Stellvertreter Gottes a. D.
Mit seinem Rücktritt sprengt Papst Benedikt XVI. erstmals die Ketten der Tradition seiner Kirche. Joseph Ratzinger wurde einst als Übergangs-Papst gewählt. Doch am Ende seines Pontifikats steht die Kirche noch immer vor der Frage: Übergang wohin?
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Die vermeidbare Katastrophe vor 17 Min.
- Die Säulen der Macht vor 27 Min.
- "Die Ignoranz ist erschreckend" vor 27 Min.
- Krieg ohne Ende 23.05.2013
- Superhumansuperwoman 23.05.2013
Dieser Text von jetzt.de ist in der Süddeutschen Zeitung erschienen. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Alle Kommentare anzeigen
herrjemine sagte:
Natürlich würden wir es alle begrüßen, wenn die Regularien liberaler gesetzt werden. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Regeln auch für andere Kontinente und Länder gelten müssen in denen Menschen zu den Themen Abtreibung usw. usf. ganz andere Auffassungen haben.
Ist halt die Frage, ob die Kirche das ganzen Thema Sexualmoral, Geschlechterfrage und alles, was dran hängt, überhaupt so breittreten muss.
Die Stellen in der Bibel, die sich damit beschäftigen, sind sehr rar und durch die damalige Gesellschaftsordnung geprägt.
Wenn die Kirche den Leuten nicht ins Schlafzimmer reinregieren würde, sondern sich auf die Verkündigung Gottes Botschaft kümmern würde, dann wäre die Ablehnung auch nicht so groß.
tritt es den die kirche breit? oder eher die medien?
apollyon sagte:
Ist halt die Frage, ob die Kirche das ganzen Thema Sexualmoral, Geschlechterfrage und alles, was dran hängt, überhaupt so breittreten muss.
Die Stellen in der Bibel, die sich damit beschäftigen, sind sehr rar und durch die damalige Gesellschaftsordnung geprägt.
Wenn die Kirche den Leuten nicht ins Schlafzimmer reinregieren würde, sondern sich auf die Verkündigung Gottes Botschaft kümmern würde, dann wäre die Ablehnung auch nicht so groß.
Abtreibung mag auch eine Frage der Sexualmoral sein. In erster Linie geht es um das Verbot zu töten. Wenn sich die Kirche in diesem Punkt einmal nicht mehr einmischt, dann hat sie wirklich verspielt.
herrjemine sagte:
Man darf aber nicht vergessen, dass diese Regeln auch für andere Kontinente und Länder gelten müssen in denen Menschen zu den Themen Abtreibung usw. usf. ganz andere Auffassungen haben.
Wobei Abtreibung ein schlecht gewähltes Beispiel ist. Eine Menge anderer Moralfragen, z.B. die Verwendung von Kondomen, wird man im liberalen Europa nicht viel anders sehen als in Entwicklungländern mit hoher HIV-Rate.
apollyon sagte:
Die Stellen in der Bibel, die sich damit beschäftigen, sind sehr rar und durch die damalige Gesellschaftsordnung geprägt.
Wenn die Kirche den Leuten nicht ins Schlafzimmer reinregieren würde, sondern sich auf die Verkündigung Gottes Botschaft kümmern würde, dann wäre die Ablehnung auch nicht so groß.
Absolut falsch eben. Deine Feststellung ist, wie man dem Thema persönlich gegenüber steht ganz egal, historisch falsch. Die Position der Kirche zur Sexualmoral war eben nicht durch die damalige Gesellschaftsordnung geprägt, sondern stand ihr entgegen. Ehescheidung, Puffbesuche, Homosexulität, Abtreibung etc. waren im alten Rom überhaupt nicht so verrucht. Und auf einmal tauchte eine jüdische Sekte auf, die vorschriebe, Sex nur nach der Ehe zu haben, sich nicht scheiden zu dürfen, etc. (um beim Thema Sex zu bleiben, war noch anderes dabei wie Gladiatorenkämpfe, heidnische Kulte und Orgien). Obwohl die Kirche da eine sehr antiliberalen Kurs hatte, gewann sie immer mehr Anhänger, trotz Verfolgung. D.h. sie vertrat eben schon damals Moralvorstellungen, die sich vom Mainstream abhebten, also würde sie ihre Glaubwürdigkeit vollends verlieren, wenn sie sich da dem Zeitgeist unterwerfen würde.
heidelbaerin sagte:
Absolut falsch eben. ... jüdische Sekte auf
Eine jüdische Sekte, aufbauend auf der jüdischen Sexualmoral. Aber auch mit ihr brechend, weil Jesus einer Ehebrecherin verzeihen kann. Es ist ja auch nicht so, dass das Christentum nur durch stures Festhalten an alten Lehren sich in 2000 Jahren mehrere Milliarden Anhänger gewonnen hat, da war neben einem gerüttelt Maß Machtpolitik auch kluges Marketing (man könnte es auch netter "Zugehen auf die Menschen" nennen) dabei.
Alle Kommentare anzeigen











2
11.02.2013 - 18:46 Uhr
aufklaerungsfantasie