
Aporia